Bleifrei ist modern, aber gescheit ist das nicht

Bei der „Hohen Jagd“ wurde bei uns am Stand viel über „bleifrei“ diskutiert. Die überwiegende Meinung: Bleifrei kann man sich ersparen. Braucht keiner und die Jägermeister, die so etwas durchdrücken wollen, sollen den Mund halten.
Auf der Messe hat man viele bleifreie Entwicklungen gesehen, aber so richtig begeistert war keiner. Die aufklärenden Vorträge und Seminare haben leider keinen überwältigenden Zuspruch gehabt.
Mir scheint, daß unsere Jäger ein desinteressierter Haufen sind, die vielleicht hinter vorgehaltener Hand schimpfen, aber ihre Meinung nicht zu sagen trauen. Sollte Blei bei Büchsengeschoßen verboten werden, wird man es so machen wie auch beim Bleischrot: Einfach ignorieren und heimlich mit den bewährten Patronen weiter schießen.
Nicht wirklich die richtige Lösung.

9 Antworten zu “Bleifrei ist modern, aber gescheit ist das nicht

  1. Ich habe mich über die Dummheit derer die gegen bleifrei wettern, schon einmal geäußert.
    Dass dieses Thema wieder und wieder aufgetischt wird, zeugt wirklich von Ignoranz und ist schon mehr als lächerlich.
    Was da an sogenanntem Wissen über Geschosse geäußert wird, kann ja trauriger nicht sein.
    Wahrscheinlich sind das auch Ignoranten der Diesel Autoabgase und Befürworter von Pestiziden im Naturkreislauf etc….
    Hoffentlich erledigt sich diese Debatte der Blödmänner bald.
    Wirklich glaube ich nicht daran, da die Entwicklung der Menschheit grundsätzlich in die falsche Richtung läuft.

  2. Diese Diskussion ist mittlerweile langweilig! Bleifreie Büchsen Geschosse werden sich durchsetzen, weil die meisten AUSGEZEICHNET wirken! Das können ein paar grantige alte Herren mit mangelndem Verständnis für Ballistik weder verhindern, noch aufhalten! 🙂 Und in diesem speziellen Fall sind die so verklausuliert angesprochenen Landesjägermeister voll im Recht!

    • Sehr geehrter Herr Nagl,
      zwar bin ich ein Freund bleifreier Jagdgeschosse, mit der sich abzeichnenden Situation habe ich aber zwei Probleme:
      Sowas per Gesetz zu verordnen, finde ich bedenklich und in der Hoffnung dies auszunutzen, bringen einige Firmen Schrott auf den Markt.

      • Ja, gesetzliche Bevormundung ist immer abzulehnen! Aber was mir sauer aufstößt ist diese lächerliche Kampagne gegen bleifreie Munition! Und um der Wahrheit die Ehre zu geben, waren es in erster Linie die großen Firmen des RUAG Konzerns und Brenneke, die am Anfang wirklich üble bleifreie Geschosse auf den Markt gebracht haben. Kann mich noch gut erinnern, wie vor etwa 8 Jahren RWS den Berufsjägern ihre bleifreien Patronen zum „ausprobieren“ zur Verfügung gestellt haben! Natürlich waren die Herren Berufsjäger von dem Dreck enttäuscht, der in einer „Husch-Pfusch“ Aktion entwickelt worden ist! Auch das Impala leistet bei weitem nicht, was es verspricht! Gute Penetration, aber leider eine starke Neigung sich bei Knochentreffern im Wildkörper zu überschlagen und völlig abgelenkt zu werden! Barnes und Hornady, dagegen haben von Anfang an ganz gut funktioniert, wenn der Lauf das jeweilige Geschoß vertragen hat! Wirklich TOP sind aber die CNC gedrehten echten Teilzerleger Geschosse mit Führbandtechnologie (nicht zu verwechseln mit der Zinnsplitterbombe RWS EVO Green oder ihrer Schwester von GECO), wie das vom genialen Lutz Möller entwickelte MJG oder dessen Kopien, wie das KJG von SAX, das Aero, das Gian-.Marchet aus der Schweiz oder das Jaguar um nur einige zu nennen! Leider kommt diese „Anti-bleifrei Petition“ ganz übel rüber und redet nur ein paar fortschrittsfeindlichen alten Herren das Wort! Schade darum! Die Zukunft des jagdlichen BÜCHSENSCHUSSES ist sicher bleifrei! Waren bei Umfragen vor einem Jahr noch 30% der Jäger bereits auf bleifreie Büchsengeschosse umgestiegen, sind es heute bereits fast 50%! Die Schlußfolgerungen kann jeder selbst ziehen! Um die Vorteile bleifreier Munition nochmals ganz deutlich zu nennen! 1.) Die unglaublich flache ballistische Kurve! 2.) Die höhere V0 3.) Die wesentlich bessere Penetration durch die härteren Geschosse 4.) KEIN Blei im Wildbret. Der einzige Nachteil aus meiner Sicht ist die etwas schlechtere Augenblickswirkung auf bewegetes Wild und die Gefahr von Splittern für Hunde am gestellten Schwarzwild! Daher sollte man von Hunden gestelltes Schwarzwild mit der aufgesetzten Kurzwaffe oder der blanken Waffe abfangen!

  3. …Sinn und Unsinn von Blei und bleifrei?
    Bleifreie Gewehrmunition, gab es hauptsächlich in Kriegszeiten aus Bleimangel. (Weicheisenkerne)
    Jagdgeschoße bleifrei zu produzieren, hat keinerlei Vorteile – außer für den Handel, so wie bei allem technischen Schnick-Schnack.
    Umwelt und Gesundheitsgründe anzuführen, ist ein Stresstest für die Intelligenz aller Beteiligter.
    Anders ist es bei Schrotmunition für den Sport.
    Tontaubenstände könnten sicherlich durch örtlich konzentrierte Bleimengen das Grundwasser kontaminieren.
    Könnten, sage ich, denn eine alte Bleiwasserleitung, ist weit gefährlicher.
    Kugelstände werden schon lange so gebaut, daß der Kugelfang aus Sand, in größeren Zeitabständen entbleit werden kann.
    Blei und seine Wirkung auf die menschliche Gesundheit, ist schon ewig lange dokumentiert.
    Ein Biss auf ein Schrotkorn im Hasen, hat den Vorteil, wenn man es im Zahn stecken läßt, spart man sich die neue Plombe.
    Wenn man ein Geschäft machen will, oder sich bloß wichtig, kann man natürlich aus jeder Mücke einen Elefanten machen.
    Wirkliche Gefahr kommt nur auf schlecht belüfteten Innen-Schießständen vor. Früher durch die Nicht bleifreien Zündhütchen, wobei ich stark bezweifle, ob die neuen besser sind – wir kennen nur ihre Langzeitwirkung nicht.

    • Werter Schwertfisch,
      bleifreie Gewehrmunition gibt es tatsächlich schon länger. Grosswildjäger in Afrika wissen schon seit Jahrzehnten über die Vorteile sogenannter Solids.
      Seit einiger Zeit gibt es auch vorzüglich funktionierende Teilzerleger aus Messing. Diese sind leichter und schneller, was in gestreckterer Flugbahn resultiert.
      Nachdem der alte Herr Newton noch immer recht hat, ergibt sich auch ein geringerer Rückstoss. Irgend so einen Zinkguss Schwachfug käme mir aber auch nicht ins Patronenlager.
      Man muss halt Qualität kaufen. Bleifreies Schrot halte ich für Mumpitz. Ich beziehe mich ausdrücklich auf Büchsenmunition für die Jagd. Hier geht es genau wie bei SV um töten durch ZNS Treffer oder Desanguination.

      • …ja danke für den Hinweis, aber ich wollte nur einen kleinen Überblick in Kurzform über meine Ansicht der praktischen Brauchbarkeit geben.
        Tatsächlich habe ich sowohl an Weicheisenschrot, wie an endlos vielen Büchsen und FFW-Geschossen gearbeitet und diese auch teilweise produziert.
        Ballistik war in meiner Ausbildung enthalten und ich habe sie auch nach 55Jahren noch nicht vergessen….

    • So unglaublich viele Unwahrheiten und Halbwahrheiten in einem Beitrag, habe ich überhaupt noch nie gelesen!

  4. Es gibt schon brauchbare bleifreie Büchsengeschosse. Im Gegensatz zu Schrot, ist hier Geschwindigkeit ein grösseres Thema, als Dichte.
    Ich weise darauf hin, dass SCHP, EMB , et al seit geraumer Zeit bei Waffenträgern etabliert sind.
    Manche Grünröcke sind halt etwas langsam und mit Mechanik und Anatomie nur bedingt vertraut.

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