Robert Glock – GG 1

Weshalb ich mich für den legalen Waffenbesitz einsetze

von Robert Glock

Glock ist wahrscheinlich eine der bekanntesten Pistolenmarken, steht in einer Reihe mit Colt und Smith & Wesson.  In Österreich ist die Glock-Pistole Einsatzwaffe der Polizei und des Bundesheeres, in den USA ist der überwiegende Teil der Polizisten damit ausgerüstet und natürlich haben auch unzählige private Waffenbesitzer eine Glock.  Auch in Hollywood ist die Präsenz dieses österreichischen Qualitätsproduktes nicht zu übersehen.

Durch lange Jahre der Zusammenarbeit mit der Exekutive weltweit, natürlich auch in den USA, sowie bei der Herstellung und im Verkauf dieser Waffe, habe ich auch Polizisten und Militärs trainiert, die Trainer und die Ausbildner unterwiesen. Also habe ich eine gewisse Erfahrung in diesem Thema und weiß, wovon ich spreche.

Wenn man in den USA lebt und arbeitet, bekommt man oft einen Hundert-Dollar-Schein in die Hand. Benjamin Franklin ist darauf abgebildet, einer der Väter der amerikanischen Verfassung. Er hat gesagt:

 „Wer Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, hat letztlich keines von beiden!“

Ein weiser Satz. In den USA ist der private Waffenbesitz eine Säule der Verfassung, ein Menschenrecht.  Dieses Recht und das Recht auf freie Meinungsäußerung stützen und schützen alle anderen Rechte, die den Bürgern zustehen.

Der legale private Waffenbesitz ist allerdings nicht unumstritten.  Auch in den USA nicht. Spektakuläre Mordtaten, meist mit illegalen Waffen verübt, liefern den Gegnern des legalen privaten Waffenbesitzes immer neue unseriöse Munition, die UNO startet ständig Initiativen, mit denen der private Waffenbesitz abgeschafft werden soll und wie es bei uns in Europa aussieht, wissen wir selbst am besten.  Eigentlich sollte man sich auf den illegalen Waffenbesitz konzentrieren und diesen auf das Schärfste bekämpfen!  Warum das nicht geschieht, eröffnet den Gedanken, dass einzelne Staaten und die UNO das gar nicht wollen, um eben vorsätzlich unseriös Munition gegen legalen Waffenbesitz zu bekommen und die dadurch entstehenden Opfer bzw. Schäden von der Staatsgewalt akzeptiert sind.

Wer den privaten legalen Waffenbesitz aufgibt, wer ihn sich nehmen läßt, gibt eine wichtige Freiheit auf bzw. lässt sich eine wichtige Freiheit nehmen.  Sicherheit gewinnt er damit nicht, denn der Staat kann uns keine wirkliche Sicherheit geben.  Wenn Verbrechen geschehen ist der Staat, das sogenannte „Gewaltmonopol“, nicht zugegen.  Auf staatlichen Schutz gegen Verbrechen hat der Bürger aber auch keinen Rechtsanspruch.  Und wenn sie nicht versichert sind, bleiben die Geschädigten oft mit Schaden, Schmerz und Ängsten alleine zurück.

Und wer die fürchterlichen Geschehnisse in Afrika, im Nahen Osten und in anderen Ländern aufmerksam verfolgt wird feststellen, daß die UNO eine hilflose Organisation ist die den Opfern mehr schadet als nützt, weil diese sich auf die UNO verlassen.  Entwaffnete Opfer sind eine typische Erscheinung.  Srebrenica z.B. oder Ruanda werden auf ewig unvergessen bleiben.

Der private Waffenbesitz ist daher nicht umsonst ein wichtiges Gut.  Die grauenhaften staatlichen Verbrechen des zwanzigsten Jahrhunderts, wie etwa die Massaker der Nazis und der Sowjets, sollten uns die Augen geöffnet haben.  Die Opfer dieser Verbrechen wurden – und das sollte man nie außer acht lassen – nicht mit privaten Waffen sondern mit Waffen in der Hand der Staatsgewalt gemordet.

Die Amerikaner haben es besser.  Die Verfassung schützt ihren privaten legalen Waffenbesitz.  In vielen anderen Ländern ist das nicht der Fall.  Österreich ist hier fast noch eine Insel der Seligen.  Ob es so bleibt, hängt von uns ab.

Wer sich nicht für den legalen Waffenbesitz einsetzt, wer nicht ständig darum kämpft, daß er erhalten bleibt, wird ihn eines Tages verlieren.  Sicherheit bekommt man dafür freilich nicht.

Robert Glock ist Unternehmer, Sportschütze und IWÖ-Mitglied

5 Antworten zu “Robert Glock – GG 1

  1. Das beste Gespräch!

    Im Übrigen, so wie ich Sie aus den Medien kenne, jedenfalls, laut dem was in der Presse so über Sie steht, müssen Sie Ihr Herz am rechten Fleck haben!

  2. Pingback: Robert Glock – GG 1 | Waffen – Waffenbesitzer – Waffenrecht

  3. Nicht nur Osterreich, auch die Schweiz ist ja sehr liberal.
    Sind ja in den Augen der Verbotsforderer ach so böse Länder mit Mordraten durch Schußwaffen….und erst die Tschechische Republick wo man noch nen Waffenschein bekommt, ein Hort des Verbrechens mit legalen Schußwaffen.
    Ironie aus und Texas für alle.

  4. ……und was fast alle scheinbar geflissentlich übersehen: Diese sogenannten „Amokläufe“, wurden ausschliesslich von Tätern unter Drogeneinfluss verübt, oder welche in psychiatrischer Behandlung mit starken Medikamenten standen.
    Ich selbst war mehreren Angriffen von Menschen unter Drogen, Alkohol oder sonstigen Ausnahmesituationen ausgesetzt und konnte diese Situationen nur durch Vorzeigen der Waffe bereinigen – zum Glück, aber die Gefahr von schweren Hieb oder Stichverletzungen war sehr gross.
    Kein Mensch käme auf den Gedanken, den Arzt, den Apotheker oder den Wirt zur Verantwortung zu ziehen und sein Tun zu verbieten.
    Wer verbietet Autos, wenn Betrunkene reihenweise Menschen töten, nachweislich ein Vielfaches der mit Waffen verursachten Toten?

  5. Pingback: Garser Gespräche – Die 1. Runde | dagarser

Hinterlassen Sie einen Kommentar!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s