Eine russische Waffenrechtsorganisation

Maria Butina, ©TRTBA

Maria Butina, ©TRTBA

In wohl fast allen zivilisierten Ländern gibt es Vereinigungen, die sich den Erhalt und Ausbau des Rechts auf Waffenbesitz und Selbstverteidigung auf die Fahnen geschrieben haben, so auch in Rußland. Die dortige Vereinigung heißt auf Deutsch übersetzt „Das Recht, Waffen zu führen“ (http://ongun.ru),  im vergangenen September fand in Laptevo bei Moskau der bereits dritte jährliche Kongreß dieser Waffenrechtsorganisation statt.

Nachstehend eine kurze Zusammenfassung dieser Veranstaltung von der Vorsitzenden der Vereinigung, Maria Butina, aus dem Englischen übersetzt von mir:

Ende September fand in Moskau das 3. jährliche Treffen der russischen Waffenrechtsorganisation „The Right to Bear Arms“ (TRTBA, „Das Recht, Waffen zu führen“) statt.

An der Veranstaltung nahmen über 350 Mitglieder und Unterstützer der Organisation aus mehr als der Hälfte der russischen Regionen teil, ebenso Repräsentanten ausländischer Waffenrechtsorganisationen aus Israel, der Tschechischen Republik, aus Weißrußland, Estland, Kasachstan und Italien; zudem Vertreter der größten staatlichen Waffenhersteller Rußlands, Repräsentanten der militärisch-industriellen Kommission der russischen Regierung, Abgeordnete, bekannte Schauspieler, Sportler und Medienvertreter.

Bei dem Kongreß wurde eine Kooperationsvereinbarung mit dem Verband der Waffenhersteller und –händler in Rußland, der „Union Russischer Büchsenmacher“ unterzeichnet, ebenso mit den Waffenrechtsorganisationen aus Israel, Weißrußland und Italien. Als Teil dieser Vereinbarung werden sich die jeweiligen Organisationen gegenseitig dabei unterstützen, das Recht der Bürger auf Waffenbesitz und Selbstverteidigung zu verteidigen.

TRTBA – Vorsitzende Maria Butina informierte zudem in einem Referat über die bisherigen Aktivitäten der Organisation im Jahr 2014.

Erstmalig wurden im Rahmen der Veranstaltung auch Journalisten für die Förderung der Waffenkultur und objektive Information über das Recht der Bürger auf Waffenbesitz in ihren jeweiligen Medien in diesem Jahr geehrt. Zudem gab es bei dem Treffen traditionellerweise eine Ausstellung verschiedener Waffen und Munitionssorten diverser russischer Hersteller.

Am zweiten Veranstaltungstag wurde ein Schießwettkampf mit dem Titel „Bereit zur Selbstverteidigung“ nach den Regeln der IDPA mit österreichischen Glock – und russischen Viking – Pistolen durchgeführt.

Es war dies der dritte Kongreß der russischen Waffenrechtsorganisation TRTBA, die vorigen Veranstaltungen fanden jeweils im Herbst 2012 und 2013 statt.

Klingt nach einer gelungenen Veranstaltung, bemerkenswert, was die gerade einmal 26-jährige Vorsitzende Maria Butina da gemeinsam mit ihrem Team auf die Beine gestellt hat! Leider konnte die IWÖ aus terminlichen Gründen nicht an diesem Kongreß teilnehmen, obwohl sie selbstverständlich eingeladen war. Anläßlich der IWA 2015 in Nürnberg ist aber bereits ein Treffen der IWÖ mit Maria Butina fixiert, außerdem wurde Frau Butina zum Mitteleuropatreffen der IWÖ Ende Juni in Innsbruck eingeladen und hat ihre Teilnahme – vorbehaltlich etwaiger Terminkollisionen – bereits zugesagt! Gut so!

Was an obigem Bericht übrigens besonders auffällt: Die Ehrung für die Journalisten! Das wäre in Österreich eine sehr, sehr kurze Liste …

11 Antworten zu “Eine russische Waffenrechtsorganisation

  1. Ich bin da, auch mangels exakter Informationen, ein wenig mißtrauisch. Wie überlebt eine solche Organisation in einem Land, in dem Tschekisten das Sagen haben?
    Warum macht mich dieser Teil über die Unterstützer ……..zudem Vertreter der größten staatlichen Waffenhersteller Rußlands, Repräsentanten der militärisch-industriellen Kommission der russischen Regierung…………ein wenig nervös?

  2. Maria Butina war auch schon letztes Jahr auf der IWA in Nürnberg.

    Hier möchte ich ausdrücklich mal die kostenfreie Onlinezeitung all4shooters loben, die darüber in vier Sprachen berichtet hat (wie auch über Firearms United, wo Richard und ich Maria kennengelernt haben). Ohne Web und Vielsprachigkeit (insbesondere Englisch) könnten wir uns nicht so gut verknüpfen.

    http://www.all4shooters.com/de/News/Kultur/Interview-mit-Maria-Butina-Vorsitzende-russische-Vereinigung-Recht-Waffen-Kultur/

    http://www.all4shooters.com/en/news/generic/Maria-Butina-Russian-Gun-Rights-Congress-WFSA-Plenary-Session-2014/

    http://www.all4shooters.com/it/news/2014/Maria-Butina-Presidente-Associazione-Armi-Russa-intervista-WFSA-riunione-2014/

    http://www.all4shooters.com/ru/novosti/2014/Mariya-Butina-i-Pravo-na-oruzhiye-v-Rossii/

    Hier die mittlerweile schon stattliche Partnerseite von Firearms United.
    http://www.firearms-united.eu/partners

  3. ….eine Möglichkeit wäre es, über Youtube Serien zu bringen, nur muß das gut gestaltet sein – auch eine Geldfrage.
    Leute – lernt Russisch, da steckt Zukunft drinnen und riesige Jagdgebiete…

  4. ….wie es scheint, haben die Russen ihre linke Diktatur schneller überwunden als wir – bemerkenswert……

  5. Das wäre eine gute Gelegenheit, die Russen zu den mitteleuropäischen Treffen einzuladen (D, CH,A, +).
    Von den Russen können wir noch viel lernen. Dort sind die linken Weichwupferler noch nicht so stark wie bei uns.

    • Haben wir schon. Die Russen kommen nach Nürnberg und auch nach Innsbruck (wenn wir das veranstalten können, was aber noch eine Geldfrage ist).

      • Bravo! Ganz hervorragend! Ich bin begeistert und sage nur:
        cum „VIRIBUS UNITIS“!!!
        (Eine Geldfrage? Macht’s doch einen Spendenaufruf! Ich spende gerne für so einen Zweck! Besser, als Kirchensteuer zu bezahlen!)

  6. Das ist eine gute Nachricht für uns.Jetzt bräuchten wir auch einige gute Journalisten,die ihr Handwerk verstehen und daher keine „Mainstream-Schreiber“ sind!

    • Haben wir ja. Aber wo sollen die schreiben? Wer bringt es? Die Regierungszeitungen nicht und der ORF schon gar nicht. Außerdem – ohne Geld ka Musi. Journalisten muß man kaufen (frag nach bei Faymann)

  7. Pingback: Eine russische Waffenrechtsorganisation - GunNews

  8. Danke Richard! Die IWÖ ist gerade in der Schweiz bei proTELL. Wir arbeiten weiter an der europäischen Zusammenarbeit!

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