Ich teste den Test

Muß manchmal sein. Die Jagdzeitungen lese ich fast alle. Nicht alles darin, aber doch vieles. Eine davon, der „St. Hubertus“ ist jetzt wirklich gut geworden, ein neues Layout hat der Zeitschrift auch recht gut getan. Und so penetrant funktionärslastig ist der St. Hubertus auch nicht. Sogar ich darf manchmal dort einen Artikel schreiben, im „Weidwerk“ wäre das nicht möglich.
Autotests gehören auch zu einer Jagdzeitschrift. Geländewagen muß ja sein, wenn man ein Jäger ist.
In der letzten Nummer wird der Jeep Grand Cherokee getestet. Lese ich natürlich auch – obwohl – ich habe selber einen und weiß ja, wie gut der ist.
Aber: Im Untertitel des Artikels steht: „Der große Irokese“. Das ist natürlich ein Blödsinn. Klingt nur ähnlich, aber ein Cherokee ist kein Irokese. Wenn der Autor damals im Wilden Westen zu einem Cherokee „Irokese“ gesagt hätte, wäre es an seinen Skalp gegangen – zu recht.
Noch was: Laut Test sei ein Vorbild des Jeep Cherokee der Porsche 911. Wieder ein Blödsinn. Damit kann nur der Porsche Cayenne gemeint sein, der aber nicht das Vorbild, sondern die Nachahmung des großen Jeeps ist.
Pech, das der Autor hat – auch einen Porsche 911 habe ich dereinst besessen, ich weiß also Bescheid.
Also bitte: in Zukunft besser aufpassen, sonst muß ich in Zukunft auch bei den Gewehrtests besser aufpassen. Ich möchte aber doch das glauben, was in einer Jagdzeitschrift steht.

7 Antworten zu “Ich teste den Test

  1. Ernest Wimmer

    Ich frage mich,nach welchen Kriterien (angehende?)Journalisten eingestellt werden?Haben die keine Ahnung vom seriösen Recherchieren?Was lernen die Publizistkstudenten, außer bei den ÖH-Wahlen links zu wählen und eifrig zu „gendern“!?

    • georg zakrajsek

      Niemand bringt es ihnen mehr bei. Auf der Uni schon gar nicht. Publizistik-Absolventen sind ja für den Journalismus völlig ungeeignet.

      • Den Studenten wird so einiges beigebracht, nur nicht wie es im realen Leben wirklich zugeht…
        Man sieht, ließt und hört es täglich!!!!

  2. Als vielseitig interessierter Mensch muß ich auch immer den Kopf darüber schütteln, was manche Redakteure so zusammenschreiben. Vielleicht war das früher™ auch schon so. Aber ich bilde mir ein, daß sich Journalisten früher sehr viel mehr Mühe gegeben haben. Sicher, sie hatten früher auch viel mehr Zeit zu recherchieren. Inzwischen wird nur noch oberflächlich nachgegoogled und den Rest macht die Phantasie. Breites Allgemeinwissen? Fehlanzeige.

    Heutzutage bin ich immer wieder sauer über Ungenauigkeiten, Fehler und vor allem, wenn dumme, alte, längst widerlegte Klischees bedient werden. Richtig wütend werde ich, wenn kaum kaschierte Meinung als „Information“ verkauft werden soll.

    Gut, daß es andere Medien, da vor allem das Internet, gibt, um den Unsinn, der durch die Medienwelt schwirrt, nachzuprüfen. Diese teils aufwändige Arbeit muß man sich heutzutage machen, wenn man mündiger, informierter Bürger sein will. Denn den „Leit- und Qualitätsmedien“ kann man schon lange nicht mehr vertrauen.

  3. Und wenn, dann war der Jeep das Vorbild des Porsche, der Cayenne wurde später entwickelt

    • georg zakrajsek

      Richtig. Journalisten sind nicht nur Trottel, sie sind auch nicht einmal in der Lage, sauber zu recherchieren.

  4. ….also mein Vertrauen in Journaillisten, kam erstmals bei einer Dame der Presse ins Wanken. Als Ferialpraktikant bei der Firma Springer am Graben, ich war da so ca. 16, kam eine für mich damals ältere Dame ins Geschäft um Informationen über Jagd und Jagdwaffen zu bekommen – sie mußte vertretungsweise einen Artikel schreiben.
    Wir waren gerade schwach besetzt und so mußte ich, gerade den Jagdprüfungskurs absolviert „kompetent“ Auskunft geben….
    Was dabei heraus kam, will ich auch heute noch nicht kommentieren….
    Ich halte mich da eher an: Ich glaube nichts, was ich nicht selbst gefälscht habe……

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