Wochenrückblick 30/2014

In der vergangenen Woche habe ich einen Blick auf die viel verschrienen „amerikanischen Verhältnisse“ geworfen, eine gute Nachricht gebracht, bin gleich zweimal auf einen skandalösen Bescheid einer oberösterreichischen BH eingegangen und habe schließlich erneut auf die parlamentarische Petition „Mehr Sicherheit durch ein liberales Waffenrecht“ hingewiesen:

  • Bei Diskussionen  zum Thema „legaler Waffenbesitz“ werden immer wieder die sogenannten „amerikanischen Verhältnisse“ drohend an die Wand gemalt, man könnte meinen, daß die dort drüben wegen ihrer liberalen Haltung zum legalen Waffenbesitz kurz vor dem endgültigen Kollaps stehen. Das stimmt natürlich nicht, ganz im Gegenteil: Dort, wo die anständigen Bürger bewaffnet sind bzw. sein dürfen ist es wesentlich sicherer als dort, wo den braven Bürgern der Waffenbesitz verboten ist. Ist ja logisch, wo die Verbrecher es leichter haben! Das hat auch der Polizeichef von Detroit erkannt, einen Zeitungsbericht darüber habe ich am Sonntag übersetzt und das in meinem Artikel „Amerikanische Verhältnisse“ veröffentlicht.
  • Ich bin kein Freund der „Linken“, das wird für meine Leser keine große Überraschung sein. Bis zu einem gewissen Grad kann ich linkes Gedankengut aber, wenn schon nicht verstehen, dann doch irgendwie nachvollziehen; grundsätzlich soll ja bitte jeder an das glauben, was er für richtig hält. Kein Verständnis aufbringen kann ich aber für linke Gewaltaktionen, für den Terror der Straße. Das hat in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts den Weg in den Untergang bereitet, hier gilt es auch heute wieder wachsam zu sein, daß sich die Geschichte nicht wiederholt: Denn wieder sorgen organisierte Kader für Terror auf Österreichs Straßen, wieder ist eine bestimmte Bevölkerungsgruppe den Angriffen selbsternannter „Gutmenschen“ (oder doch „Besser-“ oder „Herrenmenschen“?) ausgeliefert – und die Mehrheit der Politik heißt das gut oder schweigt dazu. Im Unterschied zu damals tragen die Terroristen aber heute nicht mehr das Braun der SA, sondern das Schwarz des deshalb so genannten „Schwarzen Blocks“, auch im Unterschied zu damals werden die Opfer des Terrors noch von der Polizei geschützt. Erfreulich ist aber, daß auch die Justiz hier nicht wegsieht, sondern diese Umtriebe verfolgt. Die (nicht rechtskräftige) Verurteilung eines der Rädelsführer der gewalttätigen Randale rund um den „Akademikerball“ im Jänner dieses Jahres zu einer einjährigen Haftstrafe  hat mich am Dienstag zu diesem Artikel veranlaßt: „Auch einmal eine gute Nachricht!
  • Ein Jäger beantragt die Ausstellung eines Waffenpasses. Ein ganz normaler Vorgang. Dieser Antrag wird von der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde abgewiesen. Mittlerweile leider auch schon ganz normal, egal, was im Runderlaß des Innenministeriums zum Thema “Waffenpässe für Jäger” steht. Die Begründung der Abweisung ist aber derart hanebüchen, daß man sie sich auf der Zunge zergehen lassen muß: Wenn alle Jäger einen Waffenpaß bekommen, dann tun es ihnen andere Vereinigungen gleich und es bilden sich lauter „bewaffnete Organisationen“, so die Kurzfassung! Ja sind die Jäger denn etwa eine „Grüne Guerilla„? Das habe ich am Mittwoch gefragt. Mehr dazu siehe unten.
  • Das mit den „bewaffneten Organisationen“ in Zusammenhang mit der Jägerschaft ist schon ein starkes Stück, entsprechend habe ich den Generalsekretär der Zentralstelle Österreichischer Landesjagdverbände, Dr. Peter Lebersorger, schriftlich gefragt, wie die Zentralstelle zu dieser Problematik steht und was sie dagegen zu unternehmen gedenkt: „Was tun die Verbände?„, habe ich am Donnerstag gefragt. Eine kurze Antwort habe ich noch am selben Tag erhalten, doch mehr dazu weiter unten.
  • Die parlamentarische Petition „Mehr Sicherheit durch ein liberales Waffenrecht“ läßt sich sehr gut an, nach 10 Tagen sind bereits an die 2.800 Unterstützungserklärungen zusammengekommen und die Petition ist kurz davor, in die „Top-10“ der erfolgreichsten derartigen „Bürgerbeteiligungs-Instrumente“ vorzustoßen! Sehr erfreulich, aber das ist noch nicht gut genug! Die „Top-3“ müssen das Ziel sein, gesamt knapp 23.000 Stimmen sind auch möglich und zu erreichen – wenn alle mittun, wenn wir nicht lockerlassen und wenn wir fleißig Werbung für die Petition machen! Das war am Freitag mein Thema: „Wie geht’s der Petition?

Zu der Geschichte mit dem ablehnenden Bescheid bezüglich der Ausstellung des Waffenpasses: Es war ja völlig klar, daß eine kleine C-Beamtin nicht plötzlich anfängt über die „Etablierung bewaffneter Organisationen“ zu philosophieren, von irgendwo mußte die Frau den Blödsinn also her haben. Zufällig – eigentlich habe ich ganz etwas anderes gesucht – bin ich am Donnerstag im Kurzkommentar „Waffengesetz 1996“ (Hauer/Keplinger, Wien 1997) über die Fußnote (12) zu § 21 „gestolpert“, dort steht zu lesen:

(…) Mithin ist die Frage allfälliger „Beispielsfolgen“, die die Ausstellung eines Waffenpasses nach sich ziehen könnte, relevant: würde etwa dem Mitglied eines nicht untersagten (politischen) Vereines ein Waffenpaß (im Hinblick auf anonyme Bedrohungen der Mitglieder) ausgestellt werden, dann könnten mit der gleichen Begründung künftig Mitglieder jeder politischen Gruppierung wegen unerweislicher Bedrohungen die Ausstellung eines Waffenpasses verlangen, „was letzten Endes zu einer sukzessiven Bewaffnung und Etablierung bewaffneter Organisationen führen könnte“, ein Umstand, der eine schwerwiegende Beeinträchtigung des öffentlichen Interesses, das an der Abwehr der mit dem Gebrauch von Waffen verbundenen Gefahren besteht, bedeuten würde (VwGH vom 27. Jänner 1976, Z1 393/75).

Super. Jetzt wissen wir also, wo der Schmarrn herkommt. Was wir nicht wissen ist, wieso das jetzt auf einmal in einem ablehnenden Bescheid drinsteht, wir wissen auch nicht, wieso man die hier angeführten „nicht untersagten (politischen) Vereine“ bzw. die „politischen Gruppierungen“ auch auf die Jägerschaft ausgedehnt hat. Eines aber wissen wir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit: Daß das nicht auf den Mist einer C-Beamtin gewachsen ist!

Zu meinem Brief an den Generalsekretär der Zentralstelle Österreichischer Landesjagdverbände vom Donnerstag: Die Antwort auf mein Mail an Dr. Peter Lebersorger war so schnell da, daß ich eigentlich gedacht hatte, daß es sich um die angeforderte Lesebestätigung handelt! Dem war aber leider nicht so, es war eine recht kurze Antwort auf mein Schreiben, die mich dann doch ein wenig befremdet hat:

Man werde meine „Fragen nach der Urlaubszeit beantworten“ und ersuche um Verständnis, daß „vorgeschriebene, gleichartige, gleichsam ‚im Kopiersystem‘ vervielfältigte Fragen“ als „wirklich nicht sehr vordringlich“ eingestuft würden. Man könne das Büro „auch nicht durch freundliche Beantwortung von ‚Kettenbriefen‘ lahmlegen„.

Na ja. Schön, wenn in der Zentralstelle Österreichischer Landesjagdverbände Urlaubsstimmung herrscht, ich befürchte halt nur, daß die Gegner des Waffenbesitzes – und somit natürlich auch der Jagd und  der Jäger, wie gerade anhand dieses Beispiels eindrucksvoll bewiesen – keinen Urlaub machen! Den „Kettenbrief“ und die „vorgeschrieben Fragen“ nehme ich – bei aller Wertschätzung für Dr. Lebersorger – persönlich: Er ist gescheit genug zu wissen, daß das einfach nicht zutrifft, daß er dann so einen Unfug schreibt ist seiner nicht würdig. Aber das muß er selbst am besten wissen.

Die kurze Nachricht Lebersorgers enthielt aber auch sachliche Informationen: Der Bezirksjägermeister von Linz-Land habe „schon mit der entsprechenden Behörde ein vernünftiges Gespräch gehabt„, Lebersorger selbst „war schon diesbezüglich auch im BMI„. Ich könne „daher auch weiterhin ruhig schlafen„, mein Jagdverband sei „tätig„. Man sei aber „nicht für jeden Beamten dieses Landes und seine schlechte Laune verantwortlich„.

Schön – der Bezirksjägermeister war also auf der BH, der Generalsekretär im Ministerium. Was dort besprochen wurde weiß man natürlich nicht, genau werden wir es wahrscheinlich auch nie erfahren und wer weiß, vielleicht ist das auch besser so. Den Schlaf raubt mir das aber in keinem Fall, ich schlafe nämlich immer gut.

Wenn wir abschließend schon beim Schlaf sind: Man sollte auch seine Träume auf den Schlaf beschränken! Denn Tagträume von „schlecht gelaunten Beamten“ können nur allzu leicht den Blick auf die wahren Hintergründe und Gefahren verdecken. Und das ist dann womöglich nicht ganz so lustig wie eine flapsige Nachricht …

Ich wünsche ein schönes Wochenende!

P.S.: Ich empfehle allen normalen Menschen, die Wiener Innenstadt heute Nachmittag und Abend wenn möglich zu meiden! Ab 18:00 Uhr findet dort nämlich eine sogenannte „Demonstration gegen die Kriminalisierung von Antifaschismus“ statt, es wird dort das selbe Gesindel erwartet, das schon im Jänner die Innenstadt in ein Schlachtfeld verwandelt hat. Muß man sich nicht geben.

14 Antworten zu “Wochenrückblick 30/2014

  1. Pingback: Was tun die Verbände? | dagarser

  2. Zitat: “Mehr Sicherheit durch ein liberales Waffenrecht”…WENN ALLE MITTUN, wenn wir nicht lockerlassen und wenn wir fleißig Werbung für die Petition machen!

    Ich habe heute im Verein die Werbetrommel gerührt und bin auf lauter taube Ohren gestoßen! Alle haben sofort die Ohren angelegt! Es kamen Argumente wie „..bringt eh nix“ und „..I unterschreib nix…“, oder man stellte sich als einfach nicht anwesend! Schön langsam habe ich den Eindruck, die Mitglieder dieses Vereins sind lauter Pampers-Träger! Schon beim Gedanken eine Unterschrift unter diese Petition zu setzen, läßt sie weich sitzen!!!

    Es ist einfach eine Schande! Ich hoffe sehr, daß es in den Bundesländern anderst ist!

    (Eine Frage. In kursiv zu zitieren ist, finde ich, eine gute Idee! Wie komme ich in diesem Blog zu einer kursiven Schrift?)

    • So ein Volk von Feiglingen läßt sich aber gut regieren. Bei den Jägern ist es nicht anders. Daher müssen wir eben unterschreiben und mobilisieren was geht. Es wird sich zeigen, wer Mut hat (obwohl man gar keinen braucht, wenn man so eine Petition unterschreibt).

      • Seien Sie versichert, Herr Gen. Sek., ich werde immer dabei sein und werde auch weiter die Werbetrommel rühren (es ist nur frustrierend, bei diesem Ergebnis). Und sollte z.B. auch einmal zu einer legalen Demonstration aufgerufen werde, werde ich auch dabei sein!
        Das Problem aber ist, ICH BIN ZU WENIGE!
        MfG.

        • Werter Tecumseh!
          Aber „sicher“ nicht alleine!!
          Weil nicht alle mündigen unbescholtenen Bürger sind bereit sich vooch länger besch…en zu lassen!!
          MfG

    • Manchmal geniert man sich für seine Mitmenschen. Ich tröste mich immer damit, daß meine diesbezüglichen Aktivitäten ja mir selbst zugute kommen – wenn sie nur diesen Ignoranten alles wegnähmen würde ich dabei sogar noch behilflich sein!

      Zur kursiven Schrift: https://dagarser.files.wordpress.com/2014/07/kursiv.jpg

      • Ich würde ebenfalls mithelfen.
        Und sollten wir „Gott mag abhüten“ wirklich einmal alles abgeben müssen, sind dann die, diejenigen, die am meisten und lautesten heulen!

  3. Es war wieder eine interessante Woche, dafür danke Georg.
    Nun bin ich auf die nächste Woche gespannt, ganz besonders über den Fortgang der Berichterstattung über den Polizistenmord in Deutschland.
    Das Überraschende, es wurde in allen Medien, ganz im Gegenteil zu den üblichen Meldungen in der Vergangenheit, durch die Bank weg äußerst zurückhaltend, fast schon Nüchtern darüber berichtet. Kein Amoklauf wurde fabuliert, der Täter nicht als Waffennarr bezeichnet und keine illegale Waffe herbeiphantasiert. Und das jetzt im berüchtigten Sommerloch !?
    In der einen Hinsicht sehr erfreulich, anderseits, kommt doch noch was nach ?
    Oder hat den Medien der Shitstorm überrascht, den ihnen aus jeder Ecke
    der Bevölkerung entgegenschlug betr. ihrer einseitigen, teilweise sehr beschönigenden Berichterstattung über die Israelfeindlichen Demonstrationen und Ausschreitungen unserer so „geliebten“ ausländischen Mitbürger ?
    Fast in allen Online Ausgaben von Zeitungen und Nachrichtensender wurde in den Kommentarbereichen brutal zensiert oder nach kürzester Zeit gleich geschlossen. Ich habe das Gefühl der Steuerzahlende Bürger wird langsam Aufmüpfig. Bleibt zu hoffen das dies kein laues Lüftchen bleibt.
    Aber wie heißt es so schön : wer Wind sät, wird Sturm ernten !

    Schönes Wochenende alle zusammen…

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