Die NRA zeigt vor wie’s geht

Dieses Wochenende findet in Indianapolis die diesjährige Generalversammlung der NRA, der amerikanischen National Rifle Organisation, statt, jener Organisation, die den sogenannten „liberalen“ Kräften in den USA ob ihrer Durchschlagskraft regelmäßig noch weitere Schweißperlen auf der Stirn und den einen oder anderen zusätzlichen Beistrich in der Unterhose beschert. Gut so!

Gestern hat Wayne LaPierre, der Executive Vice President und CEO, also der Generalsekretär/Geschäftsführer der NRA, seine diesjährige Rede gehalten. Wie üblich ganz hervorragend, man kann sich das hier anschauen:

Von dieser Rede gibt es auch ein Transkript, es lohnt sich durchaus das nachzulesen, es stecken nämlich sehr viele Wahrheiten darin.

Ich werde jetzt nicht die ganze Rede übersetzen (obwohl es das durchaus wert wäre, aber das zahlt mir keiner), einen kurzen Abschnitt, jenen über den umtriebigen Ex-Bürgermeister Bloomberg, möchte ich aber dennoch hervorheben:

(..) This election is going to be a bare-knuckled street fight. They’re going after every House and Senate seat, governor’s chair and statehouse they can get their hands on — laying the groundwork to put a Clinton back in the White House.

They intend to finish the job, to fulfill their commitment — their dream — of fundamentally transforming America into an America you won’t recognize.

But mark my words: The NRA will not go quietly into the night. We will fight.

Now, some of you may have heard about Michael Bloomberg. Last week, he gave a big interview to The New York Times and the Today show.

Bloomberg vowed to spend $50 million to beat us in November. He said he would do everything he could with all of his $50 million to confront and defeat the NRA. Well, here’s our response.

[VIDEO ROLL] (siehe unten, Anm.)

This election will be won or lost on every street, every corner, in every coffee shop or store or churchin America — where every NRA member lives and works and volunteers and campaigns.

Those NRA members — those great Americans —THEY are the real muscle of NRA’s clout. Together,we will stand as members of the NRA. Stand and fight and take back our country. (…)

( (…)Diese Wahl (die „Halbzeitwahlen“ im November, Anm.) wird nichts weiter als ein Straßenkampf mit bloßen Fäusten sein. Sie jagen jedem Kongreß- und Senatssitz, jedem Gouverneursposten und jedem öffentlichen Amt nach, wo sie ihre Hände dran bekommen könnten – um es möglich zu machen, daß wieder ein(e, Anm.) Clinton ins Weiße Haus einziehen kann.

Sie wollen ihr Werk vollenden, ihre Festlegung, ja ihren Traum, wahr machen – nämlich Amerika so fundamental zu verändern, daß Ihr es nicht wiedererkennen werdet!

Aber hört auf meine Worte: Die NRA wird da nicht stillhalten – wir werden kämpfen!

Nun, manche von Ihnen werden von Michael Bloomberg gehört haben. Letzte Woche hat er der New York Times und der Today Show Interviews gegeben.

Bloomberg hat versprochen, 50 Millionen Dollar bereitzustellen um uns zu besiegen. Er sagte daß er mit all seiner Kraft und mit all diesen 50 Millionen alles tun würde, um sich der NRA zu stellen und sie zu bezwingen. Hier ist unsere Antwort:

– siehe weiter unten! –

Diese Wahl wird auf jeder Straße, an jeder Ecke, in jedem Kaffeehaus, in jedem Geschäft, in jeder Kirche in Amerika gewonnen oder verloren werden – dort, wo alle NRA-Mitglieder leben und arbeiten, freiwillig tätig sind und sich engagieren.

Diese NRA-Mitglieder – diese großartigen Amerikaner – sind der wahre Kern der Schlagkraft der NRA. Gemeinsam stehen wir hier als Mitglieder der NRA. Wir stehen gemeinsam, wir kämpfen gemeinsam und gemeinsam holen wir uns unser Land zurück! (…) )

Das nenne ich einmal eine „Rede“ – und das ist ja nur ein Teil davon! Wie man deutlich erkennen kann ist die NRA auch nicht sonderlich von Herrn Bloomberg beeindruckt, auch von seinem Geld nicht. Weshalb, das sieht man in folgendem – in LaPierres Rede angekündigtem – Kurzvideo:

Darin kommen verschiedene NRA-Mitglieder zu Wort und bekunden ihre Bereitschaft, die NRA jährlich mit ihrem Mitgliedsbeitrag in Höhe von 25 Dollar zu unterstützen, der Sprecher schließt mit den Worten:

(…) This guy thinks that he can scare us into running from a fight to protect our rights and our freedoms. He’s one guy with millions. We’re millions with our 25 bucks. Let’s see who crushes who!

( (…) Dieser Kerl glaubt, daß er uns Angst einjagen und uns davon abhalten kann, für unsere Rechte und unsere Freiheiten zu kämpfen. Er ist einer, der Millionen hat. Wir sind Millionen, die 25 Dollar haben. Schauen wir doch einmal, wer hier wen vernichtet! )

Genau: Schauen wir doch einmal! Ich wage aber schon jetzt eine Prognose:      Die NRA wird gewinnen!

Und zwar wird die NRA aus folgenden Gründen gewinnen:

  • Sie haben in der Bevölkerung wesentlich mehr Rückhalt, als es sich die gesammelten „Gutmenschen“ rund um Gestalten wie Bloomberg, Clinton und Obama je erträumen könnten.
  • Sie leben in einem Land das – bei all seinen Fehlern, die unbestreitbar sind – mit dem Wort „Bürgerrechte“ mehr als nur die berühmten „3-F“ (fressen, ficken, fernsehen) meint und dessen Bevölkerung großteils von diesen Rechten weiß und auf sie Wert legt.
  • Die NRA ist eben eine durchschlagkräftige Organisation mit Millionen von Mitgliedern, mit Millionen von Menschen denen ihre Rechte etwas bedeuten und die bereit sind, für ihre Rechte einzustehen.
  • Die NRA ist nicht zu feige – und sie ist sich auch nicht zu vornehm dazu – ihre Gegner, die Feinde des legalen Waffenbesitzes, klar beim Namen zu benennen und mit ihnen das zu tun, was man mit seinen Feinden gemeinhin so macht: Nämlich sie ganz offen zu bekämpfen! Keine falsche Rücksichtnahme auf den politischen Gegner, weil „der könnte ja einmal in der Position sein uns zu schaden, wenn wir ihn jetzt reizen“ – nichts da:  Da steht der Feind, auf ihn mit Gebrüll!

Deshalb wird die NRA in den USA ihren Kampf für die Bürgerrechte gewinnen.

Und deshalb werden wir in Europa – wenn sich nicht sehr, sehr bald etwas ganz entscheidend ändert – unsere Bürgerrechte verlieren …

21 Antworten zu “Die NRA zeigt vor wie’s geht

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  3. Schwertfisch hat hier schon einige Charakteristika der Amerikaner genannt, die dem Zuspruch zu privater Bewaffnung sehr förderlich sind.
    Weiters wäre zu nennen: Weitgehende Unterstützung aus dem Bereich der Gesetzeshüter.
    Und: Toleranz. Wer sich viel unter US Bürgern im Ausland bewegt, wird folgendes feststellen. Da stehen ein Typ im Obama-Biden Shirt und einer bei dem „Support the NRA“ quer über der Brust steht beim Barbeque nebeneinander, halten ihre Bierdosen fest und tauschen sich aus.
    Schon einmal in Österreich oder Deutschland (noch schlimmer) mit AWNs diskutiert?
    Da kann man die Sekunden zum ersten Untergriff runterzählen.
    In den USA kommt die aggresive Rhetorik von den Köpfen der AWNs und ein paar Soccer Moms. Die Masse der Waffengegner mag keine Waffen, will sie aber den anderen nicht verbieten. Man sagt den Amis nach sie srien halt eine junge Nation. Tatsächlich ist ihre ununterbrochene demokratische Tradition ein Eck älter als unsere Europäische. Und es komme mir keiner mit den Briten: Die haben es auch bis heute zu keiner echten Verfassung geschafft.
    So gesehen ein Heimspiel für die NRA. Aber Vigilance Is The Price Of Freedom.
    Uns bleibt nur entsprechend härter ranzuklotzen. Wenn ich es schaffe, jährlich einen (!) Kollegen zu überreden sich privat zur WBK zu hanteln, werte ich es als Erfolg.

  4. Die Anti-Waffen-Propagandisten in den USA sollten mal die diversen Studien lesen, die es zum Waffenbesitz in den Staaten gibt:

    A majority of Independent voters (86 percent), Democrats (80 percent), young voters age 18-29 (83 percent), Hispanic voters (80 percent), and those who voted for President Obama (80 percent) support the right to carry a firearm.

    Die NRA braucht sich keine großen Sorgen zu machen. Aber sie darf natürlich auch nicht die Hände in den Schoß legen. Deshalb sind klare Statements sehr zu begrüssen.

  5. Super Artikel, aber bitte den ersten Link tauschen. Aktuell verweist er auf Palins Rede. Hier ist die Rede von Wayne LaPierre:

  6. Wird die Wahl am 25.Mai 2014 für uns Waffenbesitzer etwas bringen ?,
    denn :
    Der schwarze Schwindelegger
    sowie der rote Oberabzocker
    haben das Volk nur angelogen
    und mit Versprechungen betrogen.

  7. Entschuldigung : Habe mich verschrieben.Der Mitgliedschaft bei der IWÖ
    beträgt pro Jahr € 39.– inkl. Waffen-Rechtschutzversicherung, nicht € 3o.–.Der Mitglieds-Beitrag ist wirklich fast geschenkt – wie Franz Schmidt richtig geschrieben hat und trotzdem sind wir nur einige tausend Mitglieder bei der IWÖ.Viele Waffenbesitzer haben bis heute den Ernst der Lage immer noch nicht erkannt und warten auf ein Wunder,ohne selbst etwas dafür zu tun.Traurig.
    IWÖ-MitgliedNr. 403

  8. Zur IWÖ-Mitgliedschaft: Ich werde sehr oft angerufen (so zehnmal in der Woche) und um Rechtsauskünfte ersucht. Ich beantworte all das so gut ich kann. Wenn ich dann frage, ob der Betreffende Mitglied wäre, wird das oft verneint. Ein Jammer. Typisch Österreich. Leistung will man haben , aber 39 € im Jahr ist ihnen zuviel.

    • Wobei in den 39 Euro die Waffen-Rechtsschutzversicherung inkludiert ist, was bedeutet, daß eigentlich der ganze Mitgliedsbeitrag geschenkt ist. Nicht eimal das verstehen diese Dummköpfe!

  9. Aufgeben ….. Gut gebrüllt Ernie !!!!!!!!

  10. Darum versuche ich immer wieder,meine Schützenkameraden von der Notwendigkeit einer starken IWÖ zu überzeugen.Leider nicht mit dem gewünschten Erfolg. Aber aufgeben tut man bekanntlich einen Brief!

  11. In Österreich hätten wir alleine an Jägern und Sportschützen 150.000 Männer und Frauen, gar nicht zu sprechen von vielen Hunderttausenden anderen Legalwaffenbesitzern. Und dann unterstützen gerade ungefähr 4.000 (die genaue Zahl kenne ich nicht) die IWÖ auch finanziell mit ihrem Mitgliedsbeitrag. Das ist eine SCHANDE!
    Alle anderen nützen wohl die Arbeit der IWÖ als Trittbrettfahrer, aber wenn es um ein paar Euro geht, dann kneifen sie.
    Deshalb habe ich beschlossen, daß ich für diese Schmarozzer in Zukunft auch nichts mehr mache.

    Tschüß und bitte vor den Vorhang – und selber arbeiten!

    • Ach Franz – ich verstehe Dich nur zu gut!

      Dein letzter Satz aber spricht ein Thema an, das ich gerade erst mit dem Georg Zakrajsek diskutiert habe: Wie bitten wir durchaus interessierte – und interessante – Leute „vor den Vorhang“?

      Darüber sollten wir intensiv nachdenken, und da wäre auch Deine Mitarbeit unbezahlbar, lieber Franz! Weil samma uns ehrlich: Wir sind viel zu weit gekommen, um aufzugeben!

  12. Die Ami kämpfen, wir gehen nicht einmal zur Wahl hin. Das ist der Unterschied.

  13. Amerika ist nicht in allen Dingen unser Vorbild und soll es auch nicht sein,
    aber die NRA MUSS es sein.Die NRA hat Millionen Mitglieder die 25 Dollar zahlen.Wir hier in Österreich haben in der IWÖ leider nur einige Tausend denen der private Waffenbesitz 30 Euro wert ist.Trotzdem hoffen wir,dass unsere Minderheit auch hier wie die NRA siegen wird.Ich bin trotz der negativen Einstellung Brüssels und unserer SPÖ/ÖVP Optimist geworden,poche auf das Grundrecht des privaten Waffenbesitzes und werfe die Flinte noch nicht ins Korn.

    • …nicht in allen Dingen unser Vorbild….
      Wenn man Freiheit in Selbstverantwortung, mit all den Möglichkeiten versteht, dann kenne ich wenige andere Länder, welche Amerika das Wasser reichen können. Natürlich sind dort dieselben „liberalen“ Kräfte am Werk, die bereits unsere Freiheit zerstört haben und die nicht ruhen, es auch in Amerika zu schaffen. Die typischen Argumente, was alles bei uns besser sei, hängen mir zum Hals raus, denn all das, kann ich in Amerika auch haben, wenn ich es bezahle, denn bezahlen tue ich auch hier – siehe Steuersätze im Vergleich zu Amerika! Diese Dauerlüge, wir haben das bessere Sozialsystem, gilt vor allem für die zahlreichen Schmarotzer!
      Für innovative, hart arbeitende Menschen, die auch kein Risiko scheuen, ist Amerika ein Traumland!
      All den Unkenrufen hierzulande zum Trotz!

  14. …..God bless America…….land of free guns……dort hat Selbstverantwortung eben schon seit Anbeginn des Staates einen Stellenwert, den es bei uns, gelernte Untertanen aus Bequemlichkeit, nie gab.
    Gerade biedern wir uns unseren Herrschern wieder an, indem wir brav alle Waffen melden – erst kommt dann die Steuer darauf und dann der grosse Korb, zum Einsammeln – und dann kann man nach Belieben unterdrücken…
    zuerst mit noch mehr Steuern und wenn wir aufmucken, dann kommt die EU-Armee und schafft Fakten….Prost!

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