Zwei Paar Schuhe

In den USA ist es vor einigen Tagen wieder einmal zu einem Mehrfachmord gekommen, ein 22jähriger hat zunächst 3 Menschen erstochen, später dann noch weitere 3 erschossen sowie zahlreiche weitere Personen auf verschiedene Arten teilweise schwer verletzt. Der Täter selbst beging anschließend wohl Selbstmord („Isla Vista Killings„). Zweifellos eine Tragödie, wie gewohnt versuchen aber wieder gewissenlose Hyänen den Schmerz der Hinterbliebenen eiskalt für ihre politischen Zwecke auszunutzen.

So hat etwa die sattsam bekannte Senatorin Dianne Feinstein wieder einmal ihren notorischen Beißreflex gegen die NRA zum Besten gegeben, wie solche Ratten eben stets zu solchen Anlässen aus ihren Löchern zu kriechen pflegen und sich von dem ernähren, was als Abfall übrigbleibt. Widerlich, aber das kennt man ja mittlerweile und weiß, was man davon zu halten hat.

Derartige Demagogen sollte man also ignorieren, sie haben auch überhaupt keine Berechtigung sich anläßlich solcher Tragödien zu Wort zu melden. Wenn, dann dürfen das die tatsächlich betroffenen Personen tun, die Opfer oder deren Angehörige bzw. Hinterbliebene also – denen kann man dieses Recht schwerlich absprechen.

Bedenklich wird es nur, wenn derartige Opfer dieses Recht dahingehend mißbrauchen, anderen Menschen ihre Bürgerrechte, etwa jenes auf Waffenbesitz, abzusprechen – das geht zu weit, bei allem Verständnis für den Schmerz der Opfer muß man dennoch sehen, daß man deshalb andere Menschen nicht in ihren Bürgerrechten einschränken darf!

Genau dazu hat sich aber anläßlich des eingangs zitierten Falls der Vater eines der Opfer hinreißen lassen, Richard Martinez hat die NRA und waffenfreundliche Politiker beschimpft und vom Kongreß „immediate action“, also sofortiges Handeln, bezüglich strengerer Waffengesetze gefordert.

Dazu habe ich im Internet einen offenen Brief gefunden, sehr gut von einem gewissen Joe „ThePlumber“ Wurzelbacher geschrieben:

I’m not talking here about the three tragic murders Rodger committed by stabbing before his driving and shooting spree; I speak now only to the families of the gunshot victims in Santa Barbara:

It’s a tragedy.

I am sorry you lost your child. I myself have a son and daughter and the one thing I never want to go through, is what you are going through now. But:

As harsh as this sounds – your dead kids don’t trump my Constitutional rights.

Richard Martinez, whose son (Christopher) was among the murdered, choked back tears at a news conference, blaming politicians the next day: “The talk about gun rights. What about Chris’ right to live?” Martinez said – and much more.

There are no critical words for a grieving father. He can say whatever he wants and blame whoever he’d like – it’s okay by me. You can’t take a step in his shoes – at least I can’t.

But the words and images of Mr. Martinez blaming “the proliferation of guns”, lobbyists, politicians, etc.; will be exploited by gun-grab extremists as are all tragedies involving gun violence and the mentally ill by the anti-Second Amendment Left.

As a father, husband and a man, it is my responsibility to protect my family. I will stand up for that right vehemently. Please believe me, as a father I share your grief and I will pray for you and your family, as I do whenever I hear about senseless tragedies such as this.

We still have the Right to Bear Arms and I intend to continue to speak out for that right, and against those who would restrict it – even in the face of this horrible incident by this sad and insane individual. I almost said “Obama Voter” but I’m waiting for it to be official.

I noticed the mainstream media have stopped the practice of immediately reporting the psycho maniac is a conservative Tea Party Republican Christian. Guess they’re sick of having to hide being wrong every time when it comes out the whacko votes Democrat?

Mr. Martinez and anyone calling for more restrictions on American’s rights need to back off and stop playing into the hands of the folks who merely capitalize on these horrific events for their own political ends.

They don’t care about your family or  your dead children at all. They sound like they do, whereas I sound uncaring and like I say, harsh. Don’t be fooled – I care about your family and mine. The future of our very liberty lies in the balance of this fight.

In conclusion, I cannot begin to imagine the pain you are going through, having had your child taken away from you. However, any feelings you have toward my rights being taken away from me, lose those.

Sincerely;

Samuel Joseph Wurzelbacher

PS: To the parents of Elliot Rodger’s stabbing victims: I’m very sorry for your loss. I’m sick to death every damn time I turn around and some poor soul with obvious violent mental sickness is allowed to exact this kind of pain on a family.

Elliot Rodger deserved help, yes – but your child deserved so much more. I’m very sorry and sad for you.

(Ich spreche hier nicht über die tragischen drei Morde, die Rodger vor seinen Gewalttaten mit dem Auto und seiner Schußwaffe mit dem Messer verübt hat; meine Worte richten sich allein an die Familien der Schußwaffenopfer von Santa Barbara:

Es ist eine Tragödie.

Es tut mir leid, daß Sie Ihr Kind verloren haben! Ich selbst habe einen Sohn und eine Tochter, das, was Sie gerade durchmachen müssen ist das, das ich selbst nie durchmachen möchte. Aber:

So hart das auch klingen mag – Ihre toten Kinder stechen meine verfassungsmäßigen Rechte nicht aus!

Richard Martinez, dessen Sohn Christopher eines der Mordopfer war, kämpfte am nächsten Tag bei einer Pressekonferenz mit den Tränen und machte  den Politikern Vorwürfe: „Dieses Gerede um das Recht auf Waffenbesitz. Was ist mit Chris‘ Recht auf sein Leben?“, sagte Martinez – und noch viel mehr.

Es gibt hier keine kritischen Worte gegen einen trauernden Vater. Er kann sagen was immer er will, er kann die Schuld geben wem immer er will – das soll mir recht sein. Man kann sich nicht vorstellen, was in ihm vorgeht – ich kann das jedenfalls nicht.

Aber die Worte und der Auftritt von Herrn Martinez, wo er „den Wildwuchs an Waffen“ beklagt und Politiker und Lobbyisten beschuldigt etc.; all das wird von Waffenverbotsfanatikern ausgeschlachtet werden, so wie das bei allen Tragödien mit Schußwaffenbezug und der Verstrickung geisteskranker Menschen durch die linken Gegner des Second Amendment vorexerziert wird.

Als Vater, als Ehemann und als Mann ist es meine Pflicht, meine Familie zu beschützen. Das Recht dazu habe ich, dafür werde ich mich auch weiterhin mit aller Kraft einsetzen. Bitte glauben Sie mir, als Vater teile ich Ihren Schmerz und ich werde für Sie und Ihre Familie beten, so wie ich es stets tue wenn ich von derartigen sinnlosen Tragödien erfahre.

Noch haben wir aber das Recht, Waffen zu führen, und ich werde mich auch weiterhin für dieses Recht aussprechen, ich werde mich gegen jene aussprechen, die dieses Recht beschneiden möchten – selbst im Angesicht dieses schrecklichen Vorfalls, der durch dieses elende, geisteskranke Individuum begangen wurde. Fast hätte ich ja „Obama-Wähler“ gesagt, aber warten wir noch ab bis es offiziell ist …

Mir ist jedenfalls aufgefallen daß die Systempresse damit aufgehört hat, jeden psychotischen Irren gleich als konservativen, christlichen und republikanischen Tea-Party-Anhänger abzustempeln. Wahrscheinlich ist es ihnen schon zu blöd geworden, jedesmal ihren Irrtum verbergen zu müssen wenn sich herausstellt, daß der Psychopath die Demokraten gewählt hat.

Herr Martinez und alle anderen, die die Rechte der amerikanischen Bürger beschneiden möchten, sollen sich zurücknehmen und damit aufhören jenen in die Hände zu spielen, die diese schrecklichen Vorfälle nur für ihre eigenen politischen Ziele ausschlachten wollen!

Die interessieren sich nämlich nicht für Ihre Familie, Ihre toten Kinder kümmern sie auch nicht. Sie klingen zwar, als ob es so wäre, wohingegen ich mich so anhöre als wäre es mir egal oder ich sei – wie ich zuvor sagte – hart. Aber lassen Sie sich nicht täuschen – mir liegt Ihre Familie am Herzen, ebenso wie meine. Nicht weniger als die Zukunft unser aller Freiheit steht hier auf dem Spiel!

Zusammenfassend: Ich kann mir den Schmerz, den Sie ob des Verlusts Ihres Kindes fühlen müssen, nicht vorstellen. Wenn Sie allerdings meinen, daß man mir deshalb meine Rechte wegnehmen sollte – vergessen Sie das ganz schnell wieder!

Aufrichtig

Samuel Joseph Wurzelbacher

P.S.: An die Eltern jener Opfer, die von Elliot Rodger erstochen wurden: Mir tut Ihr Verlust unendlich leid! Es tut mir jedesmal in der Seele weh wenn ich sehen muß, daß irgendein armer Teufel mit offensichtlichen psychischen Problemen dazu fähig war, einer Familie derartiges Leid zuzufügen.

Es stimmt, Elliot Rodger hätte Hilfe verdient gehabt – Ihr Kind aber hätte noch viel, viel mehr verdient! Sie haben mein Mitgefühl!) (Übersetzung © dagarser)

As harsh as this sounds – your dead kids don’t trump my Constitutional rights. Das ist der Kernsatz dieses offenen Briefes, diesem Satz stimme ich vollinhaltlich zu!

Bei allem Verständnis für den Schmerz und das Leid der Opfer – ich habe damit nichts zu tun, ich habe das nicht verursacht und habe auch nicht vor, jemals so etwas zu verursachen! Weshalb also, mit welcher Berechtigung, sollten meine Bürgerrechte aus einem solchen Anlaß heraus eingeschränkt, womöglich sogar abgeschafft, werden? Das kann’s nicht sein!

Nein, die Verzweiflung von Verbrechensopfern und die Bürgerrechte gesetzestreuer Bürger, die halt auch Waffenbesitzer sind, sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe! Wer einem etwas anderes einreden möchte, der ist entweder blind vor Schmerz oder ein übler Volksverhetzer. In 99 von 100 Fällen (vorsichtig geschätzt) trifft letzteres zu.

6 Antworten zu “Zwei Paar Schuhe

  1. Interessant ist auch wie selektiv die Wahrnehmung der Massenmedien ist. Wenn ein Massaker mit einem einfachen Messer angerichtet wird dann spricht man nicht von Amok sondern von Streit.
    http://volkert.caliber-corner.de/2014/05/30/usa-amok-china-streit/

  2. Pingback: Wochenrückblick 22/2014 | dagarser

  3. Gerade die Krone wird das nie bringen.

  4. ….wie gehabt.
    Mein Kernsatz daraus ist allerdings: Nicht weniger als die Zukunft unsere Freiheit steht hier auf dem Spiel!
    Genau diese Freiheit wollen gewisse Kreise nicht und bisher standen ihren Plänen bewaffnete Bürger entgegen.
    Mit dieser Salamitaktik, die öffentliche Meinung durch öfters wiederkehrende „False flag Operations“ zu beeinflussen, erhoffen sie sich, ihr Ziel zu erreichen.

  5. Ernest Wimmer

    Diesen Brief müßte man der“ Krone“ zuspielen und hoffen,daß er veröffentlicht wird………….Man wird ja noch träumen dürfen?

  6. Pingback: Zwei Paar Schuhe | GunNews

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