Die „Grüne Guerilla“?

Hier geht es heute nicht – wie man aufgrund des Titels durchaus vermuten könnte – um die Nachwuchskader des von den „Grünen“ unterstützten berüchtigten „Schwarzen Blocks“, auch wenn das Wort „Guerilla“ den Krieg, den diese (Nachwuchs-)Terroristen gegen unseren Staat und unsere Gesellschaft führen, absolut trefflich charakterisieren würde. Nein, mit „grün“ ist diesmal nicht die gift-, sondern die lodengrüne „Fraktion“ gemeint!

Was aber haben die Jäger denn nun mit Guerillakampf zu tun? Eine gute Frage, „Wikipedia“ beispielsweise bietet für die militärische Taktik der Guerilla folgende Definition:

(…) kleine, selbstständig operierende Kampfeinheiten, welche die taktischen Zielsetzungen der Armeeführung, meist im Hinterland des Gegners, unterstützen und dabei außerhalb ihrer Kampfeinsätze nicht als Soldaten erkennbar sind. Zur Guerillataktik gehören „nadelstichartige“ militärische Operationen, die den Gegner nicht vernichten, sondern zermürben sollen.

Jetzt bin ich selbst ein Jäger, kenne viele Dutzende Jäger persönlich sehr gut und sicherlich Hunderte davon leidlich – potentielle Teilnehmer an „nadelstichartigen militärischen Operationen“ sind mir aber noch nicht allzu viele untergekommen.

Entweder trügt mich hier mein Menschenverstand oder ich habe das große Glück, mich in einem „partisanenfreien“ Umfeld bewegen zu können – denn geben muß es sie wohl, die staatsfeindlichen Umtriebler im lodengrünen Gewand!

Anders ist der ablehnende Bescheid, den die BH Linz-Umgebung einem um die Ausstellung eines Waffenpasses ansuchenden Jägers ausgestellt hat, nämlich nicht zu erklären (siehe dazu den Artikel in den „Querschüssen“), der Bescheid liegt mir vor und ich möchte meinen Lesern die interessanteste Passage daraus nicht vorenthalten:

Bescheid1aBescheid2

Das muß man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: Die „sukzessive Bewaffnung der gesamten Jägerschaft mit genehmigungspflichtigen Schusswaffen in Form von Faustfeuerwaffen“ führt also in weiterer Folge zur „Etablierung bewaffneter Organisation (sic!)“ durch andere „nicht untersagte Vereine“!

Spannend. Welche „anderen nicht untersagten Vereine“ könnten da wohl gemeint sein? Schützenvereine? – Wahrscheinlich. Die Taxifahrerinnung? – Womöglich.  Die Ärztekammer? – Unwahrscheinlich. Die Kinderfreunde? – Sicher nicht! Der Phantasie sind aber schlicht keine Grenzen gesetzt: Welcher Verein wird als nächster versuchen, die rechtsstaatliche Ordnung in unserem Land durch einen blutigen und heimtückischen Guerillakrieg umzustürzen?

Solange aber tüchtige Beamte wie Frau Ursula Grabner von der BH Linz-Umgebung wachsam bleiben und die Bewaffnung offensichtlicher Insurgenten bescheidmäßig unterbinden, muß uns nicht bange sein!

Aber ernsthaft: Dieser Bescheid ist natürlich ein Skandal der Extraklasse! Wovor fürchten sich diese Leute wirklich? Vor wem? Und wieso? Cui bono?

Und wer tut etwas dagegen? Die Jäger? Deren Vertreter? Was sagt der Generalsekretär der Zentralstelle Österreichischer Landesjagdverbände, Dr. Peter „Che“* Lebersorger, dazu? Ich werde darüber berichten!

* So heißt das doch in Guerillakreisen, oder?

P.S.: Noch ein Detail aus oben zitiertem Bescheid, zeigt auch eindrucksvoll das schier unerschöpfliche Fachwissen der Referentin Ursula Grabner, immerhin eine tüchtige C – Beamtin:

Bescheid1

Wichtig für die, die es bisher noch nicht wußten – § 3 Strafgesetzbuch gilt in Oberösterreich also nur für Jagdschutzorgane!

31 Antworten zu “Die „Grüne Guerilla“?

  1. Pingback: Wochenrückblick 30/2014 | dagarser

  2. Hat dies auf pwaldi rebloggt und kommentierte:
    Und so wird es hüben wie drüben weiter gehen….

  3. Pingback: Was tun die Verbände? | dagarser

  4. Der Dame sollte man ausgiebig schreiben !! Um seinen Unmut kundzutun,auch der Amtsleiter währe zur fachlichen Kompetenz der Dame zu befragen!
    Das vom Generalsekretär der Zentralstelle Österreichischer Landesjagdverbände keine Hilfe zu erwarten ist sollte auch dem Naivsten Jäger schon aufgeffallen sein ! Den A…..kriecher sollte man so schnell als möglich von seinem Posten entfernen ! Aufgrund solcher „Kameradschaftsfördernder Figuren“ werde ich die für die Jagdtprüfung reservierte Barschaft in etwas sinnvolleres investieren ! Dank solcher Beamter und dem Generalsekretär der Zentralstelle Österreichischer Landesjagdverbände geht stetig der Nachwuchs zurück

  5. Ach, liebe Mitposter. Hackt doch nicht immer auf den Beamten herum. Hätte nicht jeder die Möglichkeit gehabt einer zu werden. Im übrigen gibt es genug Beamte/innen, ob im Exekutiv oder Verwaltungsbereich, die außerordentlich menschlich und trotzdem der Vorschrift entsprechend ihren oft nicht leichten Dienst versehen. Leider gibt es wie überall einige, die eben diesem Bild nicht entsprechen. Und zu welcher Kategorie Fr. Grabner gehört und ob sie nicht nur auf Weisung von oben so entschieden hat, stellt sich ja im Verlauf des Einspruches (hoffentlich) heraus. Daher, übt Nachsicht – und wenn, wie ja bekannt, nicht einmal mehr Exekutivbeamte, die ja im Dienst Waffen führen, ein WP erhalten so ist die gleiche, enge Auslegung (wenn auch von mir abgelehnt) ebenso bei einem Jäger anzuwenden. Dass aber Polizisten, wenn auch im Ruhestand noch immer den nötigen Durchblick besitzen beweist zB. der gerichtlich beeidete Sachverständige des LPD OÖ mit seiner Unterstützung der Petition für ein liberales Waffenrecht.

  6. Ernest Wimmer

    Die Vertretung der Jägerschaft soll Farbe bekennen und sich vehement dagegen aussprechen!

    • Das wird sie von alleine nicht tun. Daher sollte man, wenn man Jäger ist, die Herrschaften freundlich dazu auffordern.

  7. Das ist ein Skandal sondergleichen!

    Man darf aber getrost annehmen, daß dieser ablehnende Text der Frau Gruber so diktiert und angeschafft wurde. Es würde mich verdammt wundern, wenn eine Frau so etwas schreiben würde (außer der Frau Malmström – der würde ich es zutrauen).

    Daher gehe ich davon aus, daß unserere Hochdenker und Obertanen große Angst vor ihrem Souverän haben. Wie könnte man sich so einen Schmarren sonst erklären? Was haben diese Leute mit dem gesetzestreuen und steuerzahlenden Bürgern vor?

    Franz Schmidt
    Polizeibeamter i. Ruhe

    • Das kommt entweder aus dem Ministerium (da habe ich einen Kandaten dafür) oder von der LPD OÖ. Selber hat die das nicht schreiben können.

  8. …..wenn in diesem wunderschönen Land eines störend ist, dann ist es die Vielzahl an Beamten. Diese Personengruppe fühlt sich jeder persönlich als „Der Staat“ und handelt auch heute noch so wie unter Metternich. Dafür werden sie auch entsprechend überbezahlt und das wissen sie auch.
    Ich kenne keine Beamten – ausser den armen Polizisten an der Front, die Arbeit tatsächlich kennen. (manche kommen beim Pfusch damit in Kontakt)
    Der grösste Teil von ihnen, hat lebenslang noch keinen ordentlichen, leistungsabhängigen Beruf ausgeübt und die Ängste derer, welche sie im Schweisse ihres Angesichts bezahlen, entlockt ihnen nicht einmal ein höhnisches Lächeln – mir san mir!
    Das alles hat natürlich einen politischen Grund, schön aufgeteilt zwischen Rot und Schwarz, hat man angenehme, kaum fordernde Pöstchen zu vergeben.
    Deshalb erfindet man immer neue „wichtige Aufgaben“ um sie wenigstens scheinbar zu beschäftigen – NA UND DAS KOMMT DABEI HERAUS….

    • Vielen Dank für die treffliche Beschreibung meines Berufsstandes. Da Sie keinen Beamten persönlich kennen, wie können Sie es sich anmaßen über alle so ein Urteil zu fällen? Und nur nebenbei bemerkt, auch in der Beamtenschaft gibt es Jäger und Sportschützen. Sind die dann auch alle so wie von Ihnen beschrieben?

      • Nun ja, da ich schon länger auf der Welt bin, kenne ich sehr viele Beamte persönlich sehr gut.
        Ohne Sie persönlich zu kennen oder nahe treten zu wollen, meine Beschreibung ist „trefflich“, oder Sie sind eine von denen, die tatsächlich nicht wissen, was Arbeit wirklich ist – auch gut, aber dann würde ich an Ihrer Stelle einmal die Frage einer persönlichen Verantwortung und persönlichem Risiko mit einbeziehen, die persönliche Haftung, den bei ihnen nicht möglichen Jobverlust – das ist der Punkt.
        Was dann noch hinzu käme, wäre die Arbeitszeit und das alles in Relation zu Ihrem Fixgehalt….
        Nicht das Sie die Leistung nicht erbringen, die man von Ihnen verlangt, aber in der Privatwirtschaft kämen die meisten von Ihnen so richtig ins Schwitzen.
        Ja, besonders Sportschützen und Jäger kenne ich als Beamte sehr gut!
        Wie gesagt, nicht auf alle trifft das zu, aber sollten Sie einmal eine Rundfrage unter Nichtbeamten machen, dann werden Sie sich wundern…

      • Ich habe mein Berufsleben lang mit Beamten zu tun gehabt. Es gibt solche und es gibt solche, wie überall. Aber bei den Waffenbehörden gibt es vor allem solche. Anscheinend sammelt man dort diese Leute im Speziellen. Boshafte Bürokraten sind dort im Übermaß vertreten.

        • Sehr geehrter Herr Dr. Z,und sehr geehrter Schwertfisch!

          Es ist richtig, dass es unter den Beamten „spezielle“ Leute gibt und auch solche die dem Bürger wohlgesonnen und auch gesetzeskonform sind.

          Was mich als Bundesbeamten immer wieder aufregt, ist die Vermischung von Bundes- Landes- und Gemeindebediensteten! Wenn dann noch von „Bankbeamten“ die Rede ist, werde ich meistens etwas SEHR oberlehrerhaft!
          Auch ich habe ab und zu als Bürger mit Beamten (anderer Ressorts) zu tun.
          Dann ist es oft abhängig welche Behörde man benötigt und vorallem wer dort der Sachbearbeiter ist.

          Wenn sich ein Bediensteter aus eigener Kraft ohne „Vitamin P“ eine (Leitungs)funktion erreicht hat, dann ist er an dieser Stelle mit Sicherheit richtig eingesetzt und wird auch für den Bürger arbeiten. Dies gilt für alle Ebenen und für alle Körperschaften.

          Und dann gibt es noch diese Leute die „versorgt“ wurden (versorgt werden mussten) – aus welchen Gründen auch immer (privat: jemanden kennen der jemanden kennt… oder aufgrund seiner politischen Aktivität (Gemeide/Land Wien ist da besonders anfällig, aber auch andere Gemeinden/Länder stehen diesbezüglich nicht nach).

          Das sind dann diese Bediensteten, die sich dem Bürger gegenüber als „die Götter vom Amt“ aufspielen….(Schwertfisch: das sind jene die in der Privatwirtschaft permanent versagen/versagt haben) UND diese Arsc..cher sind mir verhasst!
          Ein solcher Typ kann das ganze Amt in Verruf bringen, da können alle anderen noch so gut und freundlich sein, diese Leute zerstören mit ihrem Gehabe alles. Vorallem diese LEute sind ja Anderen gegenüber „verpflichtet“ – und damit ist nicht der Bürger gemeint….
          Wenn ich mich in der Partei wichtig mach, brav die Vorgaben der PArtei erfülle… dann komm ich eher weiter als der Kollege der brav arbeitet (klar irgend ein Idiot muss ja für mich mitarbeiten, weil ich bin ja für die Partei da und nicht für die Parteien gem. AVG)!
          Ganz schlimm ist es in den hohen Leitungsfunktionen…. dort geht ohne die „richtige“ Partei gar nichts mehr.. Dass dann diese Leute, die oft noch fachlich schwach sind, ihrer Partei eher dienen ist leider eine sehr schlimme und traurige Tatsache.
          Dass dann diese Leute auch noch an strategisch wichtigen Positonen (für die Partei wichtig) plaziert werden….. wer wundert sich jetzt noch über die Ansammlung von solch „speziellen“ Leuten bei den Waffenbehörden…

          Lieber Schwertfisch: bedenke: es gibt Beamte die sind Soldaten und Polizisten, Strassenkehrer, Schneepflugfahrer, Ärzte und Krankenpfleger, Notfallsanitäter und Rettungsfahrer, Müllmänner, Kanalräumer, Feuerwehrleute, Strassenbahnfahrer, Busfahrer………

          • P.S. Liebe Freunde, lasst euch nicht vom ach so modernen Beamtenbashing verführen…. denkt an alle jene Beamte die ihren Job anstandslos machen. Und denkt auch an jene Politiker die ihre Pfeifen im öffentlichen Dienst versorgt haben, und dann über den öffentlichen Dienst herzhiehen…. nur um Zwietracht zu sähen… Kreisky hat das schon sehr effizient beherrscht…..

            P.P. S: 1978 habe ich als Einsteiger 5.128,xx ÖS verdient…. das war mir damals auch niemand neidig…. ein Freund hat als Schulabgänger damals in der Privatwirtschaft schon mehr als das Doppelte verdient…

            • Nochmals: Ich habe viele gute und pflichtbewußte Beamte kennengelernt und mit ihnen gut zusammengearbeitet. Aber bei den Waffenbehörden sind die „solchen“ leider besonders stark vertreten. Anscheinend deshalb, weil diese Position besonders gut geeignet ist, seinen Sadismus und seinen Grant auszuspielen. Und vor allem auch deshalb, weil man von der Oberbehörden und vom BMI gedeckt und bestärkt wird.

  9. Pingback: Die “Grüne Guerilla”? | GunNews

  10. Erik Fridjoffson

    Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den/die entsprechenden Beamtet/tin einleiten wegen Amtsmißbrauch / Willkür, Rechtsbeugung…
    Da wird sich schon was finden! Selbst wenn der nicht durchgeht kommt er in die Personalakte… bei mehreren solchen Einträgen wirkt sich das auf die nächste Beförderung aus.

  11. „…Was sagt der Generalsekretär der Zentralstelle Österreichischer Landesjagdverbände, …“
    Meine Meinung zu diesen „Funktionären“ habe ich schon bei „querschuesse“ unter „Sind die Jäger Terroristen“ gepostet! Ist dort nachzulesen!

    • Der sagt, daß die IWÖ daran schuld ist, weil sie soviele Rechtsmittel einbringt.

      • Sehr geehrter Herr Doktor, da scheint sich ein Mistverständnis (ggg) eingeschlichen zu haben. „…Was sagt der Generalsekretär der …“ war keine Frage von mir, sondern, ich habe es nur zitiert um beeser zu dokumentieren, auf was sich meine nachstehende Meinung bezieht. Ich werde es das nächste Mal besser kenntlich machen.

        • Danke! Aber das sagt der Vertreter der Jägerschaft wirklich. Und ich finde das nicht in Ordnung.

          • Vollkommen richtig, Ihrer Meinung bin ich auch. Ich finde die Einstellung dieses „Vertreters der Jägerschaft“ schreit einfach zum Himmel! Darum verstehe ich es nicht (wie bereits auf querschüsse gepostet), wieso die vernünftigen unter den Jägern (gibt es ja auch) solche „Vertreter“ nicht einfach zum Teufel jagen!

  12. The Willkür is strong with this one.

  13. Den Bescheid nicht rechtskräftig werden lassen, Einspruch einlegen und schon entscheidet ein anderer, nämlich das LVwG – und ich bin zuversichtlich, dass dort der Bescheid abgeändert wird.

    • Natürlich wurde mWn gegen diesen Bescheid Einspruch erhoben – das wär‘ ja noch schöner!

      Hier wird aber die verquere Denkweise in den Amtsstuben entlarvt – denn Einzelfall ist das sicherlich keiner, auch wenn andere Referenten wahrscheinlich nicht so – äh – „speziell“ wie die Frau Grabner sind und das so in einen offiziellen Bescheid hineinschreiben …

Hinterlassen Sie einen Kommentar!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s