Und die Petition geht doch weiter!

Heute vormittag habe ich angekündigt, daß mit der Behandlung der parlamentarischen Petition „Mehr Sicherheit durch ein liberales Waffenrecht“ im zuständigen Ausschuß die Frist zur Unterstützung dieser Petition zu Ende gehen würde. Gerade habe ich aber telefonisch von der Abgeordneten zum Nationalrat Martina Schenk, auf die diese Initiative zurückgeht, erfahren, daß die endgültige Behandlung der Petition vertagt wurde, bis eine Stellungnahme des Innenministeriums dazu vorliegt.

Das heißt, daß die Petition nun zumindest bis zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Petitionen und Bürgerinitiativen, die für den 25. November dieses Jahres geplant ist, online bleibt und unterstützt werden kann!

Das sind weitere zwei Monate, in denen betroffene Bürgerinnen und Bürger ihren Unmut über fehlgeleitete Bestimmungen des österreichischen Waffengesetzes direkt beim Gesetzgeber deponieren können, weitere zwei Monate, in denen es gilt auf diese Petition aufmerksam zu machen, weitere zwei Monate, die verbleiben um aufzuzeigen, daß Waffenbesitzer im großen und ganzen nicht gewillt sind, sich aufgrund einer rückwirkenden Gesetzesänderung kriminalisieren zu lassen und es auch nicht einsehen, daß die Ausstellung von Waffenpässen de facto einem behördlichen Willkür- bzw. Gnadenakt unterliegt.

Zwei Monate (seit dem 15. Juli 2014) war die Petition online, zwei weitere Monate kommen jetzt hinzu – nun gilt es, diese „Nachfrist“ vernünftig zu nutzen: In meinem vorangegangenen Artikel „Die Petition im Ausschuß“ habe ich hinreichend dargelegt, aus welchen Gründen meiner Meinung nach der Zuspruch zu dieser wichtigen Initiative leider mehr als nur verhalten war. Jetzt haben wir aber die Chance, auf diese Defizite zu reagieren und ihnen entgegenzuwirken!

Ich habe keine Hoffnung, daß der Schützenbund oder die Landesjagdverbände, die ich zuvor zu Recht kritisiert habe, von ihrem Verhalten (oder besser: von ihrer Untätigkeit) abrücken werden, dafür wäre ein Problembewußtsein erforderlich, das ich mir dort beim besten Willen nicht vorstellen kann; außerdem – und darauf bin ich bislang noch nicht eingegangen – ist es ohnehin fraglich, ob diese Institutionen aufgrund ihrer politischen Verflechtungen überhaupt Interesse an einer Liberalisierung des Waffengesetzes haben (dürfen). Aber nochmals: Wer mag, der soll nachfragen! Ich werde das nicht tun, obwohl mich das zugegebenermaßen schon sehr interessieren würde …

Nein, der Erfolg oder Mißerfolg dieser Petition liegt alleine in den Händen jener, die erkannt haben, daß wir die Möglichkeit zur Artikulation unserer berechtigten Bedenken und Einwände abseits jedweder falsch verstandener parteipolitischer Bedenken oder sonstiger fadenscheiniger Vorwände nicht ungenützt verstreichen lassen dürfen!

Es ist doch ganz einfach: Das will ich, dazu stehe ich, das unterstütze ich!

Und da nehme ich jeden einzelnen, der sich mit dem Inhalt dieser Petition identifizieren kann, in die Pflicht: Auch wenn es wie ein Kampf gegen Windmühlen erscheinen mag – macht Werbung für die Petition! Werdet nicht müde, im Schützenverein, in der Jägerrunde, bei Bewerben oder Gesellschaftsjagden auf diese Petition aufmerksam zu machen! Laßt Euch nicht entmutigen, wenn Ihr auf Unverständnis oder Ablehnung trefft – wir halten das aus, denn wir sind im Recht!

Es ist nicht „unmoralisch“, für sein Recht einzutreten und Verbesserungen zu fordern – „unmoralisch“ ist es nur, wenn demokratische Instrumente ins Lächerliche gezogen, ignoriert und torpediert werden!

Ich glaube zu wissen, daß die meisten meiner Leser, die dazu berechtigt sind, die Petition ohnehin schon unterschrieben haben. Ich habe nämlich fast durchwegs gescheite Leser! Da soll es aber nicht aufhören: Was ist mit der Familie? Den Freunden? Den Bekannten?

Schaffen wir in unserem Umfeld ein Problembewußtsein, reden wir mit den Menschen über dieses Thema! Das gibt interessante, oft lehrreiche, Diskussionen, im Idealfall hat man dann einen weiteren Unterstützer der Petition und – wenn es ganz gut läuft – auch noch gleich einen „Multiplikator“ hinzugewonnen! Und was hat man im schlimmsten Fall verloren? – Gar nichts!

In diesem Sinne: Gehet hin und werbet für die Petition! Weil wenn wir es nicht tun, dann tut es keiner!

Hier kann man die Petition „Mehr Sicherheit durch ein liberales Waffenrecht“ online unterschreiben:

Unterschrift_gif

Hier mein Informationsschreiben zur Petition, zur freien Verwendung:

bf_msdelw

Hier der Aushang für Schützenvereine etc., zur freien Verwendung:

Wichtig_pet

8 Antworten zu “Und die Petition geht doch weiter!

  1. Pingback: Wochenrückblick 37-38/2014 | dagarser

  2. ETIAM NUMQUAM RETRO !

  3. Ich weiß nicht mehr wo, aber ich meine gelesen zu haben das die Waffenhändler zum bekanntmachen der Petition mit einbezogen werden sollten. Wenn nicht geschehen, vielleicht da mal „anklopfen“ !?
    Man sollte auch darauf hinweisen das die Petition nicht (hauptsächlich) von „Team Strohnach“ kommt, sondern von einer Waffenbesitzerin. Und das nicht die Ideologie einer Partei, sondern-ganz und gar- die ureigenen Interessen mit der Zeichnung der Petition eingefordert werden.
    Für die zwei Monate drücke ich den österreichischen Waffenbesitzern alle Daumen, auf das noch einige „Schläfer“ aufwachen….
    Mit kameradschaftlichen Gruß von der Waterkant !

    VIRIBUS UNITIS

  4. ……also, genau betrachtet, hat diese Ansammlung von feigem Mist, Leute wie dich, gar nicht verdient!
    Ein Kampfgegen Windmühlen.
    Ignoranz und Dummheit, gesteuert von ebensolchem Gesindel als Machthaber, mittels ebensolcher Medien.
    Was soll dabei herauskommen?

  5. Also, weiter geht es, daher: NUMQUAM RETRO…..
    grüsse
    sousek

  6. Pingback: Und die Petition geht doch weiter! - GunNews

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