Wochenrückblick 28/2014

In der vergangenen Woche habe ich einen Blick auf eine „österreichische Lösung“ geworfen, eine gar nicht so brennende Diskussion kommentiert und von einer denkwürdigen Pressekonferenz berichtet:

  • Hunderttausende, wahrscheinlich sogar Millionen, von Waffen der Kategorie C  sind trotz Ablauf der Nacherfassungsfrist nicht im Zentralen Waffenregister erfaßt worden. Vielfach ist das sicherlich auf die nicht existente Informationspolitik des zuständigen Innenministeriums zurückzuführen, dort zeigt man sich aber uneinsichtig und verweigert sowohl eine Fristverlängerung als auch eine (wesentlich sinnvollere) Amnestieregelung. Lediglich eine „inoffizielle Lösung“ für dieses Problem wird auf einer Behördenseite „angeboten“, äußerst fragwürdig und nicht einmal im Ansatz rechtssicher. Das war mein Thema am Sonntag: Eine „österreichische Lösung“?
  • Ein junger Mann überfällt mit einer Spielzeugwaffe eine Tankstelle, auf der Flucht bedroht er damit die Polizei und wird folgerichtig erschossen. Der Schaden hält sich in überschaubaren Grenzen, hoffentlich hatte er sich noch nicht fortgepflanzt. Solche Vorfälle locken aber natürlich immer auch sehr seltsame Zeitgenossen aus ihren Löchern hervor, so entblöden sich hier einige nicht, ein Verbot von Spielzeugwaffen zu fordern, damit sich so etwas nicht mehr wiederholen kann. Meine Meinung hinsichtlich deren Fortpflanzung s.o.! Darüber habe ich am Dienstag geschrieben: Wo brennt’s?
  • Die österreichische Innenpolitik ist zum Davonlaufen. Um zu diesem Befund zu gelangen muß man nicht unbedingt die Parlamentsdebatten verfolgen, es ist aber durchaus hilfreich sich die Laiendarsteller unseres Politiktheaters einmal „live“ anzusehen um zu begreifen, wieso die Dinge in unserem Land so sind, wie sie eben sind. Es gibt aber zum Glück auch löbliche Ausnahmen von dieser Regel, eine solche Ausnahme stellt die Abgeordnete zum NR Martina Schenk dar! Ich kenne Martina jetzt auch schon einige Jahre persönlich, ich weiß daher, daß ihr ein liberales Waffenrecht in Österreich wirklich ein aufrichtiges Anliegen ist und so war ich auch nicht überrascht, daß sie nach der schon hier thematisierten Presseaussendung noch einen Schritt weiter gegangen ist und gemeinsam mit dem Generalsekretär der IWÖ auch noch eine Pressekonferenz zu diesem Thema gegeben hat. (Bei dieser Gelegenheit hat sie auch gleich eine Petition für ein liberales Waffenrecht im Nationalrat eingebracht, doch dazu mehr unten.) Es gibt sie noch, die Stimmen der Vernunft! Das habe ich am Donnerstag festgestellt.

Den Text der von Martina Schenk eingebrachten Petition kann man hier nachlesen:Mehr Sicherheit durch ein liberales Waffenrecht

Kluge, durchdachte Forderungen, ich freue mich schon darauf, daß die Petition online geht und ich sie zeichnen kann! Sobald es soweit ist werde ich das hier ganz groß bekannt machen – so wie es jeder tun sollte, dem dieses Thema, aber auch die Bürgerrechte ganz allgemein, ein erst gemeintes Anliegen sind!

Einstweilen aber freue ich mich einfach darüber daß es noch Politiker gibt, deren Wort und Handschlag noch etwas wert sind! Danke Martina!

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Ich wünsche ein schönes Wochenende!

15 Antworten zu “Wochenrückblick 28/2014

  1. Auch wenn ich nur ein Piefke bin, werde ich diese Petition zeichnen und dafür in meinen Einflussbereich gewaltig die Werbetrommel rühren !
    Leider werden in Deutschland derartige Aktionen zerredet, bzw. durch Blockwarte torpetiert !
    Ich hoffe immer noch das unsere LWB und Jäger endlich aufwachen und die Scharmützel untereinander aufhören !
    Nur gemeinsam sind wir Stark, und das Länderübergreifend !
    Dank an Alle die sich dafür einsetzen.

    Si vis pacem, para bellum !

    • Geht leider nicht:

      „Für die Abgabe einer elektronischen Zustimmungserklärung sind die Vollendung des 16. Lebensjahrs sowie die österreichische Staatsbürgerschaft notwendig. Dies entspricht den gemäß § 100 GOG-NR für die Unterstützung geltenden Voraussetzungen.“

      • Nanu ? Ich habe in der Vergangenheit des Öfteren Petitionen in/für Österreich gezeichnet, ohne Probleme. Den Hinweis „Österreicher only“ habe ich nie gesehen….

        • Hier handelt es sich nicht um irgendeine Unterschriftenaktion sondern um eine Petition an den Nationalrat (vgl. deutscher Bundestag) Da macht es schon Sinn, daß nur Personen die durch die entsprechenden Politiker vertreten werden (s. represäntative Demokratie), durch diese Petitionen an die gesetzgebende Versammlung, respektive Ausschüsse dieser, richten können. Aber trotzdem Danke! Auch Werbung und damit höherer Bekanntheitsgrad hilft.

    • „…sowie die österreichische Staatsbürgerschaft notwendig…“
      Aber trotzdem, danke für den guten Willen!
      Viribus Unitis!!!

  2. Ernest Wimmer

    Ich schließe mich dem bisher gesagten vollinhaltlich an.Auch ich werde die Petition,sobald sie on-line ist,nicht nur unterschreiben,sondern meinem gesamten dafür empfänglichen Bekanntenkreis weiterleiten.Ebenfalls ein schönes Wochenende!

  3. Pingback: Wochenrückblick 28/2014 | GunNews

  4. Wünsche ich Euch auch und macht weiter so.Ich drücke die Daumen.

  5. Dann hoffe ich einmal. daß die Kommunikationslinien zu den Standesvertretungen, dem Fachhandel und vieleicht auch einmal der Jägerschaft schon „stehen“!
    Ein Fehlschlag wäre ganz schlecht.

    • Bei der Jägerschaft bin ich skeptisch, der Fachhandel ist faul und wenig interessiert, die Standesvertretungen werden wir selbstverständlich mobilisieren. Aber ich bin guten Mutes!

      • Ja, genau. Besser hätte man es nicht ausdrücken können!
        Von der Jägerschaft bin ich, bis auf wenige Ausnahmen, ja einiges gewöhnt. Beim Fachhandel habe ich zwar auch schon diese Beobachtung gemacht, aber ich frage mich trotzdem, von was die leben wollen, wenn deren Geschäft den Bach runter geht? Vom Fischereizubehörverkauf? Oder vom Papiertaschentücherverkauf? Wie weit denken die eigentlich in ihrer Bequemlichkeit?

      • Daß sich bei den Lodengroßmärkten nix rührt vermute ich auch, aber die entsprechende Klientel erreicht man auch eher beim Seidler. Beim Cop Shop gehen jene Polizisten ein und aus deren Hauptwerkzeug nicht der Kugelschreiber ist. Die AUF erreicht noch mehr. Was sagen die Innung der Trafikanten und Taxler zur Situation? Wahrscheinlich nix sinnvolles. Aber die FPÖler dort könnten jetzt beweisen, daß sie sich wirklich für den bewaffneten Bürger lamgmachen, auch wenn die Idee vom politischen Gegner kommt.
        Natürlich werden die Beste Ehefrau Von Allen und ich uns eintragen, aber ohne Multiplikatoren wird es nix.

        • Jetzt schreib ich Blödsinn. Meine Beste ist ja noch nicht Österreicherin…..

        • Für die Trafikanten gibt es gerade einen neuen Verein in Gründung. Weil die offiziellen Vertreter nichts machen. Der wird sich dafür stark machen. Könnt Euch denken wer auch mitmacht.

    • Auf die Jägerschaft sollten wir uns jedenfalls leider nicht verlassen, so weh es mir tut verfestigt sich immer mehr der Eindruck, daß die „offizielle“ Jägerschaft gerade noch irgendwie den eigenen Waffenbesitz verteidigt (und das schon mit Bauchweh), das Recht anderer Bürger, Waffen zu besitzen, aber als unnötig und potentiell gefährlich darstellt.

      Die größte Sorge die die Jäger gerade zu haben scheinen ist die sinnentleerte Bleifrei-Debatte, wo auch einige wenige der Mehrheit hineinpfuschen.

      Nein, von den Jägern haben wir diesbezüglich keine Hilfe zu erwarten! Macht aber nichts.

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