Katja Triebel – GG 1

Weshalb ich mich für den privaten Waffenbesitz einsetze

von Katja Triebel

Die Waffenrechtsdebatte interessierte mich solange nicht, wie ich Vertrauen in die Politik hatte. Dieses Vertrauen wurde jedoch nach dem Schulmassaker in Erfurt  angeknackst und nach Winnenden erschüttert. Vollends verloren habe ich es durch die getroffenen Entscheidungen bei der Klimaerwärmung, den angeblichen Pandemien, den Änderungen im nationalen Waffenrecht und an den betreffenden EU-Richtlinien, sowie bei den Debatten um ACTA, indect und ESM.

Bei all diesen Themen fiel mir auf, dass die Medien einseitig berichteten, die Politiker medienkonform agierten und skeptische Meinungen unterdrückt bzw. lächerlich gemacht wurden. Und dies nicht nur im deutschsprachigen Raum, sondern auch im englischsprachigen – und dort ganz besonders bei der UN und deren angeschlossenen Gremien und Projekten.

Die Vermutung, dass diese einseitige Berichterstattung von der Politik gewollt war, festigte sich mit zunehmender Medienhetze gegen Jäger und Sportschützen, der niemand Einhalt gebot. Als Mitinhaberin eines Fachgeschäfts für Jagd- und Sportwaffen musste ich nach Winnenden erleben, wie unsere 250-jährige Tradition im Büchsenmacherhandwerk als „Waffenlobby“ und „Händler des Todes“ diffamiert wurde. Zusammen mit unseren Kunden wurden wir für „1000 Tote täglich“ von IANSA & Co. verantwortlich gemacht.

Ich wusste, dass diese Vorwürfe nicht stimmten, aber niemand nahm sich dieser Vorwürfe an und widerlegte sie. Vergeblich suchte ich nach Gegenargumenten bei unseren deutschen Verbänden. Doch die hatten das Thema Forschung, Fakten und öffentliche Meinung jahrzehntelang vernachlässigt. Da ich ein Mensch bin, der lieber mit ruhigem  Gewissen zu Bett geht und nur ungern Behauptungen aufstellt, die widerlegbar sind, machte ich mich selber auf die Suche nach Beweisen. Die meisten Informationen erhielt ich in den sozialen Netzen, von den Webseiten und Publikationen der IWÖ und anschließend durch eigene Research im Internet und in Sachbüchern amerikanischer Wissenschaftler. Viel Material lieferte auch das Small Arms Survey in Genf, deren Fakten eine eigene Interpretation zulassen.

Meine Suche hat mir ein sanftes Ruhekissen beschert. Ich weiß jetzt, dass die Vorwürfe der Anti-Waffenlobby nicht stimmen, da sie auf unbelegten Annahmen beruhen. Dieses Wissen möchte ich mit anderen teilen. Und deshalb publiziere ich Newsletter, schreibe Artikel auf Wikipedia, versuche in der Gegenöffentlichkeit mein Wissen zu teilen und habe ich mich in den Vorstand von prolegal wählen lassen. Wenn dieses Wissen mittels Leserkommentaren und Anfragen an Politiker genutzt wird, kann es vielleicht die Berichterstattung der Medien und die Entscheidungen der Politiker beeinflussen.

Das Waffenrecht ist der Lackmustest für eine liberale Gesellschaft, die ihren Bürgern vertraut und demokratische Entscheidungen trifft. Ich möchte nicht in einem Präventionsstaat leben, der ohne Verdacht seinen Bürgern misstraut. Doch viele Maßnahmen der EU deuten daraufhin, dass ängstliche Politiker genau einen solchen Staat anstreben.

Katja Triebel ist Initiatorin der Webseite Legalwaffenbesitzer.de, Gründerin der Facebookgruppe Waffenlobby, Mitinhaberin der Triebel Jagd- und Sportwaffen GmbH

8 Antworten zu “Katja Triebel – GG 1

  1. In Absprache mit Richard darf ich den Text auch selber auf meiner Seite nutzen. Das habe ich heute – am Valentinstag – getan:
    http://legalwaffenbesitzer.wordpress.com/about/

  2. Update: ich bin NICHT mehr im Vorstand von prolegal, da meine Umtriebigkeit in den sozialen Foren der Mehrheit des Direktoriums nicht gefiel. Bitte den Passus ändern.

  3. Frank-M.Wolf sen./pancho lobo

    hola Katja udn Richard,
    erstmal vielen DANK für die Mühe die ihr euch -für uns LWB- macht, es ist schon so wie ich vor langer Zeit in ein Waffenforum geschieben habe:
    wir machen uns diese Arbeit für uns SELBER…denn von den Medien haben wir bislang „fast“ nur Böses für uns zu hören/sehen bekommen, die kleine
    Minderheit der GUTMENSCHEN hat die Öffentlichkeit in ihrem Sinne jahrelang manipuliert, dem kann man nur durch Aufklärung und Beweise
    entgegen treten.
    saludos de pancho lobo

  4. Pingback: Katja Triebel – GG 1 | Waffen – Waffenbesitzer – Waffenrecht

  5. …..die Waffenrechte der europäischen Länder, zeigen schon lange in Richtung Präventionsstaat.
    Zurecht beurteilen die führenden Schichten ihr Tun als mangelhaft und damit potentiell gefährlich für sie selbst.
    Das gemeine Volk war denen ja immer schon egal….Waffen durften die nur zum Verheizen im Krieg an der Front haben – zum Durchsetzen der Wünsche und Vorstellungen und dem Reichtum dieser Schichten…

  6. „Das Waffenrecht ist der Lackmustest für eine liberale Gesellschaft, die ihren Bürgern vertraut und demokratische Entscheidungen trifft.“

    Recht in Deutschland gibt es dank Karlsruhe leider nicht mehr.
    Unser Staat ist keine liberale Gesellschaft, dem Bürger wird misstraut und demokratische Entscheidungen a la ESM gibt es nicht mehr.
    Dafür werden wir durch Steuern geschröpft ohne Ende.
    Fakt:
    Niedrige Arbeitslosenquote.
    Rekordeinnahmen durch Steuern.
    und trotzdem gigantische NEUVERSCHULDUNG!

    Sollte ich ein Zeugnis für diese Politiker ausstellen.
    Setzen Sechs!

  7. Pingback: Garser Gespräche – Die 1. Runde | dagarser

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