Familien-Bande

Exempla docent – wohl deshalb hat der neue ÖVP-Obmann, Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner, offenbar entschieden – im Gegensatz zu seinen drei unmittelbaren Vorgängern – nicht auch die Agenden des Finanzministers zu übernehmen. Das ist wahrscheinlich ein kluger Entschluß, die Aufgaben eines Finanzministers sind sicherlich auch so schon groß und schwerwiegend genug, ohne gleichzeitig auch noch die aufgeblasene Struktur der ÖVP bändigen, die Begehrlichkeiten der Landesfürsten befriedigen und den Koalitionspartner auf Distanz halten zu müssen. Das ist zum Scheitern verurteilt.

Deshalb ist Mitterlehner nun auf der Suche nach einem geeigneten Finanzminister, derzeit scheint noch völlig offen zu sein, wer als „neues Gesicht“ in die Wiener Himmelpfortgasse einziehen wird. Von parteifreien Experten ist die Rede, aber auch Namen von Politikern wie Stephan Pernkopf (Agrarlandesrat in Niederösterreich, das würde freilich den Erwin-Onkel freuen) oder ÖVP-Klubobmann Reinhold Lopatka wurden bisher ventiliert.

Dabei müßte Mitterlehner ja gar nicht so weit schauen, in seinem engsten familiären Umfeld hätte er gleich zwei Experten, die sich im Finanzwesen sicherlich bestens auskennen: Nämlich seinen Bruder und dessen Frau:

Dr. Andreas Mitterlehner ist Vorstandsvorsitzender der HYPO Oberösterreich, Mag. Michaela Keplinger-Mitterlehner Vorstandsdirektorin in der Raiffeisenlandesbank OÖ – na wenn die sich nicht auskennen, wer dann?

Sollte der neue starke Mann der ÖVP – was aber sehr unwahrscheinlich ist, eh schon wissen: der Erwin-Onkel… – auch das Innenministerium neu besetzen wollen, dann hätte er auch da einen Fachmann in der Familie: Gottfried Mitterlehner, den Leiter des Landeskriminalamtes für Oberösterreich!

Eine äußerst erfolgreiche Familie, muß man schon sagen. Ich glaube aber nicht, daß die Mitterlehners sich jetzt untereinander die Ministerien und somit die Macht in unserer Republik aufteilen werden. Wahrscheinlich langt ihnen Oberösterreich.

5 Antworten zu “Familien-Bande

  1. Pingback: Wochenrückblick 35-36/2014 | dagarser

  2. ….na dann ist ja alles in einer Hand: Die Finanzen, die Politik, die Polizeigewalt – wenn das nicht die besten Voraussetzungen für demokratische Strukturen im Land sind….aber, das ist eben was uns Schafen fehlt: Das Verständnis dafür – wir haben eben keine Ahnung – von nix…und schöne Grüße aus Nord-Korea…

  3. Bande ist gut! Familien“bande“ ist noch besser!

  4. Das sind also mehrere beteiligt, welche unser Land in den Ruin treiben…

  5. Pingback: Familien-Bande - GunNews

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