Spenden in der Not

Ich kann mich noch gut erinnern, meine selige Großmutter hatte ein großes Herz, besonders auch für Tiere. Im Laufe des Jahres sind mit der Post etliche Tierschutzkalender, -postkarten und ähnliches Graffelwerk gekommen, immer natürlich mit einem Zahlschein versehen und der Aufforderung, wenn möglich neben dem „Unkostenbeitrag“ für diese unverlangt zugesendeten Machwerke auch noch eine zusätzliche Spende locker zu machen.

Die Oma hat das auch gemacht, teilweise hat sie mich mit den Erlagscheinen auf die Post geschickt und ich habe mir – einfältiges Kind, das ich damals war – nicht viel dabei gedacht. Später dann, als ich mir schon etwas mehr Gedanken über die Zusammenhänge gemacht habe, war ich von diesen Zusendungen und den damit in Zusammenhang stehenden Zahlungen nicht mehr wirklich begeistert, ich habe hinterfragt, ob es denn wirklich sinnvoll sein kann für unverlangt zugesendete Ware einen „Unkostenbeitrag“, geschweige denn eine „Spende“, zu bezahlen.

Das hat meine Oma aber nicht weiter beeindruckt, „die tun doch so viel für die armen Tiere“, „die Kalender sind doch so schön“, und überhaupt sei ich ein – schon damals jagdaffiner – „Grobian“. Kurz: Sie hat das Zeug bis zu ihrem Tod weiter bezogen und bezahlt.

Nach dem Ableben meiner Großmutter sind diese unverlangten Zusendungen natürlich auch weiterhin im Postkasten gelegen, anfangs habe ich sie noch mit dem Vermerk „Empfänger verstorben“ zurückgeschickt, nachdem das aber immer wieder gekommen ist sind sie im Laufe der Zeit aber den Weg aller Bettelbriefe gegangen – direkt ins Altpapier!

Aus meinem Bekanntenkreis kenne ich dieses Problem übrigens auch, entweder hat man selbst einmal (in geistiger Umnachtung?) irgendeine Petition des Tierschutzvereins, des WWF oder ähnlicher Organisationen unterschrieben, oder aber man hat das alles im wahrsten Sinne des Wortes „geerbt“ – jedenfalls ist das nur noch lästig!

Damit ich richtig verstanden werde: Mir liegt der Tierschutz sehr am Herzen! Im Zweifelsfall kaufe ich im Supermarkt Eier von Hühnern aus Freilandhaltung (idR kaufe ich sie aber direkt beim Bauern), ich unterstütze artgerechte Tierhaltung wo ich nur kann, meinethalber muß kein Tier bei irgendwelchen Kosmetiktests sein Leben lassen – diese Liste ließe sich noch fortsetzen, wozu aber?

Das heißt: Eine Sache gibt es da noch, wo ich im Dienste des Tierschutzes unterwegs bin – die Jagd! Die Jagd ist der ultimative Tierschutz, die ultimative Nahrungsmittelproduktion, das ultimative Verstehen der Zusammenhänge der Natur!

Das ist mein Wissen, das ist meine Überzeugung, das kann ich jederzeit unterschreiben! Wenn nun allerdings ein sogenannter „Tierschutzverein“, nämlich der „Österreichische Tierschutzverein“, zusammen mit einer sektenähnlichen Bande wie einer „Initiative zur Abschaffung der Jagd“ online eine „Österreichweite Meldestelle für Jagdmissstände“ betreibt, wenn in dieser „Meldestelle“ jeder Dreck „dokumentiert“ und als wahr ausgegeben wird – dann kann ich einem solchen Verein nicht mehr neutral gegenüberstehen, dann muß ich ganz klar feststellen: Das sind meine Feinde!

Und deshalb sage ich ganz deutlich: Wer dem „Österreichischen Tierschutzverein“ etwas spendet oder abkauft, der unterstützt damit auch die Gegner der wahren Tierschützer, jene der Jäger nämlich!

In der Not soll man spenden, das ist grundsätzlich richtig. Solche Jagdgegner brauchten aber am dringendsten Hirn – und das kann man, meines Wissens, nicht spenden.

Abschließend noch: Wer den Tierschutz unterstützen möchte, der soll Jäger werden. Oder dem Jäger Wildbret abkaufen. Oder die Jagd sonstwie aktiv unterstützen.

Kalender mit herzigen Katzifotos kaufen unterstützt bestenfalls die Betroffenheitsindustrie!

6 Antworten zu “Spenden in der Not

  1. Pingback: Wochenrückblick 23/2014 | dagarser

  2. Alles, wo Idiotologie äh Ideologie und Appell an Gutmenschentum im Spiel ist (Haustiere haben eine Seele, und die verfressene Hauskatze ist mehr wert als der von ihr gerissene Bodenbrüter) fällt in dieser verblödeten Spaß-Wurst-Gesellschaft auf fruchtbaren Boden. Selbst denken ist in der EU nicht mehr gewünscht. Brot und Spiele und ein wehrloses Volk, das sich als billiges Pferd vor den Karren spannen läßt und mit der Rente mit 70 zum Abdecker gekarrt werden kann (siehe Animal Farm von George Orwell).
    Da passen auch diese Bettelbriefe gut in den Kontext …

  3. Gegen Dummheit gibts keine Medikamente, so ein alter Spruch. Er beweist sich wieder. Keine Ahnung aber dagegen sein ist die Devise ! Wie der gute Schwertfisch schreibt, die könntren sich um so viele viel wichtigere weil ungesunde Vorkommnisse in der industriellen Tierhaltung kümmern. Aber Katzen sind ja eine bedrohte Tierart !

  4. So ein Artikel in einer der Jagdzeitschriften würde der Jagd mehr nützen als Kochrezepte und Autotests.

  5. ….als Jäger hauptsächlich Wild zu essen, ist logisch. Es ist gut, schmeckt gut und ist noch gesund – entgegen dem Abfall aus der Massentierhaltung. Wer das noch nicht begriffen hat, dem ist nicht zu helfen. Diese beruflichen „Tierschützer“ hätten viel zu tun in diesem Bereich – aber dafür sind die ja gar nicht da! Sie haben einen gut bezahlten Job, mit dem Versenden von Ablassbriefen. Die zahlenden Dummerchen sind ja sooooo guuuut. Bei Kaffee und Kuchen kann man damit Beifall ernten – von anderen Dummerchen.
    Die Jagd zu verunglimpfen ist dabei teil des Ganzen.
    Das Geschäftsprinzip ist der Mafia ähnlich……

  6. Pingback: Spenden in der Not | GunNews

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