Furcht und Unruhe/Teil 2

Vorige Woche habe ich an dieser Stelle davon berichtet, daß ich von einem anonymen Kommentator gefährlich bedroht und unflätig beschimpft wurde, ebenso, daß ich hinsichtlich der gefährlichen Drohung bei der Polizei Anzeige erstattet habe. Was zu viel ist, ist zu viel, hier habe ich das alles näher erläutert: Furcht und Unruhe. Nun habe ich so etwas wie eine Antwort auf diesen Artikel erhalten.

Thematisch unpassend, wurde unter dem Pseudonym „Tito“ bei meinem Artikel vom Sonntag ein Kommentar geschrieben. Veröffentlicht habe ich das nicht, paßt wie gesagt nicht dazu, außerdem hat ein „Tito“ bei mir keine Kommentarrechte. Vorenthalten möchte ich das aber meinen Lesern auch nicht:

„Sehr geehrter Herr Dagarser!
Vor einiger Zeit habe ich Sie wüst beschimpft bzw. bedroht!
Keineswegs war dies ernst gemeint, vielmehr wollte ich auf die Reaktionen ihres Publikums warten… Wie dem auch sei, zu viel Wein und ein Waffenforum sind keine gute Kombination für mich…
Jedenfalls möchte ich mich hiermit in aller Form bei Ihnen dafür entschuldigen!“

Nun, das nehme ich erst einmal zur Kenntnis. Was sagt diese „Entschuldigung“ aber aus? Schauen wir uns das näher an:

  • Der erste Satz ist ein Schuldeingeständnis. Unnötig, die Fakten liegen ohnehin auf dem Tisch. Trotzdem gut, das schwarz auf weiß zu haben.
  • Die Behauptung, dies sei „keineswegs ernst gemeint“ ist in meinen Augen eine klassische Schutzbehauptung. Schreibt sich genauso leicht wie die Drohung.
  • Die „Reaktionen meines Publikums“ sind damals natürlich ausgeblieben, da ich den Kommentar nicht veröffentlicht habe. Jetzt sind die Reaktionen der Staatsanwaltschaft am Zug, das sollte man sich halt vorher überlegen.
  • Ich habe schon so manches Waffen- und sonstige Forum gelesen und dabei das eine oder andere Glas Wein konsumiert, ich will auch gar nicht ausschließen daß ich mich womöglich einmal bei einer Antwort im Ton vergriffen haben könnte. Es gibt aber Grenzen, die man nicht überschreiten darf. Das StGB ist da eine gute Orientierungshilfe.
  • Der letzte Satz schießt aber den Vogel ab: „In aller Form“ soll diese „Entschuldigung“ also erfolgen. Anonym, ohne Name und Unterschrift. In der „Form“ der Hottentotten vielleicht, aber nicht wie es unter zivilisierten Menschen üblich ist.

Dieser „Kommentar“ ist somit für mich jedenfalls komplett wertlos, ich kann ja nicht einmal wissen, ob dieser „Tito“ mit jenem, der mich in Furcht und Unruhe versetzt hat, identisch ist. Woher auch?

Ich gehe in dubio einmal davon aus, daß „Tito“ hier tatsächlich Reue zeigt. So ist das aber nicht akzeptabel, deshalb wiederhole ich meine „Einladung“ von voriger Woche:

Ich möchte “Tito” aber auch die Hand entgegenstrecken: Wenn Sie sich bei mir (oder der Polizei) melden und identifizieren, Reue zeigen und versprechen, sich Hilfe zu suchen, dann will ich nicht nachtragend sein! Da es sich um ein Offizialdelikt handelt kann ich die Anzeige zwar nicht zurückziehen, mit der Staatsanwaltschaft reden und auf sie einwirken könnte ich aber allemal. Es liegt an Ihnen!

Die Reue unterstelle ich – wie gesagt – einmal, das mit dem „Hilfe suchen“ müßte man wohl noch näher besprechen, wenngleich das Grundproblem jetzt ja ohnehin bekannt sein dürfte.

Ohne eindeutige Identifizierung hilft das allerdings alles nichts! Kommen Sie, „Tito“, geben Sie sich den letzten Ruck und lassen Sie uns die Angelegenheit endgültig und richtig zu Ende bringen! Sie erreichen mich über die Kontakt-Schaltfläche!

11 Antworten zu “Furcht und Unruhe/Teil 2

  1. Pingback: Wochenrückblick 16/2014 | dagarser

  2. Religiotie,Diakonie (nicht alles ist verdammenswert),,linksextremistische (unheilbar?gewaltbereit?) Idiotie sowie Chaosbereitschaft u.v.m….Wo bleibt die Zivilcourage? Mut zur Verantwortung u.s.w.? Ist in diesen Kreisen aber ohnehin nicht sonderlich gefragt,oder?

  3. Sich zu outen? Dazu gehört Charakter und Persönlichkeit!
    Na, wir werden sehen!

  4. Servus, „Tito“, ein Weintrinkender „Witzbold?“
    Jetzt weiß er zumindest wie die Reaktion des Publikums ist. Negativ!
    Es gibt keine subtilere, hinterhältigere und feigere Art als anonyme
    Beleidigungen, Drohungen, Verleumdungen, üble Nachrede und Rufschädigung.
    Meist erhält der Betroffene als Letzter Kenntnis davon. Das ist ja das Gemeine, wie soll man sich vor etwas schützen, von dem man gar nichts weiß?
    Daher meine Meinung hierzu, sollte sich dieser „Tito“ NICHT freiwillig zu erkennen geben und Mumm genug zeigen sich persönlich zu entschuldigen, dann keine Gnade!
    Wie immer mit frdl. Gruß, MG45LC

  5. Einfachste Erklärung:

    Da geht wem die Muffn.

  6. Anscheinend haben manche vermeintliche Nazijäger Probleme mit dem Konsum berauschender Substanzen, was zu einem temporären Verlust der Impulskontrolle führt.
    Diese charakterliche Schwäche projizieren diese dann auf selbst erhalluzinierte Feindbilder und versuchen diese dann mit aller Gewalt zu bekämpfen.
    Der an sich durchaus sinnvolle Kampf gegen Extremismus – alle Extremismen sind kategorish abzulehnen, auch Linksextremismus und Religiotie – verkam im Laufe der Jahre zu einer Selbstfindungskrise dauerintoxikierter Teenager die sich nicht eingestehen wollen lediglich bornierte und pubertierende Versager mit einem Suchtproblem zu sein.
    Tip: Hitler zwingt Euch nicht zur Drogensucht, das seid Ihr selbst.

  7. Waffengegner:

    „Eure Schonzeit ist vorbei!“

  8. Ich halte diese Entschuldigung für einen Fake. Vor allem fehlt natürlich der Nachweis, daß der Bedroher und der Entschuldiger dieselbe Person sind. Aber auch dann wäre das wertlos.

  9. Genau – diese Maulwürfe die anonym ihre giftigen Pfeile abschießen,die
    muss man ausforschen und sie zur Rechenschaft ziehen.Dieser „Tito“
    wird sich bei der Staatsanwaltschaft rechtfertigen müssen.Ungestraft
    darf er nicht davonkommen.Vielleicht kriecht er doch aus seinem Vesteck
    hervor und outet sich – wäre sicher besser für ihn.

  10. Pingback: Furcht und Unruhe/Teil 2 | GunNews

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