Etwas ist faul im Staate Österreich

Ich weiß schon – „etwas“ ist eine Untertreibung und „faul“ eine Verniedlichung, tatsächlich hat die Anzahl der weit über den Himmel hinaus stinkenden Mißstände in unserem Land schon längst ein unerträgliches Ausmaß angenommen. Nein, das „faul“ im Titel habe ich nur gewählt, weil es so schön zum Buttersäure-Attentat auf die „Grünen“-EU-Abgeordnete Ulrike Lunacek paßt!

Was ist geschehen: Am Samstag hat in Wien wieder einmal die sogenannte „Regenbogenparade“ entlang der Ringstraße stattgefunden, eine Veranstaltung, bei der Manderln, die Manderln lieben, Weiberln, die Weiberln lieben und „weiß nichts“, die „weiß nichts“ lieben dafür demonstrieren, daß Manderln Manderln, Weiberln Weiberln und „weiß nichts“ „weiß nichts“ lieben dürfen. Soll sein, es ist – so hört man – „der wichtigste Event der Lesben-, Schwulen- und Transgender-Bewegung“. Na da gratuliere ich doch recht herzlich!

Von mir aus soll demonstrieren wer mag, mich interessiert höchstens mit wieviel Steuergeld dieser ach so wichtige „Event“ gefördert wurde – wenig wird’s schon nicht gewesen sein, aber die Wiener wollten ja so gerne rot-grün haben und jetzt haben sie’s eben, da braucht man sich nicht zu wundern wenn so etwas dabei rauskommt.

Mich bekämen jedenfalls keine 10 Pferde nur in die Nähe einer solchen Veranstaltung, mich interessiert nicht, was die Leute bei sich zu Hause machen und noch viel weniger interessiert es mich, was sie offener Straße miteinander anstellen – und für die etwas unvorsichtigeren unter ihnen sammeln wir dann ja wieder nächstes Jahr am „Life Ball“, nicht wahr? Wie gesagt, ohne mich.

Wer aber sehr wohl dort war, das ist die „Grüne“ EU-Abgeordnete Ulrike Lunacek, angeblich in einschlägigen Kreisen auch als „Jack Luna“ bekannt. Lunacek war die erste offen lesbische Politikerin im österreichischen Nationalrat (na da werden die Eltern aber stolz gewesen sein …) und auch im Europaparlament ist sie als Co-Präsidentin der LGBT-Intergruppe („Working for the rights of lesbian, gay, bisexual and trans people in the European Parliament„, das gibt’s wirklich!) sehr aktiv für ihr Gehalt.

Das ist alles legitim, sympathisch muß es einem ja nicht sein. Was aber nicht sein darf, das ist daß irgendein Irrer bei dieser „Regenbogenparade“ einfach mit Buttersäure um sich schmeißt, bzw. diese gezielt auf einen Menschen schleudert – und genau das ist Ulrike Lunacek passiert!

Das ist selbstverständlich eine höchst unzulässige Art der Meinungsäußerung, auch wenn ich nicht verhehlen will daß ich, als ich diese Nachricht zum ersten mal gehört habe, ein sehr breites Grinsen nicht unterdrücken konnte – sollte es jemandem noch nicht aufgefallen sein, ich kann mit dieser Frau absolut nichts anfangen. Trotzdem bin ich froh, daß Lunacek bei diesem Angriff nicht verletzt wurde. Zumal sie sich dann wohl als eine Art „Märtyrerin“ präsentiert hätte …

Nochmals: Ein solches Verhalten ist nicht zu tolerieren, wer kommt bei einer Demonstration auf den Gedanken, andere Menschen (möglicherweise) zu verletzen? – Doch halt! Entwickelt sich nicht gerade in Österreich so etwas wie eine „Demonstrationsunkultur“? Marodierende, gewaltbereite Horden die sich aufmachen, friedliche Demonstrationszüge zu stören, um nicht zu sagen aufzureiben? Und wurden nicht in der jüngsten Vergangenheit derartige Umtriebe auch genau von der Partei der Frau Lunacek, den „Grünen“ also, ideologisch und logistisch gefördert? – Stichwort „NOWKR“, siehe bspw. hier!

Dürfen sich die „Grünen“ also wundern, wenn sie von ihrer eigenen Medizin zu schlucken bekommen? Wenn sie im Klima des Hasses, den sie selbst gesät haben, zu Schaden kommen? Nein, „Wunder“ wäre das beileibe keines!

Wie aber kommentiert Ulrike Lunacek diesen Zwischenfall? „Die Presse“ zitiert sie wie folgt:

(…) Es habe sehr gestunken, schilderte sie den Zwischenfall. Solche Einzelfälle würden zeigen, dass auch in Österreich nicht nur für Toleranz, sondern auch für Akzeptanz und Respekt gekämpft werden müsse. „Wir müssen denjenigen, die Angst und Hass streuen, ein klares Nein sagen“, betonte sie. Homosexuelle und Transgenderpersonen müssten sichtbar zu ihrer Gesinnung stehen und selbst Angst abbauen, um zu zeigen, dass sie nicht nur Teil der Gesellschaft seien, sondern auch Mittelpunkt dieser. „Und niemand wird uns daraus mehr vertreiben“, sagte sie.

Und wenn ich einen derartigen Unsinn lese, dann platzt mir jetzt einmal der Kragen: Nein, Frau Lunacek! Homosexuelle und Transgenderpersonen (was immer das sein mag) sind ganz sicher nicht der „Mittelpunkt der Gesellschaft“! „Mittelpunkt der Gesellschaft“ sind all jene Menschen, die sich nicht durch ihr Verhalten und ihre Taten selbst außerhalb der Gesellschaft stellen! Und zwar völlig ungeachtet der sexuellen Orientierung oder Ausrichtung!

Es ist weiß Gott nicht so, daß all jene, die ganz normal heterosexuell sind, plötzlich aus dem „Mittelpunkt der Gesellschaft“ vertrieben würden. Denn noch stellen diese Menschen die Mehrheit dar, und das ist auch verdammt gut so: Wenn es nur noch Warme gibt, dann stirbt die Menschheit nämlich aus!

In der „Mitte der Gesellschaft“ ist viel Platz, den kann man sich wunderbar teilen. Idealerweise kann man aber sehr gut zusammenleben ohne ständig allen anderen ungefragt erzählen zu müssen, mit wem oder was man bevorzugt ins Bett steigt. Das ist doch nicht so schwer.

Wer den „Mittelpunkt der Gesellschaft“ für eine bestimmte Bevölkerungsgruppe vereinnahmt und den Aufenthalt für alle anderen dort somit verunmöglicht – der/die/dasjenige „streut Angst und Hass“. Und darf sich dann nicht wundern, wenn er/sie/es auch die Ernte einfährt.

17 Antworten zu “Etwas ist faul im Staate Österreich

  1. Pingback: Wochenrückblick 25/2014 | dagarser

  2. Herzlich Willkommen auf der Internetpräsenz der GayCopsAustria – Schwule und Lesben in der Polizei.
    „Wir sind Lesben, Schwule und Transgender die im Polizeidienst stehen und engagieren uns seit 2005 als Initiative, seit 2007 als Verein dafür, dass der Umgang mit diesem Thema sowohl innerhalb der Polizei, als auch im täglichen BürgerInnenkontakt konfliktfreier wird.
    Wir wollen sowohl nach innen als auch nach außen ein positives Selbstbild transportieren und Vorurteilen konstruktiv entgegentreten.
    Dadurch tragen wir dazu bei, den Umgang mit dem Thema „Homosexualität und Transgender“ in der Polizei zu verbessern.
    Ein Schwuler oder eine Lesbe in der Polizei soll im KollegInnenkreis nicht als Besonderheit angesehen werden! Berührungsängste wollen wir gezielt abbauen, denn wir machen unsere Arbeit genauso gut, wie jede/r Andere/r im Polizeidienst auch.“
    Quelle: BMI-http://gaycopsaustria.at/new/
    Also, warum soll es dann nicht auch eine bekennende Lesbe im Dienste Österreichs und der Grünen geben, der ein eigenartiger Geruch anhaftet.
    Und überhaupt, schwimmt nicht ständig gegen den Strom, seid tolerant und menschenfreundlich, eure hinter- und sonstwie ladenden guten Mitmenschen werden es euch danken!!!!

    • …und tolle Kugelschreiber verteilt ihr auch – ich habe zwei – die funktionieren immer noch….na gut: Gaudi muß auch sein…

    • Frage: muß ich mich von einer Polizeischwuchtel leibesvisitieren lassen oder kann ich darauf bestehen, daß mich eine Polizeilesbe untersucht? Eine Antwort vom BMI wäre angebracht.

      • Die Frage bringt mich zum Lachen (ich hab ja in diese Richtung noch gar nicht gedacht)- aber geklärt sollte diese Frage des-r „Abtasters/in“ doch werden!!! Ich für meinen Teil aber möchte möglichst sanft von einer weiblichen Beamtin- sie kann auch Lesbe sein einer Personsdurchsuchung unterzogen werden.
        Nur glaube ich aber, dass mangels Humor diese brennende Frage vom BMI nicht beantwortet werden wird.

        • Dabei wären da so viele Fragen offen! Wen dürfen „Transgender-Polizisten“ durchsuchen? Alle? Keinen? Nur die selbst „Orientierungslosen“? Darf ich einen Polizisten vor der Leibesvisitierung sicherheitshalber auf dessen äußere Geschlechtsmerkmale untersuchen – damit da ja kein Fehler passiert? Wie ist die korrekte Anrede bei Transgender – Polizist_Innen (oder so)? – Herr/Frau/Ding Inspektor?

          Wieso fällt mir dauernd der Sinowatz ein?

  3. Berlin hat einen schwulen Bürgermeister.Österreich hat eine lesbische
    EU-Abgeordnete die auch noch Co-Präsidentin der LGBT -Intergruppe
    ist.Die Au0enseiter wollen zeigen,dass sie nicht nur ein Teil der Gesellschaft,
    sondern auch „Mittelpunkt“ dieser seien – wie bei der Mr.Gay Europa Wahl
    in Bregenz und der Regenbogenparade in Wien.Eine Anmaßung dieser
    Minderheit.Toleranz ja – aber Respekt ?
    Noch stehen die „normalen“ Menschen im Mittelpunkt der Gesellschaft
    und das wird sich nicht ändern.

  4. also, aus meiner Sicht, stinkt die „Frau? Luna“ Lunacek auch ohne Buttersäure nach …..
    Erwähnenswert ist „dieoderder“ auf keinen Fall.
    Solche Beiträge lese ich nicht gerne.

  5. ….oder sollte man, bei alljährlichen Leistungsschau des BH eine „Nackparade“ in Regenbogenfarben und „Bodypainting“ halb Tarnfarbe, halb Regenbogenfarben für Panzer abhalten?
    Ich glaube dann würde Geld nur so fließen….na und so halt….

  6. Könnte das vielleicht eine „false flag“ Aktion gewesen sein, um mehr Medienaufmerksamkeit zu generieren?

    • Ja genau! ich denke da an einen „Agent Provokateur“! Wäre ja auch nicht das erste Mal! Und bis jetzt ist ja auch immer die Gewalt von links ausgegangen! Auch das haben wir bereits zur Genüge kennen lernen müssen!

  7. …..ich habe ja vor Jahren einmal, auf ein Interview des Herrn Alfons Haider in der „Presse“, in dem er sich über die schlechte Behandlung seitens der „Seitenblickegesellschaft“ beklagte, seine „Freunde“ hätten ihn beschissen und so fort geschrieben, daß wer im Arsch und von der Scheiße der Gesellschaft lebt, sich nicht zu wundern braucht, wenn er nach Scheiße riecht und „Angeschissen“ wird!
    Ja, wer den Wind sät, wird den Sturm ernten!
    Daß Frau Luna der Mittelpunkt der Gesellschaft sein soll, oder werden könnte, ist allenfalls amüsant zu hören – mit etwas Fantasie kann ich sogar darüber lachen….
    Das Geld, welche derartige Veranstaltungen kosten, wären beim BH besser angelegt – Herr (Ober)Klug!

  8. Pingback: Etwas ist faul im Staate Österreich | GunNews

  9. !
    Lieber Dagarser!
    Sie sind verantwortlich, dass in meinem Kopfkino jetzt die (der) geile Gitti-„Jack Luna“eine Hauptrolle spielt und mir fürchterlich graust!
    Danke nochmal!

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