Dr. Georg Zakrajsek – GG 1

Weshalb ich mich für den legalen Waffenbesitz einsetze

von Dr. Georg Zakrajsek

In meiner Bibliothek steht unter anderem die Biographie Otto von Habsburgs. Darin eine Widmung:

„Dr. Georg Zakrajsek in Anerkennung für seinen Einsatz für Bürgerrechte und Freiheit

Otto von Habsburg“

Ich bin sehr stolz darauf und nehme das jetzt, da Otto von Habsburg gestorben ist, als sein Vermächtnis für mich an.

Das ist auch schon der ideale Einstieg in das Thema. Ich habe mich seit mehr als zwanzig Jahren für den legalen Waffenbesitz eingesetzt. Otto von Habsburg hat das gewußt, geschätzt, gewürdigt und mit seiner Widmung zum Ausdruck gebracht.

Aber weshalb bin ich dazu gekommen? Daß ich Jäger, Sportschütze und auch Waffensammler bin ist einer der Gründe. Der Hauptgrund jedoch: Ich bin auch ausgebildeter Jurist, habe jahrzehntelang einen juristischen Beruf ausgeübt und viele junge Juristen für ihren Beruf ausgebildet.

Man muß sich dabei mit den Gesetzen und mit ihren Wirkungen beschäftigen. Ein Jurist wird man ja nicht dadurch, daß man Paragraphen auswendig lernt und auswendig weiß, was in den Gesetzen drinnensteht. Solche Leute gibt es viele, sie sitzen in den Ministerien und in den Parlamenten, in Verwaltungsbehörden und leider auch in den Gerichten. Das sind aber Paragraphenhengste, wandelnde Gesetzbücher, Juristen wie ich es verstehe sind das jedoch nicht. Um ein Jurist zu sein, um ein guter Jurist zu sein, muß man wissen, was Gesetze überhaupt dürfen, wie sie gestaltet sein müssen, wie der Normadressat (der Bürger) damit umgehen kann und was sie bewirken. Und man muß auch wissen, daß der Gesetzgeber nicht alles darf, daß nicht alles rechtens ist, was in einem Gesetz steht, daß es auch Unrecht sein kann. Die Lehren aus unserer Vergangenheit und die Erkenntnisse, die uns die Nürnberger Prozesse gebracht haben, dürfen nicht vergessen sein.

Wir sind beim Waffenrecht.

Bei jedem Gesetz ist es legitim, nach dem Sinn und Zweck einer solchen Regelung zu fragen. Und beim Waffengesetz ist diese Frage ganz besonders berechtigt. Denn gerade beim Waffenrecht passen die Gründe, die der Gesetzgeber (richtig: der Politiker, der die Gesetze macht) angibt, nicht zum Sinn und Zweck eines Waffengesetzes.

Ein Blick in die Geschichte ist nützlich. Die Gesellschaft war bis zur Mitte des neunzehnten Jahrhunderts in freie und in unfreie Menschen geteilt. Sklaven, Leibeigene und freie Bürger. Freie Bürger durften, ja sie mußten sogar Waffen besitzen, Sklaven und Leibeigene waren vom Waffenbesitz ausgeschlossen. Die griechische Demokratie war eine Herrschaft der wenigen, die Mehrheit der Bevölkerung – die Sklaven nämlich – waren ohne irgendwelche demokratische Rechte. Natürlich war es bei den Römern in ihrer kurzen demokratischen Periode auch nicht anders.

Die Aufklärung und die bürgerlichen Revolutionen haben hier die Gleichheit aller Bürger gebracht und die deutlichste Ausformung haben diese neuen Bürgerrechte in der amerikanischen Verfassung erfahren. Das Recht, Waffen besitzen und tragen zu dürfen, ist dort nach der Freiheit der Meinungsäußerung das zweitwichtigste Menschenrecht.

In Europa haben im zwanzigsten Jahrhundert zwei grauenhafte totalitäre Regime das alles zerstört. Bis heute haben wir uns davon nicht erholt.

Darum ist der Kampf für den legalen Waffenbesitz gerade heute besonders wichtig. Den Bestrebungen, die in der EU sichtbar werden, muß energisch entgegengetreten werden. Mit allen demokratischen und publizistischen Mitteln.

Das ist der Grund, warum ich mich für den legalen Waffenbesitz einsetze. Es ist ein guter Grund, der beste wie ich meine.

Dr.Georg Zakrajsek ist Generalsekretär der IWÖ, Jäger und Sportschütze

2 Antworten zu “Dr. Georg Zakrajsek – GG 1

  1. Das liest sich, mit Verlaub, wie eine abgedroschene Pressemitteilung.

  2. Pingback: Garser Gespräche – Die 1. Runde | dagarser

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