Wochenrückblick 26/2014

In der vergangenen Woche habe ich eine Presseaussendung der FPÖ vorgestellt, ein 100 Jahr altes Schußwaffenattentat thematisiert, für das bevorstehende IWÖ-Meeting in Innsbruck geworben, einen Blick auf die Waffenkriminalität geworfen, einen Zeitungsartikel gelobt,ein seltsames „Informationsschreiben“ des Innenministeriums zerpflückt und schließlich meine Leser einen Blick auf meine Fanpost werfen lassen:

  • Wenn von seiten der Politik Meldungen zum Waffengesetz kommen, dann ist das nur in den seltensten Fällen ein Anlaß zur Freude. Meist geht es dabei um Verschärfungen, irrationale Einschränkungen und – bestenfalls – völliges Unverständnis und Inkompetenz. Umso erfreulicher, wenn auch einmal eine vernünftige Botschaft in die Welt gesetzt wird, noch erfreulicher, wenn das keine Kleinstpartei tut, ganz erfreulich, wenn das die derzeit in den Umfragen auf Platz 1 liegende Partei ist! So geschehen von der FPÖ, das war am Sonntag mein Thema: Das ist einmal eine Ansage!
  • Schußwaffenattentate, das also, was die Medien so gerne fälschlicherweise „Amokläufe“ nennen, sind keine „Erfindung“ unserer Zeit – so etwas gibt es leider schon sehr lange. Am Montag habe ich einen amerikanischen Artikel übersetzt, der einen fast 1oo Jahre zurückliegenden solchen Anschlag zum Thema hatte, es ist erstaunlich, wie wenig sich die Berichterstattung der Presse, inklusive aller dazugehöriger Fehler, seit damals geändert hat. Aber wenigstens war damals für die Presse noch der Täter schuld, nicht die Waffe: Der hundertjährige Irrsinn (Dieser Artikel wurde sehr gut angenommen, allein auf „Facebook“ wurde er bislang schon rund 180 mal geteilt. Ich bin nicht sicher, aber ich glaube, das ist ein neuer „Rekord“!)
  • Zeit ist’s geworden: Anfang kommender Woche treffen in Innsbruck Waffenrechtsexperten und -aktivisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aufeinander um gemeinsame Strategien für den Erhalt des legalen Waffenbesitzes zu besprechen. Zweifelsohne ein Schritt in die richtige Richtung, ich bin schon gespannt, was dabei herauskommt. Am Dienstag habe ich dafür geworben: IWÖ – Meeting Innsbruck 2014
  • Von Waffenverbotsfanatikern wird immer wieder die angebliche Kriminalität in Zusammenhang mit legalem Waffenbesitz ins Spiel gebracht. Das ist natürlich ein kompletter Unsinn, jeder normal denkende Mensch kann ganz klar erkennen, daß legale Waffen in den Händen gesetzestreuer Bürger maximal für die Kriminalprävention von Bedeutung und in der Kriminalstatistik praktisch belanglos sind. Das läßt sich natürlich auch mit Zahlen belegen, am Mittwoch habe ich anhand des „Bundeslagebildes 2013“ des deutschen BKA die Waffenkriminalität thematisiert.
  • Das Ende der Registrierungsfrist für Waffen der Kategorie C nähert sich mit Riesenschritten, schön langsam kommen auch die Medien drauf daß da einiges nicht ganz so abläuft, wie es ablaufen sollte. Die richtigen Schlüsse aus dem sich abzeichnenden Debakel bei der Registrierung hat der KURIER gezogen, das war mir am Donnerstag eine Meldung wert: So geht’s also auch!
  • A propos Debakel bei der Registrierung: Das kommt so sicher wie das Amen im Gebet, in ein paar Tagen hat Österreich ein paar hunderttausend „Kriminelle“ mehr! Dadurch wird unser Land zwar gewiß nicht unsicherer werden, Unsicherheit gibt es dafür aber umso mehr für die frischgebackenen Gesetzesbrecher, jene Fallotten also, die es verabsäumt haben ihre Waffen der Kategorie C zeitgerecht zu registrieren. Das ganze Zentrale Waffenregister ist in Wahrheit natürlich ein Unding, diese Kriminalisierung unbescholtener Bürger aber ist eines Rechtsstaates schlicht nicht würdig! Was in diesem Zusammenhang besonders sauer aufstößt ist das Fehlen jeglicher Amnestieregelung für jene, die – aus welchen Gründen auch immer – die Frist für die Nacherfassung ihrer Waffen versäumt haben. Beinahe hätte ich geglaubt, eine solche Amnestie in einem Schreiben des Innenministeriums versteckt gefunden zu haben – bei genauer Analyse dieses Wischs hat sich diese Hoffnung aber leider zerstreut. Darüber habe ich am Freitag berichtet: Amnestie! – Amnestie?
  • Freitag abend habe ich – ganz unerwartet – ein recht interessantes SMS bekommen, ich war davon so begeistert, daß ich es gleich mit meinen Lesern geteilt habe: Fanpost

Das „Sommerloch“ kommt heuer scheint’s schon reichlich früh, anders ist die ganze Hysterie rund um die Darbietung der österreichischen Bundeshymne durch den Musiker Andreas Gabalier beim Formel-1-Grand-Prix in Spielberg nur schwer zu erklären. Wobei ich gestehen muß, daß auch ich das live im TV gesehen habe und, als Gabalier die „alte“ Textversion gesungen hat, mir ein lautes „BRAVO!“ nicht verkneifen konnte. Weil’s so schön war:

Ich bin ja ein entschiedener Gegner der Verhunzung unserer Nationalhymne, nicht umsonst war das bereits das vierte Thema, das ich auf dieser Webseite behandelt habe: „Heimat bist du dummer Kinder„, veröffentlicht am 6. Dezember 2011. Stimmt nach wie vor. Ich hätte mir aber nie träumen lassen, daß ich deswegen ein Fan von Andreas Gabalier werden würde. Das bin ich aber jetzt, nicht nur wegen seiner Performance in Spielberg, sondern auch wegen seines Auftritts in der ZiB24 am Mittwoch:

Wenn man bedenkt, daß die Maria Rauch-Kallat früher einmal eine durchaus gescheite Frau war …

Neues Thema: Dies ist heute der 26. Wochenrückblick in diesem Jahr, die erste Jahreshälfte ist also auch schon wieder vorbei. Ich will mich hier jetzt nicht in Statistiken verzetteln oder groß auf die letzten 6 Monate zurückblicken, eines muß ich aber schon loswerden: 2014 konnte ich auf dieser Seite bislang bereits über 90.000 Seitenaufrufe verzeichnen, im gesamten Jahr 2013 waren es „nur“ knapp 120.000! Dafür möchte ich mich bei meinen Lesern herzlich bedanken!

Ich wünsche ein schönes Wochenende!

9 Antworten zu “Wochenrückblick 26/2014

  1. Ist mein PC dann hochgefahren,
    will ich das Neueste erfahren :
    So klicke ich auf dagarser
    und sofort weiß ich über Waffen mehr.
    magnumadi

  2. A.Gabalier ist mit „seiner“ Hymne nun in aller Munde.Eine bessere und
    noch dazu kostenlose Werbung für den Bekannschaftsgrad gibt es wohl
    nicht.

  3. Ich oute mich auch. Ein Freund und ich sind nicht ganz unschuldig an die hohen Zugriffszahlen auf deinen Blog…Sorry 😦

    Im ernst, wir haben „zugriff“ zu mehreren großen Schützenvereinen in unserer Gegend und zu den Bezirks- und Landesjägerschaft unser Bundeslandes. Interessante Beiträge die auch uns Deutsche betreffen bzw. interessieren, werden per EMail und Facebook sofort weitergeleitet. Die Resonanzen bisher : Ungläubigkeit, Überraschungen und entsetzen.
    Doch viele konnten überzeugt werden das wir ALLE Legalen Waffenbesitzer nicht nur im selben Boot sitzen, sondern das es für uns 5 vor 12 ist !
    Wir lesen auch andere Blogs wie Querschüsse, Katja Triebel, GRA, Meinungsterror usw. und leiten Beiträge die unserer Sache, den Legalen Waffenbesitz betreffen, weiter.
    Wir sind nur eine, auf Neudeutsch, Graswurzelbewegung. Doch ich erinnere mich gerne an eine Aussage eines befreundeten Feuerwehrmannes :

    AUS EINEN SCHWELBRAND KANN SCHNELL EIN FLÄCHENBRAND WERDEN !

    In diesem Sinne lieber Richard, bitte weiter so !
    Gruß von der Waterkant !

  4. Interessant – das „Vater unser“ wurde auch abgeändert – komisch,das hat
    anscheinend keinen Katholiken gestört, obwohl man es früher in der Schule
    anders gelernt hat.

  5. Als Kompromiß zum Streit um die neue Hymne böte sich der schon vor längerre Zeit vorgestellte Vers: „Auch die Töchter sind von großem Nutzen, kochen, waschen, bügeln putzen.“ an.

  6. Pingback: Wochenrückblick 26/2014 | GunNews

  7. Gratuliere Dir Richard ! Und mach weiter so! Deine Artikel werden auch von mir weitergeleitet und unter die Schützenkollegen gebracht! Das sollte jeder Deiner Leser tun .

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