Wenn die Falschen Waffen haben …

In einer „idealen Welt“ würde man keine Waffen brauchen, zumindest nicht zur Selbstverteidigung. In so einer Welt leben wir aber leider nicht, es gibt Gefahren „da draußen“ die man am zweckmäßigsten mit einer Schußwaffe abwehren kann. Zwei Beispiele, in einem konnte sich das Opfer wehren, in einem nicht:

  • Bischofsheim, Hessen: Ein Polizeibeamter, nicht im Dienst, geht mit seiner Frau und einer Bekannten mit den Hunden spazieren, die Gruppe wird von einem Mann verfolgt, der sich merkwürdig verhält. Der Polizeibeamte spricht den Mann an, dieser zückt eine Waffe und erschießt den Polizisten. Später stellt sich heraus, daß der Täter angeblich „panische Angst vor Hunden“ hat und deshalb stets eine (übrigens illegal besessene) Pistole mit sich führte. (Die Welt)
  • Darby, Pennsylvania, USA: Eine Sozialarbeiterin begleitet einen Patienten in einem Spital zum Psychiater. Hinter verschlossenen Türen kommt es zum Streit, in dessen Verlauf der Patient die Sozialarbeiterin erschießt und den Psychiater verwundet; der Psychiater kann aber seinerseits eine Waffe ziehen und den Angreifer kampfunfähig schießen. Der Patient hat vermutlich „a lengthy criminal record„, also ein langes Vorstrafenregister (oder, wie man in gewissen Kreisen zu sagen pflegt: a muads Speiskoatn). (bigstory.ap.org)

Zwei Fälle auf zwei Kontinenten, mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden: Gemeinsam ist ihnen, daß in beiden Fällen der Täter geistig offensichtlich nicht ganz auf der Höhe war. Der eine hat aus Angst vor Hunden eine illegale Waffe dabei, der andere ist in psychiatrischer Behandlung und ist vorbestraft (und besitzt seine Waffe ergo wohl auch nicht legal). Auch gibt es in beiden Fällen einen unschuldigen Toten.

Das war’s aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten, wenden wir uns den Unterschieden zu: Bei dem Fall in Deutschland ist – zumindest auf den ersten Blick – schiefgegangen, was nur schiefgehen konnte. Wenn ein Polizeibeamter einen sich ganz offensichtlich merkwürdig verhaltenden Mann einfach so anspricht, ohne auf entsprechende Eigensicherung zu achten, dann hat der Beamte von seinem Beruf scheinbar nicht allzu viel verstanden und das hat ihn das Leben gekostet. Wahrscheinlich war der Polizist aber – da nicht im Dienst – selbst ohnehin nicht bewaffnet, da hätte er wohl besser bewaffnete Kollegen zur Hilfe gerufen. So ein Verhalten muß natürlich nicht tödlich ausgehen aber, wie man sieht, es kann!

Bei dem Fall in den USA sieht es da schon wieder anders aus: Da war wenigstens eines der Opfer bewaffnet, hatte sich also ganz offensichtlich mental darauf eingestellt, möglicherweise einmal in eine Selbstverteidigungssituation kommen zu können. Noch weiß man nicht, was sich hinter verschlossenen Türen genau abgespielt hat, eines aber ist klar: Ein Mann ist am Leben, weil er bewaffnet war!

Welche Lehren kann man aus diesen zwei Fällen ziehen:

  1. Im Zweifelsfall ist dein Gegenüber bewaffnet
  2. Wenn ein Irrer legal keine Waffe besitzen darf, dann besitzt er eben illegal eine.
  3. Deshalb ist es sinnlos, gesetzestreuen und „normalen“ Menschen den Waffenbesitz zu verbieten.
  4. Wenn du eine Waffe führst mußt du auch bereit sein, sie einzusetzen!
  5. Wenn es soweit ist, dann schieße besser als der Angreifer!

Übrigens hat auch der Psychiater in den USA seine Waffe wohl gewissermaßen „illegal“ geführt, da es in besagtem Spital nur „on-duty law enforcement officers„, also Exekutivbeamten im Dienst, erlaubt ist Waffen zu führen. Also wieder eine dieser famosen „gun-free-zones„!

Der örtliche Polizeichef sieht das aber etwas anders:

But Yeadon Police Chief Donald Molineux said that „without a doubt, I believe the doctor saved lives.“

„Without that firearm, this guy (the patient) could have went out in the hallway and just walked down the offices until he ran out of ammunition,“ the chief said.

(Doch der Polizeichef von Yeadon, Donald Molineux, sagte daß „er keinen Zweifel daran habe, daß der Arzt Leben gerettet hat.“

„Wäre der Arzt nicht bewaffnet gewesen, dann hätte der Kerl (der Patient) einfach raus auf den Gang gehen und alle Abteilungen abgehen können, bis ihm die Munition ausgegangen wäre“, so der Polizeichef.)

Wenn also „die Falschen“ Waffen haben – dann sollten das „die Richtigen“ auch!

9 Antworten zu “Wenn die Falschen Waffen haben …

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  2. Mag. Peter Zmek

    Grüß Gott Euch Allen,
    mal zu den unfähigen Politikern…jedes Volk bekommt die Politiker die es verdient (schmunzel) !
    ..zu den Schusswaffen, insbesondere Pistolen und Revolver…
    bin voll dafür das Österreicher(innen) ab dem Moment ab dem man sie ernst nimmt…also wenn sie zum Beispiel wählen dürfen (lach)
    das freie Führen von Faustfeuerwaffen gestattet. Ja mehr noch…Sie haben ein Recht darauf ! Mit ein paar winzigen Grundvoraussetzungen.
    Erstens: NULL Promille beim Führen der Waffe !
    Zweitens: Nachweislich hohes soziales Verantwortungsgefühl ! (hamma ja immer)
    Drittens: Ausgeprägte Fähigkeit Risiken abzuschätzen und entsprechend reagieren zu können. Umsichtig natürlich ! (eh kloar no prob)
    Stressbelastbar und keineswegs Affektlabil zu sein ! (So wos samma doch nie)
    Die Achtung vor dem Leben (auch dem Eigenen) muss IMMER an erster Stelle stehen !
    Sind alle diese Punkte erfüllt, steht dem führen von Verteidigungswaffen nichts mehr im Wege.
    All das Obenstehende ist für Herrn und Frau Österreicher doch sicher kein Problem….oder vielleicht doch ?!

  3. Only way to stop a bad guy with a gun, …….

  4. …..wir sollten endlich unsere demokratischen Mittel dafür nutzen, wer, wie über falsch und richtig bestimmt, denn das ist ein Gesamtproblem in diesem Europa.
    Der einzige für mich gangbare Weg in die richtige Richtung, wäre der „Schweizer Weg“.
    Unsere Aufgabe müßte es sein, diesen nachdrücklich zu fordern, was natürlich diese Republik und viele dieser(Schein) Republiken in Europa, in ihren Grundfesten erschüttern würde.
    Wenn es gelänge, die Menschen von den Vorteilen zu überzeugen, denn es beträfe die überwältigende Mehrheit, dann hätten die derzeitigen Profiteure dieser Zustände nichts mehr zu sagen.
    Jeder Schweizer hat das Recht, aber auch die Pflicht mit Waffen.
    Warum nicht jeder Europäer?
    Die Antwort kennt jeder, der darüber sein Spatzenhirn bewegt!
    Oder eher sein Krokodilshirn?

  5. But Yeadon Police Chief Donald Molineux said that “without a doubt, I believe the doctor saved lives.”
    So etwas würde ich gerne von einer offiziellen Stelle, in einem ähnlich gelagerten Fall, bei uns hören!
    Ich fürchte, da friert eher die Hölle ein!
    Und zu „Schade, daß gerade sie uns regieren.“ Ändern wir es doch!
    Der 1. Schritt dazu wäre:
    UNTERSCHREIBT DOCH DIE PETITION!!!!!!!!!

  6. Lustige Geschichte, die von dem Angsthasen mit Pistole.
    Aus meinem Leben mit Hunden könnte ich viel ähnliches erzählen (da ich noch nicht tot bin).
    Eine als Beispiel:
    da war einmal ein Polizist, der machte mich darauf aufmerksam, dass er vor meinem Hund an der langen Leine (Jäger kennen sich aus) Angst hätte und wenn ich den Hund nicht an die Leine nähme würde er ihn erschießen.
    Nach meiner Antwort darauf, zog er von dannen, ohne meinen Hund zu erschießen.

  7. Der Schleimmann sowie der Schwindelegger
    sind leider unfähige Politiker.
    Obwohl wir es wissen – weit gefehlt,
    werden sie sicher erneut gewählt.
    Schon Kreisky konnte uns versichern :
    Ein Land mit zuviel Rindviechern.

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  9. Aus diesen Beispielen lernen wir, aber wir wissen das ohnehin. Die aber, die nichts wissen, lernen nichts daraus. Schade, daß gerade sie uns regieren.

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