Wie das Bundesheer „spart“

Scan aus "Heute" vom 22.09.2014

Scan aus „Heute“ vom 22.09.2014

Was bedeutet es, wenn eine Militärhundeführerin mit Hund, ein Gardist, ein Militärpilot, ein UNO-Soldat, ein Pionier und ein Sanitäter fröhlich aus dem Gratisblatt „Heute“ lachen? – Richtig, dabei muß es sich um eine Werbeeinschaltung des Österreichischen Bundesheeres handeln! Interessant ist der dazugehörige Text:

Mit der Heeresreform wird das Bundesheer schlanker, effizienter und fit für die Zukunft: damit unser Heer seine Aufgaben auch weiterhin erfüllen kann. Von der militärischen Landesverteidigung und dem Schutz unserer Infrastruktur über die Hilfe bei Katastrophen bis zum humanitären Engagement im Ausland – unser Heer sorgt für Ihre Sicherheit.

Klingt ja sehr gut, leider sieht es in der Realität ganz anders aus: Die Militärhundeführerin kann dem Hund wahrscheinlich nichts mehr zu fressen geben, der Gardist kann seinen Repräsentationsaufgaben nicht mehr nachkommen, der Militärpilot hat Startverbot, der UNO-Soldat bangt um die Auslandseinsätze, der Pionier hat keinen Treibstoff für den Bergepanzer und dem Sanitäter gehen allmählich die Pflaster aus!

Das Bundesheer hat nämlich kein Geld mehr. Das mit 0,6% des BIPs lächerlich geringe Verteidigungsbudget (in der EU geben nur Irland und Luxemburg weniger für ihre Landesverteidigung aus) erlaubt keinen geregelten Dienstbetrieb mehr, es regiert nur noch der Sparstift und unser Heer geht mit jedem Tag mehr und mehr vor die Hunde. Es ist in Wahrheit ein Trauerspiel, was uns da als „Heeresreform“ verkauft wird, die Einsatzbereitschaft, die laut Vorgabe „erhalten bleiben müsse“ (Die Presse vom 10.01.2014), ist weitestgehend dahin und unsere Soldaten hausen in Unterkünften, die man nicht einmal Asylanten zumuten würde.

Die Politik spart unser Bundesheer zu Tode, und sie tut es ohne Rücksicht auf Verluste. Die deutlich pro-Wehrpflicht ausgegangene Volksabstimmung  im Jänner 2013 hat unser Heer nicht gerettet, vielmehr sieht es so aus, als würde die Regierung das ungeliebte Kind Militär nun, da sie es auf diesem Weg nicht loswerden konnte, ganz einfach verhungern lassen.

Und was tut der Verteidigungsminister? Statt für sein Ressort einzustehen oder – militärisch gesprochen – zu kämpfen, schaltet er in der Regierungs-Jubelpostille „Heute“ Inserate, die eine Sicherheit vorgaukeln, die real nicht existiert. Übrigens: Laut Anzeigentarifliste von „Heute“ kostet eine halbe Seite in der Gesamtausgabe 12.621 Euro. Das Geld könnte man besser anlegen. Etwa für Futter für die Militärhundestaffel.

16 Antworten zu “Wie das Bundesheer „spart“

  1. Pingback: Blanker Hohn | dagarser

  2. Habe gerade heute am 1.Oktober bei vol.at die Werbeeinschaltung
    des österr. Bundesheeres gesehen -dafür wird das Geld jedoch
    ausgegeben – eine Vorspiegelung falscher Tatsachen Ist diese
    Werbung !

  3. Pingback: Operation “Geldverbrennung” | dagarser

  4. Als wir vor drei Jahren in die Gegend von Wr. Neustadt gezogen sind, erinnere ich mich daß in Felixdorf mal ein paar Panzer durchgefahren sind, daß man über den Flugfeldern immer wieder dunkle grüne Fallschirmspringer gesehen hat, daß immer wieder BH-Fahrzeuge in Gruppen unterwegs waren, und Heeres Hubschrauber geflogen sind etc. Und auch so, wenn man unterwegs war, hast im Supermarkt oder Geschäften oder in der Innenstadt immer wieder mal Uniform gesehen. Also umgangssprachlich, „soviel“ Militärpräsenz haben wir in Wien nie gesehen oder gehabt. In den letzten zwei Jahren ist das auf defakto Null zurückgegangen! Das einzige fahrende Fahrzeuge mit BH-Kennzeichen sehe ich nur morgens am Bahnhof in Felixdorf, wenn sie die Leute einsammeln. Hier und da mal fliegen zwei Hubschrauber herum. Mehr „Aktion“ sehen wir nicht. Und oh Wunder vor Kurzem waren im Supermarkt zwei Militärpolizisten, Wurstisemmel und Cola oder ähnlich einkaufen. Na ja, und das in Wr. Neustadt bzw. Umgebung von der Militärakademie. Alleine ohne die tatsächlichen Zustände zu kennen läßt das erahnen, wie sehr dem BH das Geld fehlt…

  5. Und weil es so schön zum Militärdienst passt:
    Islamistische Sittenwächter wachen über Rekruten/Quelle: erstaunlich at.
    Besonderes Augenmerk ist aber auf den beigefügten Link
    http://www.erstaunlich.at/images/pdf/rekruten.pdf
    zu richten(Verpflichtungserklärung für Rekruten.)
    Schaun ma mal – wer wirbt besser…….

    • Habe ich auch gelesen. Mir fiel die Kinnlade auf die Tastatur….
      das ist Infiltration aus dem Untergrund! Erst die Medien, dann die Politik und jetzt auch noch unser Militär. (Ob bei unserer Bundeswehr ähnliches passiert weiß ich nicht, habe aber meine Fühler schon ausgestreckt)

      Abendland oh Abendland, wo ist dein Held, wo ist dein Gott?

      • Moin Moin, JanCux aus dem hohen Norden
        Hier ist unserer und möglicherweise euer Allah
        http://schreibfreiheit.eu/2010/09/08/rassismus-und-diskriminierung-im-osterreichischen-bundesheer/

        • Danke für den Link, kamamur.
          Der Beitrag ist schon vier Jahre alt. Ich bin entsetzt. Ja, auch so kann man eine Armee vernichten…
          Weitere Kommentare enthalte ich mir, sonnst werde ich hier ein Leben lang gesperrt. Bei der US-Army gibt es gegen renitente Soldaten den Code Red, auch wir in der BW hatten unsere „Maßnahmen“. Aber was da bei euch abgeht ist ja eine Invasion im eigenem Land.
          Werde morgen meine Flaggen auf Halbmast hissen…

          VIRIBUS UNITIS!….jetzt erst recht!

          • Weitere Kommentare enthalte ich mir, sonnst werde ich hier ein Leben lang gesperrt.

            Na, na! So schnell passiert das hier nicht!

            • Danke Richard für den Hinweis. Ich habe mir aber Selbstzensur auferlegt da ich weiß wie ich auf Ungerechtigkeit reagiere. Lang ist es her, da habe ich als Soldat echte Kameradschaft kennen gelernt. Habe geschworen mein Vaterland tapfer zu verteidigen. Man hat mit Vorgesetzten im Dreck gelegen, die Letzte Zigarette und sogar die Ration geteilt. Und hat mal einer Mist gebaut, hat die ganze Gruppe „ich war es“ geschrien und nicht mit dem Finger auf den Verursacher gezeigt. Ich war in England und Kanada. Verdeckte Rivalität, die war da, logisch. Kameradschaft : jederzeit und überall!
              Wenn ich aber den heutigen Zustand unserer Heere sehe kommt mein altes Blut in Wallung, und dann können von mir schon mal ein paar Äußerungen kommen die die üblichen Netiquetten überschreiten.

              Darum: VIRIBUS UNITIS!

  6. Man lese einfach
    http://www.dossier.at/
    und dann wird einem schnell klar, warum gerade Heute vom „Klugen“ Minister für solche Schönfärbereien herangezogen wird.

  7. Soviel Geld ist immer da, daß die Zeitungen (Heute z.B.) ihre Bestechungsgelder kassieren können. Wegen der Erderwärmung sind ohnehin alle Naturkatastrophen abgesagt. Also brauchen wir das Bundesheer doch gar nicht mehr. Und für die Bedrohung von außen haben wir ja unseren Außenminister. Der läßt gerade den Koran übersetzen. Daher kann uns überhaupt nichts mehr passieren.

  8. OSR Johann Ehrenleitner, Olt.i.R.

    … und es darf nur mehr schwarz – weiss kopiert werden.
    Ein farbloser Haufen – Klug durchdacht!

  9. Wenn die „Heerscharen der Heiligen“ * unser Land übernehmen will, sollen wir Eingeborene uns nicht wehren können. So haben es die, die unsere Regierung kontrollieren bestimmt.

    * Das Heerlager der Heiligen ist ein apokalyptischer Roman von Jean Raspail über eine Invasion von Einwanderern aus der Dritten Welt nach Frankreich und Europa, die die Selbstaufgabe und den Zusammenbruch der europäischen Zivilisation bewirken.

  10. Pingback: Wie das Bundesheer “spart” - GunNews

  11. Peter Grünberger

    …was mich in diesem Zusammenhang auch noch interessiert:
    Warum das Dress von der Red Bull Salzburg Eishockeymannschaft vorne mittig das BH Hoheitsabzeichen und ‚unser Bundesheer‘ als Werbeaufdruck stehen hat? Ist Herr Didi ein Bundesheer Fan und macht das aus Idealismus gratis?

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