Wochenrückblick 25/2014

In der vergangenen Woche habe ich die österreichische Landesverteidigung thematisiert,  von einer stinkenden EU-Abgeordneten der „Grünen“ berichtet, Abhilfe gegen Schußwaffenattentate an Schulen vorgestellt, einen Zeitungsartikel kommentiert, ein Gedicht von Thomas Morgenstern ganz leicht abgewandelt und schließlich einen Blick auf die Vergabepraxis bei Waffenpässen für Jäger geworfen:

  • Unser Österreichisches Bundesheer wird gerade vernichtet. Es wird zwar nicht von irgendwelchen feindlichen Heerscharen aufgerieben, es handelt sich dabei vielmehr um einen zwar unblutigen, dafür aber umso heimtückischeren Vorgang: Das ÖBH wird einfach von der Politik brutal kaputtgespart! Das ist natürlich mehr als nur schlimm, wesentlich schlimmer ist aber noch die Reaktion der Bevölkerung: Es gibt nämlich keine wahrnehmbare! Aber wehe, es kommt wieder einmal eine Naturkatastrophe – da schreien sie dann alle wieder nach den Soldaten! Meine Gedanken dazu, sowie die Rede eines hohen Offiziers des ÖBH, habe ich am Sonntag gebracht: Zur Lage der Landesverteidigung
  • Ordentlich gestunken muß es haben, als bei der vorwöchigen „Regenbogenparade“ ein Buttersäureattentat auf die „Grünen“-Politikerin Ulrike Lunacek verübt wurde (obwohl ich gehört habe, daß die Buttersäure erst beim Auftreffen auf Lunacek so richtig zu stinken begonnen haben soll). Aber ernsthaft: So geht’s natürlich nicht, auch bei politischen oder gesellschaftlichen Differenzen darf man sich nicht auf das Niveau der Straße begeben und zu Mitteln des Terrors greifen! Wobei schon bemerkt werden muß, daß gerade die „Grünen“ an der Radikalisierung in Österreich ein gerüttelt Maß an (Mit)Schuld tragen und sich mein Mitleid, daß es nun einmal eine(n?) von ihnen erwischt hat, in Grenzen hält. Das war am Montag mein Thema: Etwas ist faul im Staate Österreich
  • Gegen einen bewaffneten Angreifer gibt es nur eine wirksame Hilfe: Bewaffnete Gegenwehr! Das ist völlig logisch, genau aus diesem Grund ist ja beispielsweise auch unsere Exekutive mit mehr als nur einem Schlagstock und einer Trillerpfeife bewaffnet, genau deshalb ist es fahrlässig, die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft, unsere Kinder nämlich, nicht angemessen gegen mögliche Angriffe, also Schußwaffenattentate (populärwissenschaftlich auch als „Amokläufe“ bezeichnet), zu schützen. In den USA gibt es dafür sogenannte „school resource officers„, bewaffnete Polizeibeamte die im Notfall einschreiten können. Am Dienstag habe ich einen Artikel aus den USA übersetzt in dem über zwei Fälle berichtet wird, wo solche SROs erfolgreich einschreiten konnten: Was tun gegen Schulattentate?
  • In einem Artikel berichtet die „Kronen Zeitung“ über eine brutale Raubserie in Wien, sehr heftig. Am Mittwoch habe ich das in Relation zur offiziellen Kriminalstatistik gesetzt und bin wenig überraschend draufgekommen, daß beides nur schlecht unter einen Hut paßt: Nur ein Traum war das Erlebnis
  • Der Titel meines Artikels vom Mittwoch war einem Gedicht von Christian Morgenstern entlehnt, darin geht es um einen Mann namens „Palmström“. Das hat mich natürlich sofort an eine gewisse EU-Kommissarin erinnert und diesen Gedanken habe ich danach nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Ich „mußte“ das förmlich zum Anlaß nehmen, dieses Werk von Morgenstern umzudichten und Cecilia Malmström zur Protagonistin zu machen. Das Ergebnis habe ich am Donnerstag veröffentlicht, sogar mit Video: Weil nicht sein kann, was nicht sein darf!
  • Früher war es für Jäger in Österreich gar nicht so schwer, zum Zweck der Jagdausübung auch einen Waffenpaß ausgestellt zu bekommen. Mit der Zeit wurde das aber immer schwieriger, nun legt sich auch noch der Verwaltungsgerichtshof mit fadenscheinigen Argumenten quer. Besonders spannend finde ich, daß diese Schreibtischhengste scheinbar ganz genau wissen, was ein Jäger so für die Jagdausübung benötigt – Respekt! Das war am Freitag mein Thema: Der Waffenpaß für Jäger

Noch kurz zum Thema „Jagd“: Bei der Jagd geht es neben der Hege klarerweise auch um die Ernte, es wird dabei also Wild erlegt, das geschieht in aller Regel unter Verwendung von Schußwaffen. Jetzt weiß jedes kleine Kind, daß Schußwaffen beim Abfeuern ein lautes Geräusch machen, den sogenannten „Schußknall“. Für die Dämlichen: Es macht laut „PENG“, man kann auch sagen „BUMM“!

Wenn es also im Wald laut „PENG“ oder „BUMM“ macht, dann ist es naheliegend anzunehmen, daß da gerade ein Jäger auf ein Stück Wild geschossen hat – wesentlich naheliegender jedenfalls, als hier in irgendeiner Form ein Verbrechen zu vermuten und deswegen die Polizei zu alarmieren!

So aber geschehen in Salzburg, hier die Presseaussendung der LPD Salzburg:

Am Abend des 16. Juni 2014 langte bei der Polizei in Hallein ein Notruf ein, dass ein Mann in Puch bei Hallein mit einem Gewehr wahllos in den Wald schieße. Mehrere Polizeistreifen und das Einsatzkommando Cobra fuhren zur angegebenen Waldstück. Vor Ort stellte sich heraus, dass zwei Jäger aus dem Tennengau (70, 27) vom Waldrand aus ein Reh erlegt hatten. Der Sachverhalt wird jagdrechtlich überprüft

Wenigstens wurde auf einen Assistenzeinsatz des Bundesheeres verzichtet, erstaunlich, daß die Exekutive dieses Risiko eingegangen ist!

Gut, die Meldung mit dem „wahllos in den Wald schießen“ rechtfertigt natürlich eine Nachschau – aber gleich das EKO Cobra mit mehreren Polizeistreifen? Hätt’s da nicht ein Anruf der zuständigen Polizeiinspektion beim betreffenden Jagdpächter auch getan?

Aber wer weiß – vielleicht wird das ja jetzt zur Standardprozedur nach jeder Erlegung? Besonders interessant finde ich natürlich auch die „jagdrechtliche Überprüfung des Sachverhalts“ – womöglich machen das ja die Spezialisten vom VwGH!

Ich wünsche ein schönes Wochenende!

5 Antworten zu “Wochenrückblick 25/2014

  1. Ernest Wimmer

    In den Querschüssen lese ich gerade,daß wir besonders wachsam sein müssen,da die Malmström ihre Totalentwaffnungsstrategie nun offenbar doch fortsetzt. Jetzt haben wir ja gottseidank unseren Vilimsky Harald vor Ort! Wie gut sind unsere Chancen,diesen neuen Angriff auf unsere Waffen-und damit auf unser EIGENTUM- längerfristig abzuwehren?
    Können wir uns noch auf die Verfassung
    verlassen? Jetzt müssen alle Betroffenen doch wohl-und das in ganz Europa-laut aufschreien! Und die konservativen europäischen Kräfte müssen diesen Angriff auf das Privateigentum geschlossen und vehement abwehren,sonst geben sie sich endgültig der Scheinheiligkeit preis!

  2. Ernest Wimmer

    Diese Fehlentwicklungen gehören nicht nur von den Jagdverbänden,den div. Schützenvereinen,den SAMMLERVERTRETUNGEN,dem Fachhandel sowie der dazugehörigen Industrie(WKÖ natürlich auch),sondern auch von jedem betroffenen Einzelnen aufgezeigt und vehement bekämpft!
    Wegschauen und beschwichtigen(siehe heutige ÖVP,leider) hilft nur den Gegnern des legalen und liberalen Waffenbesitzes und nur der EU-Malmström!!

  3. Jagdrechtlich – das machen andere. Vor allem sollte überprüft werden, ob das Reh auch mit bleifreier Munition erlegt worden ist. Weil dann ist alles in Ordnung.

  4. Pingback: Wochenrückblick 25/2014 | GunNews

  5. super richard ! danke für das aufzeigen solcher fehlentwicklungen!

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