Operation „Geldverbrennung“

Darf man einem Bericht des Nachrichtenmagazins „profil“ Glauben schenken, dann steht im Zuge der „Heeresreform“ neben der Strucker-Kaserne in Tamsweg, der Hadik-Kaserne in Fehring, der Frundsberg-Kaserne in Vomp und der Pontlatz-Kaserne in Landeck auch die Radetzkykaserne in Horn vor der Schließung. Kasernenstandorte sind – neben ihrer militärischen Bedeutung – immer auch wichtige Pfeiler des Wirtschaftslebens einer ganzen Region: Das Heer schafft hier Arbeitsplätze, sowohl direkt als Arbeitgeber, als auch indirekt durch die Stärkung der heimischen Infrastruktur.

Wird eine Kaserne aufgelassen, dann sind davon nicht nur die unmittelbaren Bediensteten, also etwa das Kaderpersonal oder angestellte Techniker/Vertragsbedienstete, betroffen, sondern auch zahlreiche Betriebe in der Region, etwa Zulieferer von Nahrungsmitteln, lokale Geschäfte und – nicht zuletzt – auch die örtlichen Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe. Ein gewaltiger Werschöpfungsverlust, der gerade in wirtschaftlich ohnehin nicht besonders gesegneten Regionen katastrophale Folgen nach sich ziehen kann bzw. wird.

Die Horner Radetzkykaserne beispielsweise stand bereits zweimal, 2006 und 2011, auf der „Schließungsliste“ des Verteidigungsministeriums, 2011 sprach der Klubobmann der NÖ-FPÖ, Gottfried Waldhäusl, von einem Wertschöpfungsverlust von mehr als 7 Millionen Euro für die gesamte Region im Fall einer Schließung der Horner Kaserne (NÖN).

Gerade anhand der Radetzkykaserne läßt sich zudem noch ein weiterer Aspekt, der gegen die Schließung dieser militärischen Anlage spricht, festmachen: So wurden in die Erhaltung bzw. Sanierung der Infrastruktur der Kaserne seit dem Jahr 2000 in Summe 9,4 Millionen Euro (!) investiert, allein noch im Vorjahr 500.000 Euro (Bezirksblätter)! Erst Geld reinpumpen und dann zusperren?

Was ist aber der wahre Hintergrund dieser kolportierten Kasernenschließungen? Natürlich fehlt es dem Bundesheer an allen Ecken und Enden an Geld, natürlich wurde unser Heer spätestens unter Norbert Darabos an den Rand des Abgrunds und darüber hinaus geführt und natürlich hat dessen Nachfolger als Untergangsverwalter, Gerald Klug, nun die unsägliche Aufgabe, irgendwie weiterzuwursteln. Das ist jener Gerald Klug, unter dessen Verantwortung das Bundesheer Unsummen für irreleitende Werbung in regierungsnahen Jubelpostillen (s. hier) ausgibt, gleichzeitig aber bestens sanierte Militärstandorte unter Mißachtung jedweder wirtschaftspolitischen Verantwortung einfach so mir-nichts-dir-nichts zusperren will.

Sollte etwa der Bundesheergewerkschafter Willi Waldner mit seiner in der NÖN geäußerten Annahme, daß es „Kreise“ gibt, die trotz des eindeutigen Plebiszits für die allgemeine Wehrpflicht im Jänner 2013 weiterhin unbeirrt auf die Umsetzung eines Berufsheeres zusteuern, recht haben? Waldner: „Es gibt eine Gruppe im Verteidigungsministerium, die noch immer auf ein Berufsheer hinsteuert.“

Sollte es jedenfalls zu diesen kolportierten Kasernenschließungen kommen, dann ist das ganz klar ein Angriff auf Artikel 9a des Bundes-Verfassungsgesetzes, der das Bekenntnis Österreichs zur umfassenden Landesverteidigung beinhaltet. In Artikel 9a (2) B-VG heißt es: „Zur umfassenden Landesverteidigung gehören die militärische, die geistige, die zivile und die wirtschaftliche Landesverteidigung.“ Wie sollte das mit diesen Schließungen in Einklang stehen?

In Wahrheit gibt es nur eine vernünftige Lösung für die Misere, in der sich das Österreichische Bundesheer befindet: Mehr Geld für unser Heer! Selbst bei einer Verdoppelung (!) des Verteidigungsetats wäre Österreich nur im Mittelfeld aller EU-Staaten angesiedelt, statt jetzt beinahe als Schlußlicht, gerade noch vor Irland und Luxemburg.

Wenn das nicht möglich ist, dann sollten wir den „Laden“ am besten gleich ganz zusperren. Und uns folgerichtig auch vom B-VG und unserer Neutralität ganz offiziell verabschieden! Was sagt der Oberbefehlshaber des Österreichischen Bundesheeres dazu?

20 Antworten zu “Operation „Geldverbrennung“

  1. I was net, wos Ihr olle hobt’s? Hob I do heit grod den Klug in da ZIP g’hert, daß olle Einsparungen und Schließungen von Kasernen die Einsatzbereitschoft des Bundesheeres erhöht!!! Und wenn ana Klug haßt, donn muas a jo an klug sein!!!

    Wer es noch nicht bemerkt hat, DAS WAR REINE IRONIE!!!

  2. Sollten einmal Berufssoldaten zu einer Demo oder Machtübernahme gegen die Landesverräter in unserer Regierung bereit sein, ich bin dabei !

  3. ZITAT: Brauchen “wir” nicht Platz für Tausende Asylanten?

    Das stimmt. Für die Invasion der Heerscharen der (Schein-) Asylanten hat unsere Volkszertretung allerding alles Geld dieser Welt.
    Es handelt sich dabei nicht um Immigration oder Asyl sondern schlicht um eine Invasion! Fällt niemand dabei auf, daß die meisten „Asylanten“ im kampffähigen Alter sind? Weiß niemand, daß die meisten Einwanderer aus dem Süden und Osten schwerbewaffnet sind*, bzw. im Umgang mit Waffen in ihrer Heimat geschult wurden? Eine Bewaffnung erscheint auf Grund der offenen Grenzen als eine Leichtigkeit. Das Geld kommt von Onkel George aus Amerika oder vom Surensohn aus Arabien.

    Somit ist ein für allemal geklärt, daß es nicht am Geld für das Bundesheer mangelt, sondern, daß man zwei Fliegen auf einen Streich schlagen will:

    1.) Demontage der Wehrpflicht und des Bundesheeres und
    2.) die Vorantreibung der von ausländischen Kräften gesteuerten Invasion Österreichs.

    *FOCUS 41, 2001

    • …. Umgang mit Waffen in ihrer Heimat geschult….
      Polizei-Waffenlager in Wiener Flüchtlingsheim-KRONE 28.09.2014
      Wie man sieht, sitzen im BMI nur Hochdenker.

      • Na Bravo! Wie schon oft gepostet. Wir bauen uns das Trojanische Pferd in unseren eigenen Mauern selbst!
        Wählen wir nur weiter die Nichtstuer, die Bundesheerabbauer, die Polizeipostenschließer, die Fremdeninslandholer usw.! Oder bleiben wir auch weiter in unseren bequemen Sofas sitzen, statt zur Wahl zu gehen! Freuen wir uns weiter über unser Bier und unser Schnitzel! Zumindest solange es sie noch gibt! Bald wird das Schnitzel sowieso durch den Hammelbraten ersetzt! Und auf unserem Stefl wird stolz der Halbmond tronen! Und über eine Petition, die zu unterschreiben wär, brauchen wir uns auch nicht mehr den Kopf zu zerbrechen!
        Manda werd’s munter! Zeit ischt’s!

        • Lieber Tecumseh
          Leider ist jeder Appell vergebens- der Österreicher ist und bleibt ein Wirtshaustischraunzer. Geht es aber ans Eingemachte, haben die meisten die Hose voll, siehe Petition. Es fehlt einfach an Courage und Selbstachtung, den politischen Günstlingen und Sesselklebern einmal eine vor den Latz zu knallen.

  4. Ein Volk welches seine Verteidigungsbereitschaft aufgibt, gibt sich selbst auf!! Weit haben wir es gebracht…….
    grüsse
    sousek

    • Ja Karl, so ist es! Je geringer die Verteidigungsbereitschaft, desto geringer der Widerstand! Und genau das ist es was die wollen, die an den Fäden ziehen!

  5. Sollte man nicht einen neuen Oberbefehlshaber überlegen? 2016 können wir wählen! Grüne werden den Van der Bellen aufstellen, die Roten wahrscheilich die Bures und die Schwarzen ? (Pröll will nicht, Busek will)

  6. Geschätzter dagarser,
    zu Ihrer Frage im 5. Absatz, 1. Zeile: „Was ist aber der wahre Hintergrund dieser kolportierten Kasernenschließungen?“

    Brauchen „wir“ nicht Platz für Tausende Asylanten?
    Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

  7. Ich bin 1956 eihgerückt.da war noch ein Optimismus beim Bundesheer zu spüren – heute ist es ein Scherbenhaufen.

  8. Wenig effektive Exekutive(Geldmangel..),zu Tode gespartes Heer,keine legalen Privatwaffen,minder ausgebildete Jugendliche……Ist der Volksverführer schon da??(Panem et circensem……+Alkohol und Drogen gepaart mit kaum (bewußt gefördert!) vorhandener Leistungsbereitschaft).Das ist die leise Vorbereitung auf eine(schon vorhandene?) Diktatur mit einem pseudo-demokratischen Mäntelchen!

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  10. „Was sagt der Oberbefehlshaber des Österreichischen Bundesheeres dazu?“

    Das hört man so schlecht durch die Klotür……..

  11. Das Volk hat gesagt, die Wehrpflicht beleibt, die rot-grün-schwarze Verräter-Politik interessiert das allerdings nicht, was das Volk sagt. Da sieht man wieder, was „mündige“ Bürger mit der Wahl solcher Politik anstellen können- Gott schütze Österreich- unser Heer kann es nicht mehr…

  12. „Ein Volk, das auf die großen Verdienste seiner Vorfahren vergißt, hat keine Zukunft!“
    Das sagte nicht ein gewisser Herr A.H., sondern dieser Ausspruch stammt von Wilhelm Miklas, Bundespräsident und Oberbefehlshaber des Bundesheeres (1931)
    Und welche Einstellung hat die ÖVP heute???

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