Wochenrückblick 37-38/2014

Seit dem letzten Wochenrückblick habe ich von einem mit einer MP bewaffneten Türken berichtet, ein lesenswertes Interview mit einem deutschen Psychologen vorgestellt, (leider) wieder einmal Zwistigkeiten unter deutschen Waffenbesitzern kommentiert, an einem Tag gleich dreimal die parlamentarische Petition „Mehr Sicherheit durch ein liberales Waffenrecht“ thematisiert und schließlich die (rhetorische) Frage gestellt, wie gefährlich die legalen Waffenbesitzer denn eigentlich sind:

  • Es ist in Österreich gar nicht so schwer, legal an eine  Waffe zu kommen: Volljährig muß man sein und unbescholten, dann kann man sich schon Waffen der Kategorien C + D problemlos anschaffen, da gibt es nur die sogenannte „Abkühlphase“; bei B-Waffen wird’s schon komplizierter, da braucht man schon den Waffenführerschein und ein psychologisches Gutachten, außerdem muß man 21 Jahre alt sein. Waffen der Kategorie A hingegen bekommt man als „Normalsterblicher“ kaum in die Finger, Ausnahmebewilligungen für „verbotene Waffen und Kriegsmaterial“ sind dünn gesät und kaum zu bekommen. Einfacher geht’s freilich, wenn man Türke ist und „große Angst um seine Sicherheit“ hat – weil dann kauft man sich ganz einfach mir-nichts-dir-nichts eine vollautomatische Maschinenpistole auf dem nächsten „Kirtag“! So geschehen in Salzburg (bzw. Oberösterreich), „Man lernt nie aus“ habe ich am 9. September befunden.
  • Wenn Psychologen sich zum Thema „Waffen“ äußern, dann ist im Regelfall höchste Vorsicht angebracht – bei solchen Meldungen steht nämlich meist Ideologie im Vordergrund, nicht Sachverstand. Kennt man leider zur Genüge. Umso erfreulicher, wenn auch einmal eine vernünftige Psychologenmeinung publiziert wird, eine solche habe ich am 10. September vorgestellt: „Ein lesenswertes Interview
  • Seit ich dieses Blog betreibe, habe ich stets auch den Blick über die Grenzen schweifen lassen, besonders ins Nachbarland Deutschland. Das hat mir schon des öfteren den Vorwurf eingebracht, „die Österreicher sollten doch lieber vor ihrer eigenen Türe kehren“, statt sich „belehrend“ anderswo einzumischen. Nun ja. „Vor der Türe“ ist nicht „hinter der Türe“, gerade bei Nachbarländern, die noch dazu durch die EU verbunden sind, ist die Beschäftigung mit den Entwicklungen in jenem Land, von dem uns die gemeinsame Sprache trennt, vernünftig und geradezu geboten. Wenn ich also feststelle, daß in Deutschland wieder einmal völlig sinnlose und schädliche Diskussionen zum Waffenthema ausbrechen, dann nehme ich mir sehr wohl das Recht heraus, das zu kommentieren und meine Meinung dazu zu äußern. Wem das nicht paßt, dem kann (und will) ich auch nicht helfen. „Divide et impera“ habe ich am 16. September veröffentlicht, dieser Artikel wurde schon viel diskutiert und verbreitet: Allein über 150 „shares“ auf Facebook sind schon sehr gut, außerdem wird dieser Beitrag auch in den nächsten IWÖ-Nachrichten erscheinen. Besonders aber freut und ehrt mich, daß unser Franz Schmidt ihn in den zweiten Teil seiner „Waffenrechtsdebatte“ integrieren wird!
  • Seit Mitte Juli habe ich hier schon oft und ausführlich über die parlamentarische Petition „Mehr Sicherheit durch ein liberales Waffenrecht“ berichtet, am 17. September habe ich dazu gleich 3 Beiträge gebracht: Zunächst habe ich in „Die Petition im Ausschuß“ darüber berichtet, daß – wie der Titel schon aussagt – an diesem Tag die Petition im zuständigen Ausschuß behandelt werden würde und die Möglichkeit zur Zustimmung damit beendet wäre. Das habe ich gleich zum Anlaß genommen, die in meinen Augen viel zu geringe Zahl an Unterstützungserklärungen zu beklagen und – durchaus kritisch – die Schuldigen dafür zu benennen. Wenig später hat sich die Situation dann aber doch wieder anders dargestellt: Martina Schenk hat mich nämlich gleich nach dem Ausschuß angerufen und mir mitgeteilt, daß die Beschlußfassung über die Petition bis zur Vorlage einer Stellungnahme des Innenministeriums vertagt wurde, die Petition also bis zur nächsten Ausschußsitzung am 25. November weiterhin unterstützt werden kann. Sehr erfreulich, unter „Und die Petition geht doch weiter“ habe ich das meinen Lesern mitgeteilt und gleich wieder fleißig die Werbetrommel für die Petition gerührt. Der Vollständigkeit halber habe ich letztlich unter „Und noch einmal die Petition“ die entsprechende Presseaussendung des Parlaments veröffentlicht.
  • Es wird meinen Lesern nicht entgangen sein, daß ich mich über die mehr als verhaltene Zustimmung zur Petition fürchterlich geärgert habe bzw. ärgere: Meines Erachtens steht da nämlich absolut nichts drinnen, das man nicht guten Gewissens vollinhaltlich unterschreiben könnte; es ist für mich nicht einzusehen, wieso gar so viele Waffenbesitzer von dieser Chance, ihren berechtigten Sorgen und Anliegen Luft zu verschaffen, keinen Gebrauch machen. Unter diesem Eindruck habe ich am 18. September „Wie gefährlich sind die Waffenbesitzer“ veröffentlicht.

Hand aufs Herz: Hat hier schon jeder, der dazu berechtigt ist, die Petition unterschrieben? Hat schon jeder in seinem Umfeld Werbung dafür gemacht? Hat sich schon jeder überlegt, wie er die Petition noch weiter „pushen“ könnte?

Denn jetzt haben wir eine „2. Chance“ erhalten, nämlich (s.o.) bis 25. November. Nutzen wir sie!

Hier kann man die Petition „Mehr Sicherheit durch ein liberales Waffenrecht“ online unterschreiben:

Unterschrift_gif

Hier mein Informationsschreiben zur Petition, zur freien Verwendung:

bf_msdelw

Hier der Aushang für Schützenvereine etc., zur freien Verwendung:

Wichtig_pet

 Ich wünsche ein schönes Wochenende!

 

7 Antworten zu “Wochenrückblick 37-38/2014

  1. Tatsache ist,dass Schusswaffen ein Teil unserer Kulturgeschichte sind –
    sie sollten nur bei der Jagd sowie beim Schießsport und bei Selbstschutz
    eingesetzt werden.

  2. Hmmm, wieder einKommentar in den tiefen des Internets verschwunden. Ich warte noch etwas ab. Vieleicht taucht er ja, wie schon einmal, mit Verspätung auf.

    • In der Moderationswarteschlange oder gar im Spam ist er jedenfalls nicht gelandet – habe ich soeben überprüft …

      • Es waren auch keine essentiellen Erkenntnisse für die gesellschaftliche Entwicklung drin……….also hab ich dadurch einmal geschwiegen und wurde für weise gehalten, oder so.

  3. Moin Moin dagarser – Richard 😉
    Ich habe gerade deinen Wochenrückblick gelesen. Es ist dein Blog, es ist deine Meinung und dein Blick über den Tellerrand der Grenzen. Und das ist gut so! Außer Dir kenne ich keinen Blogger der sich so intensiv im deutschsprachigen Raum mit dem Thema Waffenbesitz und Waffenrecht auseinandersetzt. Wie schon erwähnt, Grenzenlos. Das macht nicht nur Mut,
    es animiert gleiches zu tun! Bitte weiter so!

    VIRIBUS UNITIS!

  4. Pingback: Wochenrückblick 37-38/2014 - GunNews

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