Sonntagssplitter

Gestern bin ich eine Zeitlang im Zug gesessen, eine gute Gelegenheit in Ruhe die Sonntagszeitungen zu studieren – sollte man meinen. Denn über die Sonntagsausgabe des periodischen Druckwerks (von einer „Zeitung“ zu sprechen verbietet sich hier) „ÖSTERREICH“ bin ich nicht hinausgekommen. Ein paar Dinge, die mir besonders aufgefallen sind:

  • Große Aufregung um den Dompfarrer Toni Faber: Der Kerl erdreistet sich doch glatt, eine Wohnung gleich vis à vis des Stephansdoms zu beziehen! Daß die Wohnung der Kirche gehört und Faber die Betriebskosten selbst bezahlt scheint hier keinen zu interessieren, auch nicht, daß es sinnvoll (und üblich) ist, daß ein Dompfarrer in unmittelbarer Nähe „seines“ Doms wohnt und nicht möglichst weit weg. Hauptsache, der sattsam bekannte Herr Pfarrer Schüller „ärgert“ sich darüber. Obwohl – das war’s dann eigentlich wieder wert …
  • Angelika Mlinar von den NEOS im Streitgespräch mit Harald Vilimsky von der FPÖ – eigentlich zutiefst unfair, die Frau Mlinar ist ja schon in einer ORF-„Pressestunde“ heillos überfordert, wie soll sie da bestehen können? Ist aber eh egal, interessant ist lediglich Mlinars entlarvendes „EU-Bekenntnis“: „(…) Ich hatte eine gute Ausbildung, aber in Österreich schlicht und ergreifend keine Chance. Ich habe es weder in Kärnten noch in Wien geschafft, im öffentlichen Bereich in irgendwelche interessante Positionen zu kommen. Denn alles war parteipolitisch dominiert. Meine Chance war das Europaparlament, um dort für die EU zu arbeiten. (…)“ Ich bin gleich aus zweierlei Gründen von dieser Aussage begeistert: Einerseits, weil die NEOS-Spitenkandidatin (vormals Bundessprecherin des Liberalen Forums unseligen Angedenkens) dadurch dargelegt hat, daß sie in Österreich noch rein gar nichts geleistet hat, andererseits, weil sie ganz klar gesagt hat, was sie bisher wirklich gemacht hat: Sie war in Brüssel, „um dort für die EU zu arbeiten“. Nicht etwa für Österreich …
  • Sehr gefreut habe ich mich über die Schlagzeile „Heinisch will Matura-Chaos stoppen – Ministerin: »Werde Konsequenzen ziehen«“. Offensichtlich habe ich mich aber doch zu früh gefreut, die „Gender-Gabi“ will – obwohl ressortverantwortlich – doch nicht wegen der fortdauernden mehr als nur peinlichen Pannen rund um die neue Zentralmatura zurücktreten. Nein, sie will lediglich das Bildungsinstitut Bifie „lückenlos kontrollieren“. Das ist ein guter Ansatz, hätte aber schon längst erfolgen sollen. Es gibt nur eine wahre Konsequenz: Weg mit dieser überforderten Ministerdarstellerin!
  • Für mich ist Ernst Strasser einer der größten Ungustln, den die österreichische Innenpolitik je hervorgebracht hat, infolgedessen kann ich mich auch nicht wirklich darüber echauffieren, daß die „Grünen“ Strasser als Negativbeispiel eines Lobbyisten in einer Plakatkampagne „mißbrauchen“. Wenn das aber dazu führt, daß bei den „Grünen“ darob interner Streit ausbricht und sogar „Grün-Urgestein“ Pius Strobl deshalb erwägt, „erstmals nicht Grün zu wählen“ – dann ist das doch ganz wunderbar! Dann hätte Ernst Strasser ja tatsächlich erstmals in seiner politischen Laufbahn etwas Vernünftiges geschaffen! Oder so ähnlich.
  • In Nigeria haben die Moslemterroristen von „Boko Haram“ ja bekanntlich 300 Schulmädchen entführt, wieder einmal ein schreckliches Verbrechen von Anhängern der Religion des Friedens. Die Frau des US-Präsidenten Barack Hussein Obama, Michelle Obama, hat eine „Twitter“-Kampagne gestartet, mit traurigem Blick hält sie auf einem Foto ein Blatt Papier mit der Aufschrift „#BRINGBACKOURGIRLS“. Ja, das wird Boko Haram sicherlich ganz gewaltig imponieren! Neben Michelle Obama ist aber noch eine weitere Erzschwarze auf diese Kampagne aufgesprungen: Unsere Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, auch sie hält so einen Kaszettel in die Kamera und schaut angemessen betroffen drein. Nur zur Information, Frau Ministerin: Ich will auch, daß diese unglücklichen Kinder von ihrem Leid erlöst werden, das ist ganz klar. Es sind deswegen aber trotzdem nicht „our girls“, und „back“ wollen sie sicherlich ihre Familien haben, wir hier aber nicht.
  • Noch immer unklar sind die wahren Hintergründe und der tatsächliche Ablauf der Geschehnisse rund um jene 23-jährige, die in Wien drei Männer mit dem Messer verletzt hat, es ist von der Abwehr einer versuchten Vergewaltigung die Rede. Irgendwie ist mir die ganze Geschichte von Anfang an etwas seltsam vorgekommen, ich bin gespannt, was die Ermittlungen ergeben werden. Gestern habe ich von Bekannten erfahren, daß die 23-jährige in irgendeiner Form mit einer bekannten ehemaligen Wiener Unterweltgröße verwandt sein soll: Mit der „Wilden Wanda„. Das würde jedenfalls die Fertigkeiten mit dem Messer erklären …
  • Auch die „Gute Nachricht zum Sonntag“ konnte ich gestern lesen, eine Trafikantin hat einen Räuber vertrieben: „(…) Mit einer Pistole bewaffnet kam ein Schwarzafrikaner gegen 16.35 Uhr in das Geschäft und bedrohte die Trafikantin (73). ‚Gib mir Geld, oder ich schieße‘, schrie er die Chefin an. Als die Trafikantin nicht reagierte, wollte sich der Täter selbst bedienen. ‚Da hab ich so einen  Zorn bekommen, dass ich ihm einen Plastikständer nachgeschmissen habe‘, so die couragierte Chefin: ‚Ich komme aus der Kriegsgeneration und habe schon viel Schlimmeres gesehen und erlebt.‘ Der Täter wurde am Kopf getroffen und flüchtete völlig überrascht aus der Trafik. (…)“ Einfach nur schön, der einzige Wermutstropfen ist, daß der dunkelhäutige Verbrecher entkommen konnte.
  • Die Polizei hat Bilder jener drei Verdächtigen, die im 15. Wiener Gemeindebezirk Ende April ein paar Tschetschenen beschossen haben sollen, veröffentlicht. Aus einer Überwachungskamera, unscharf, drei Männer kann man aber erkennen. Wie dieses Trio aber „von den Opfern auf den Fotos einwandfrei wiedererkannt“ werden konnte kann ich mir nicht wirklich erklären bzw. vorstellen. Ist aber eh egal. Eine Frage bleibt aber: Warum macht sich das G’sindel das in Wien aus, und nicht in Grosny?
  • Zum Abschluß noch eine ganz brandgefährliche Meldung: Der Konzern Procter & Gamble, seines Zeichens Hersteller unter anderem des Waschmittels „Ariel“, hat sich eine ganz unglaubliche Entgleisung geleistet: Für die Fußball-WM hatte man eine Sonderaktion gestartet, statt 83 Waschgängen sollte die Packung nun – zum selben Preis – für 88 Waschgänge reichen. Beworben wurde das mit einem Deutschland-Fußball-Trikot mit der aufgedruckten Nummer „88“, wie jeder aufrechte Antifaschist bezeugen kann dem verachtungswürdigen Symbol für „Heil Hitler“! Procter & Gamble hat nun die Auslieferung dieser faschistischen Mogelpackung eingestellt, hoffentlich gelangen nicht noch ein paar Restbestände in den Läden in die falschen Hände! Ich sehe es förmlich vor mir: Ein geheimer Kellerverschlag, neben dem Hitlerbild und der Hitlerbüste die Reichskriegsflagge, ein signiertes Exemplar von „Mein Kampf“ und eine Packung Ariel. Schauderhaft!

10 Antworten zu “Sonntagssplitter

  1. Pingback: Wochenrückblick 20/2014 | dagarser

  2. Da bei der Bundeshymne schon die Töchter eingefügt wurden,könnte man sie
    ja auch auf :
    Zukunftsreich das Land der Hämmer
    und das Land der schwulen Sänger………………eventuell ändern…………..

  3. Mir ist schlecht!

  4. In meiner Familie haben nach dem Sieg der singenden Schwuchtel alle
    nur ungläubig den Kopf geschüttelt – das darf doch nicht wahr sein – waren
    die Reaktionen.

  5. Weit sind wir gekommen! Eine betagt Trafikantin greift Räuber tätlich an. Die Justiz wird ihr dafür schon die Rechnung präsentieren. Wollen wir wetten ?

  6. Diese „Zeitung“ sollte sofort ihren Namen ändern auf : „ÖSTERARM“.
    Nachsatz :
    Schwule singen beim Song Contest,
    hier im Land fast kein Protest !

    Die Schwuchteln sind derzeit „in“.Ein Albtraum – das war der Abgesang
    auf Europa.

  7. Pingback: Sonntagssplitter | GunNews

  8. …..ja, und ich habe mir heute morgens auch eine Kopie von „Österreich“ mitgenommen!
    Der Grund: Es gibt darinnen ein Poster unseres singenden Helden.
    Den hänge ich mir jetzt über mein Bett, für den Fall, dass das Wetter weiter so kalt bleibt – Heizkosten sparen….

  9. Ich hoffe, die brutale Trafikantin bekommt eine Verhandlung wegen Notwehrüberschreitung! So geht’s ja nun auch nicht!

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