Wochenrückblick 35-36/2014

Seit dem letzten Wochenrückblick habe ich mehrmals die „Neuerungen“ in der ÖVP kommentiert, ein schönes Jubiläum gefeiert, einen mißglückten Polizeieinsatz thematisiert, mich über fehlende Unterstützung der Petition „Mehr Sicherheit durch ein liberales Waffenrecht“ beklagt, eine ORF-Sendung zum Thema „Waffen“ beworben und diese Sendung schließlich einer Nachbetrachtung unterzogen:

  • Die ÖVP hat wieder einmal ihrem Lieblingshobby gefrönt: Dem fröhlichen „Obmannabschießen“. Am 26. August ist Michael Spindelegger nach Zurufen aus der Partei, die sich kein Obmann gefallen lassen kann, von allen seinen politischen Ämtern zurückgetreten. Das habe ich noch am selben Tag zum Anlaß genommen, einen Rückblick auf die „Ära Spindelegger“ zu schreiben und gleichzeitig die Notwendigkeit von Neuwahlen in den Raum zu stellen: „Entfesselung
  • Der neue Mann auf dem ÖVP-Schleudersitz heißt Reinhold Mitterlehner, nur rund 12 Stunden nach dem Rücktritt von Michael Spindelegger haben die ÖVP-Gremien das so beschlossen. Das ging ja flott. Darüber habe ich am 27. August geschrieben: „Der Nachfolger
  • Der neue ÖVP-Obmann aus Oberösterreich hat eine recht interessante Familie: Ein Bruder ist ein hoher Polizist, ein anderer Vorstandsvorsitzender bei der HYPO-OÖ und dessen Frau sitzt im Vorstand der Raiffeisenlandesbank OÖ. Eine mächtige „Familien-Bande„, das habe ich am 28. August festgestellt.
  • Ebenfalls am 28. August konnte ich ein schönes Jubiläum dieser Seite feiern: Genau seit 1.000 Tagen war „dagarser“ an diesem Tag online, als wäre das nicht genug, ist auch der Besucherzähler just zu diesem Datum über die 400.000er-Marke gesprungen! „Schöne, runde Zahlen„, die ich wie gewohnt mit ein paar Statistiken „gefeiert“ habe.
  • Bei einer Drogen-Razzia in Klagenfurt haben Polizisten des EKO-Cobra irrtümlich die Wohnung eines gänzlich unbeteiligten Mannes gestürmt – offenbar ist es in der Hitze des Gefechts schwer, sich auf Nebensächlichkeiten wie Türnummern zu konzentrieren. Ein Irrtum, wie er bedauerlicherweise immer wieder einmal vorkommt, aber nicht wirklich ein Skandal. Ein Skandal waren hingegen die Äußerungen des Leiters des Einsatzkommandos nach dem Zugriff, da fragt man sich schon, ob wir noch in einem Rechtsstaat leben: „Von Irrtümern und Entschädigungen“ habe ich am 29. August geschrieben.
  • Die parlamentarische Petition „Mehr Sicherheit durch ein liberales Waffenrecht“ will und will nicht vom Fleck kommen. Dafür habe ich absolut kein Verständnis, noch leichter kann man es den (vielen!) betroffenen Bürgern ja wirklich nicht machen, ihrem Unmut über die Unzulänglichkeiten des österreichischen Waffengesetzes (bzw. dessen Vollziehung) Ausdruck zu verleihen. Trotzdem sind nach fast zwei Monaten noch nicht einmal 3.500 Unterstützungserklärungen zusammengekommen! „Es ist manchmal wirklich zum Verzweifeln!„, das habe ich am 3. September festgestellt.
  • Wenn ein (öffentlich-rechtlicher) TV-Sender wie der ORF eine Reportage zum Thema „Waffen“ bringt, dann ist höchste Vorsicht geboten – die Erfahrung lehrt, daß da meistens ein fürchterlicher Blödsinn dabei herauskommt! Am 4. September hat der ORF eine solche Reportage gebracht, davor habe ich meiner Hoffnung Ausdruck verliehen, daß es diesmal womöglich nicht ganz so schlimm werden könnte: „TV-Empfehlung: ‚Am Schauplatz – Die Waffen hoch‘ (ORF 2)
  • Am 5. September habe ich die am Vortag angekündigte TV-Reportage einer Nachbetrachtung unterzogen: Die Sendung war nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut – „belanglos“ trifft es noch am besten. Aber – und das ist anzuerkennen – zumindest war es nicht die vielerorts befürchtete üble Anti-Waffen-Propaganda. Siehe “ ‚Am Schauplatz – die Waffen hoch‘ – Eine Nachlese

Ein paar Worte noch zu den Diskussionen rund um die obige ORF-Reportage: Es jedem Menschen recht getan, ist eine Kunst, die keiner kann! Unbestritten, die Sendung „Die Waffen hoch“ war kein journalistisches Glanzstück und auch nicht alle Mitwirkenden waren im Sinne der Waffenbesitzer wirklich überzeugend. Das finde ich aber nicht weiter schlimm, schließlich waren da „Menschen wie Du und ich“ am Werk und keine ausgefuchsten Medienprofis. Schaden hat die Sendung jedenfalls keinen angerichtet.

Dennoch wurde in den sozialen Netzwerken kübelweise Spott und Häme über diejenigen ausgeschüttet, die sich vor die Kamera getraut haben und – wenngleich mitunter etwas holprig – durchaus sympathisch Werbung für die Anliegen der legalen Waffenbesitzer gemacht haben. Ein Trauerspiel, vor allem wenn man bedenkt, daß die, die da am lautesten schreien,  für den Erhalt des legalen Waffenbesitzes mehrheitlich noch keinen vernünftigen Finger gerührt haben!

Bei manchen Meldungen – etwa in einem Forum, das sich vollmundig „Das österreichische Waffenforum“ nennt (und lustigerweise von einem Italiener betrieben wird) – kann man sich nur noch an den Kopf greifen und sich fragen, woher diese Gehässigkeit kommt. Selbst nichts leisten, aber die, die sich bemühen und etwas tun, untergriffig kritisieren und niedermachen. Diese Leute sollten sich wirklich in Grund und Boden schämen – das wird aber nicht passieren, da man Charakter benötigt um Einsicht und Scham zu empfinden …

Abschließend noch – wie gewohnt – der Hinweis auf die parlamentarische Petition „Mehr Sicherheit durch ein liberales Waffenrecht“:

Hier kann man die Petition unterstützen:

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Hier mein Informationsschreiben zur Petition, zur freien Verwendung:

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Hier der Aushang für Schützenvereine etc., zur freien Verwendung:

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Ich wünsche ein schönes Wochenende!

13 Antworten zu “Wochenrückblick 35-36/2014

  1. „…Dennoch wurde in den sozialen Netzwerken kübelweise Spott und Häme über diejenigen ausgeschüttet, die sich vor die Kamera getraut haben und – wenngleich mitunter etwas holprig – durchaus sympathisch Werbung für die Anliegen der legalen Waffenbesitzer gemacht haben. Ein Trauerspiel, vor allem wenn man bedenkt, daß die, die da am lautesten schreien, für den Erhalt des legalen Waffenbesitzes mehrheitlich noch keinen vernünftigen Finger gerührt haben! …“

    Und genau das habe ich heute im Verein ebenfalls erlebt! Da schwillt mir dann immer der Kropf! Am gescheitesten wäre es, unter diesen Umständen nichts mehr zu tun! Die verdienen es nicht anderst!!! Aber leider sind wir dann auch die Leidtragenden!!!
    Wie heißt’s doch so schon „…und wenn nur ein Gerechter in der Stadt lebt…!“
    Daher bitte nur weiter machen, (das geht natürlich auch an unseren Gen. Sek.!)!!! Die meißten im Bolg werden es sicher danken!!!

  2. Natürlich schaue ich dort auch immer hinein. Da kann ich ja sehr viel über mich lesen. Immer recht interessant. In der Beliebtheitsskala rangiere ich dort gleich hinter dem Stalin. Immerhin.

  3. Pingback: Wochenrückblick 35-36/2014 - GunNews

  4. Habe jetzt ausnahmsweise in dieses „Superforum“ geschaut !Weis jetzt was Richard gemeint hat ! Puh da kannst echt nur den Kopf schütteln ! Dort tummeln sich anscheinend lauter „Spezialisten“ Das reicht mir wieder für die nächsten Monate da wird mir einiges klar !

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