Wie gefährlich sind die Waffenbesitzer?

Wenn man den Gegnern des legalen Waffenbesitzes Glauben schenkt, dann geht von jenen, die – behördlich überprüft und mittlerweile ja auch mehr oder minder flächendeckend registriert – Schußwaffen zur Jagd, zur Ausübung des Schießsports, zur Selbstverteidigung oder aus Sammlerzwecken besitzen, eine gewaltige Gefahr aus. Schließlich weiß ja nicht zuletzt dank der qualitativ hochwertigen Medienberichterstattung inzwischen auch (bzw. besonders) der dümmste Idiot, wie tückisch und unberechenbar seelenlose Objekte aus Stahl, Holz und Plastik, respektive deren Besitzer, sind.

Da werden Unfälle oder gar „Amokläufe“ beschworen, andauernd „löst“ sich irgendwo ein Schuß, Parkplatzstreitigkeiten enden unweigerlich in Massakern, neben denen sich der Shootout am O.K. Corral wie ein Faschingsgschnas ausnimmt, Selbstverteidigung gibt es sowieso nicht, weil die armen Verbrecher in ihrer Not keinen anderen Ausweg sehen, als dem aggressiven Opfer die Waffe zu entwenden und gegen ihn einzusetzen – und überhaupt: Denkt denn keiner an die Kinder?!?

Kein Wunder also, wenn viele Menschen der Meinung sind, daß Waffen und Waffenbesitzer irrsinnig gefährlich sind, wer weiß, hätte ich von der Materie ebenfalls nicht den Funken einer Ahnung, dann würde ich das womöglich auch denken. Aus eigener Anschauung und Erfahrung kann ich diese Bedenken zwar nicht bekräftigen oder teilen, man muß aber die Ängste der Menschen ernst nehmen, schließlich wissen sie es ja zumeist nicht besser.

Was man aber tun kann, ja tun muß, ist, die Ängste zu zerstreuen: Liebe Waffengegner! Fürchtet euch nicht! Vom durchschnittlichen Waffenbesitzer in Österreich und Deutschland geht keinerlei Gefahr aus! Die Deutschen fürchten sich z.B. mehrheitlich davor, bewaffneten Selbstschutz als Grund („Bedürfnis“) für Waffenbesitz anzuerkennen (geschweige denn zu fordern); die Mehrzahl der Österreicher ist zu feige oder blöd (oder beides), um die Möglichkeit zu nutzen, durch eine simple Unterstützungserklärung zu einer Petition gegen eklatante Fehler im Waffengesetz Stellung zu beziehen! Vor denen braucht sich doch keiner zu fürchten!

Wie „gefährlich“ sind also die Waffenbesitzer tatsächlich? Nur so zum Nachdenken …

13 Antworten zu “Wie gefährlich sind die Waffenbesitzer?

  1. ein „super“ dagarser.
    Am besten ist die Aussage :
    ; die Mehrzahl der Österreicher ist zu feige oder blöd (oder beides)*, um die Möglichkeit zu nutzen, durch eine simple Unterstützungserklärung zu einer Petition gegen eklatante Fehler im Waffengesetz Stellung zu beziehen! Vor denen braucht sich doch keiner zu fürchten!
    Ergänzung meinerseits:
    *zu dumm !

  2. Pingback: Wochenrückblick 37-38/2014 | dagarser

  3. Wie immer ein vortrefflicher Beitrag. Es ist schon erschreckend wie der normale Bürger einen Waffenbesitzer, und Waffenbesitz im allgemeinen, sieht. Von welcher Seite diese „Weisheit“ verbreitet wird, wissen wir. Und gegen dieses Unwissen können nur wir Wissende angehen. Wir und die Verbände die wirklich auf unserer Seite stehen. Sollte dieses Bollwerk der Standhaftigkeit eines Tages fallen, dann haben wir verloren. Gerade habe ich auf den Blog von Katja Triebel gelesen, dass jetzt wieder die nächste Attacke gegen die Jäger angegangen wird und die Oberen der Verbände beschwichtigen und demütig die (abartigen) „Weisheiten“ der Politiker ab nicken. Einsprüche, Wiederstand? Fehlanzeige. Quo vadis Jägerschaft?

    Eigentlich wollte ich mit dem Link, der pure Satire ist, etwas zum lachen, zumindest schmunzeln, bringen. Doch als ich mir das Foto genauer angesehen habe, gefror mir das lachen im Gesicht. Doch seht selbst :
    http://www.der-postillon.com/2014/09/wilde-schieerei-bei-schutzenfest-in.html#more

  4. Der legale Waffenbesitzer ist nicht gefährlich, weitaus gefährlicher sind die illegalen Waffenbesitzer. Am gefährlichsten aber ist der Staat als Waffenbesitzer, sobald er ein Monopol anstrebt oder erreicht hat.

  5. Na, aus Sicht der Gefahrenabwehr sind zumindest die Legalwaffenbesitzer nicht besonders gefährlich.

    Und die vereinzelt durch Delikte auffallenden Personen waren oft genau bekannt und schon auffällig…

    Peter

  6. ….ich bemühe da immer die Fragenden mit einer Gegenfrage:
    Ob er denn wisse, wieviele Leute jährlich durch Schusswaffen getötet werden und wieviele durch den Straßenverkehr?
    Wenn den angeblich Verantwortlichen tatsächlich an den Menschen gelegen wäre, dann würde ich einmal da anfangen.
    Oder beispielweise durch medizinische Fehler – die Liste ist endlos.
    In Wahrheit geht’s um Macht und deren ungestörte Ausübung.
    Schuld sind wir selbst.
    Durch unsere Steuern bezahlen wir unsere Unterdrücker, deren Verwaltung und deren Schergen selbst und wählen sie auch, im Glauben, alll das sei notwendig, richtig und unabänderlich, nur weil wir uns nie nach Alternativen umgesehen haben.
    Gründen wir die Partei der Selbstdenker.

  7. Als WBK,WP Besitzer und Waffensammler bin ich auch ein Gegner von
    Waffen – mit denen man auf Menschen schießt.Ein Sportschütze durchlöchert Papierzielscheiben und so wie ich mit meinem Revolver auch 12 mm Baustahlplatten.Wenn man kein Jäger ist wird auch kein Tier erlegt.
    Einmal wurde ich dennoch gefragt ob ich schon einmal auf einen Menschen
    geschossen habe.Ich musste die Frage mit einem ja beantworten.
    „Wurde der Mann getroffen und wurde er verletzt ?“war die nächste
    Frage.Auch hier musste ich mit ja antworten.“Wer war diese Person?“
    Ich erwiderte :“Dieser Mensch war ich selber.Ich hatte mir beim
    Militär in den 50er Jahren durch unsachgemäße Handhabung als Linkshänder mit der
    P11 Pistole durch die rechte Hand geschossen……………..“.

  8. ORF:
    …. Wie er die Waffe aus dem verriegelten Holster entreißen konnte, ist noch unklar. Der Dienstwagen der beiden Polizisten wurde für Untersuchungen beschlagnahmt. Allgemein wird angenommen, dass der 48-Jährige als Zeitsoldat im Umgang mit Waffen geübt war. Die Polizei kündigte für Donnerstagnachmittag eine weitere Stellungnahme an.

    Ein tragischer Fall – doch drängt sich die Frage der Verwahrung/Zugriff Unbefugter auf. Wie auch immer entschieden wird, gleiche Beurteilungskriterien sollen und müssen auch dem „einfachen“ Waffenbesitzer im Anlassfall zugebilligt werden

    • Nicht umsonst sind in Amerikanischen Strefenwagen meist Gitter hinter dem Fahrersitz angebracht und die Türen nur von außen zu öffnen, ebenso die Fenster nicht zum öffnen…

  9. Pingback: Wie gefährlich sind die Waffenbesitzer? - GunNews

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