Wider das Vergessen!

???????????????????????????????Am Montag hat der Chefredakteur des Gratisblattes „Heute“, Christian Nusser, offensichtlich noch ganz enthusiasmiert vom sonntäglichen Konzert des/der Conchita Wurst auf dem Wiener Ballhausplatz das Editorial seiner „Zeitung“ verfaßt, neben dem üblichen (und mittlerweile auch schon recht abgedroschenen) Toleranzgeschwafel hat er aber auch noch eine politische „Botschaft“ in sein Geschreibsel verpackt, ich muß gestehen, daß er damit bei mir einen Nerv getroffen hat. Aber wahrscheinlich nicht so, wie er es sich gewünscht bzw. vorgestellt hat.

Mit unverhohlener Schadenfreude setzt Nusser dabei den Transvestitengesang mit der kommenden Europawahl in Relation, diesen gewagten Brückenschlag formuliert er wie folgt:

(…) Nebenbei bemerkt: Seit einer Woche spricht in diesem Land niemand mehr von Hypo-Krise und Wut-Bürgertum. Erleben wir am Sonntag doch keine Denkzettelwahl? Weil wir doch stolz sind auf unser Österreich? Das wäre originell: der Song Contest als Strache-Bremse.

Traurig dabei: Nusser hat(te) damit gar nicht so unrecht, die kollektive (aufgezwungene) Begeisterung über den Song-Contest-Triumph des bärtigen Ladyboys hat zumindest eine Zeitlang die mediale Aufmerksamkeit  von den Skandälchen und Skandalen der österreichischen Politik abgelenkt.

Die laufende Budget-Debatte im Nationalrat hat zwar mittlerweile wieder ein wenig den politischen Alltag einkehren lassen, bevor aber die Wähler womöglich doch noch – wie von Herrn Nusser erhofft – vergessen, wo die wahren politischen Katastrophen beheimatet sind bringe ich hier, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, ein paar Dinge die einen vielleicht nicht zum „Wut-Bürger“ machen – verdammt wütend aber sehr wohl! Einige Fakten wider das Vergessen:

  • Lange brauchen wir nicht zurückzugehen, um gleich einen ganz großen Skandal in dieser Republik in Erinnerung rufen zu können – das wundersame „Budgetloch“.  Vor den Nationalratswahlen im Vorjahr praktisch nicht vorhanden, brachte erst ein „Kassensturz“ nach der Wahl dieses hinterhältige Loch ans Tageslicht, auch wenn wohl noch immer nicht klar ist ob die Höhe des Fehlbetrags nun 40, 24 oder 8 Milliarden (!) Euro beträgt.  Es ist unfaßbar, für derartige Inkompetenz würde wohl in jedem Kleingartenverein der Kassier von den Kassenprüfern gelyncht!
  • Hauptschuld an diesem Rekorddefizit sollen – den rot-schwarzen Blutsbrüdern zufolge – die Bankgeschäfte eines unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommenen Landeshauptmannes gewesen sein. Stimmt teilweise, da ist damals nicht alles mit rechten Dingen zugegangen. Besagter Landeshauptmann hat die betreffende Bank aber wenigstens noch verkaufen können, wohingegen ein unter wenig mysteriösen Umständen nun im Raiffeisen-Vorstand sitzender Ex-Vizekanzler und Ex-Finanzminister diese Bank mit allen Haftungen und ohne zwingende Not wieder ins Eigentum der Republik zurückgekauft hat. Der eine stirbt am Straßenrand, der and’re sitzt im Bankvorstand …
  • Halbwegs ausgewogene Finanzen sind natürlich irrsinnig wichtig, es gibt aber auch abseits der finanziellen Probleme unseres Landes noch Dinge, die einem die Haare zu Berge stehen lassen und die von den uns regierenden nicht nur geduldet, sondern zum Teil auch aktiv gefördert werden: Die Rede ist hier von den Angriffen vermummter Gewalttäter auf die rechtsstaatliche Ordnung, seien es die Ausschreitungen rund um den Akademikerball oder – erst jüngst – die Tumulte am Rande der Demonstration der „Identitären“ durch Gegner dieser Veranstaltung. Was daran aber der eigentliche Skandal ist ist die Tatsache, daß diese Terroristen nicht nur zum Teil relativ ungestört ihrem „Tagwerk“ nachgehen konnten, sondern von gewissen politischen Parteien noch dazu ideell wie finanziell dabei unterstützt wurden (und womöglich noch immer werden). Da hängt ein Hauch von Bürgerkrieg in der Luft …

Nur drei Beispiele von vielen, würde ich hier alles niederschreiben das mir einfällt, dann wäre ich womöglich bis zu den nächsten EU-Wahlen noch nicht fertig!

Dem „Heute“-Chefredakteur Nusser muß ich aber schon noch eines sagen: Ich hoffe doch sehr stark, daß wir am kommenden Sonntag eine „Denkzettelwahl“ erleben werden! Und zwar ganz genau, weil wir „stolz sind auf unser Österreich“!

Weil wir wissen, daß wir von ÖVP und SPÖ verkauft werden, weil die GRÜNEN sowieso alles andere als Patrioten sind, weil die anderen wahlwerbenden Parteien mit einer Ausnahme keine Alternative sind – deswegen werden wir diese Europawahl zur „Denkzettelwahl“ machen und eben diese „Ausnahme“ so gestärkt nach Brüssel schicken, daß an der FPÖ kein Weg mehr vorbei führt!

Wäre das nicht originell? Ein „Heute“-Editorial als Strache-Booster?

Wenn übrigens ein Blatt wie „Heute“ ganz ungeniert Stimmung gegen eine Partei macht, dann habe ich keinerlei Skrupel meinerseits Werbung eben für genau diese Partei zu bringen. Im Gegensatz zu „Heute“ werde ich allerdings nicht mit Inseraten bestochen, ich mache das aus Überzeugung und ich mache es gerne!

Die FPÖ hat eine sehr gute Kurzdokumentation zum Thema „Österreich und die EU“ gestaltet, der genaue Titel lautet „Demokratie unter Druck – Wie die EU Staaten und Bürger entmachtet“. Sehenswert, meines Erachtens sind das gut investierte 20 Minuten:

8 Antworten zu “Wider das Vergessen!

  1. Pingback: Wochenrückblick 21/2014 | dagarser

  2. FAZ
    ………..Bei der Europawahl zeichnet sich die erste Überraschung ab. Prognosen aus den Niederlanden zufolge wurde dort die europakritische Freiheitspartei des Rechtspopulisten Geert Wilders nach deutlichen Verlusten wohl nur viertstärkste Kraft
    -Letzte Umfragen (Pollwatch und TNS Opinion) sehen derzeit die EVP mit 217 Mandaten als stärkste Fraktion im Parlament, gefolgt von den Sozialdemokraten (S&D) mit 199 bis 201 Abgeordneten.

    Neue Zürcher Zeitung:
    Erste Prognosen
    Niederlage für Rechtpopulisten in den Niederlanden
    (ap) Die Europawahl beginnt mit einer faustdicken Überraschung: Die Partei des rechtspopulistischen Niederländers Geert Wilders muss Prognosen zufolge eine herbe Niederlage hinnehmen.
    Bei der EU-Parlamentswahl in den Niederlanden deutet sich eine überraschende Schlappe für den Rechtspopulisten Geert Wilders an. Nach Schliessung der Wahllokale veröffentlichte der Sender NSO eine Prognose, die seine antieuropäische Partei für die Freiheit (PVV) mit 12,2 Prozent auf Platz vier sieht. Bei der letzten Wahl vor fünf Jahren lag deren Ergebnis noch bei 17 Prozent.
    Als grosser Gewinner dürfte hingegen die proeuropäische linksliberale Partei D66 aus der Wahl hervorgehen. Auf sie entfielen laut der Prognose des Ipsos-Instituts 15,6 Prozent der Stimmen. Zugewinne verbuchte auch die Sozialistische Partei (SP), die nach 7,1 bei der Wahl 2009 diesmal zehn Prozent bekam.

    Ich fürchte, auch in unserem Lande werden die Wähler den aufgetischten Lügengeschichten Glauben schenken!

  3. Ja – in drei Tagen ist es nun soweit,
    wir von der IWÖ – wir sind bereit.
    Für unsere Freiheit
    sind wir eine Einheit.

  4. …der nicht zur Wahl geht und nicht FPÖ wählt, ist selbst schuld wenn wir weiter in Richtung Chaos gehen….

  5. Habe schon gebriefwählt.

  6. In drei Tagen ist es soweit. Für unsere Freiheit sollten wir zur Wahl gehen.

  7. Pingback: Wider das Vergessen! | GunNews

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