Harald Vilimsky – GG 1

Weshalb ich mich für den legalen Waffenbesitz einsetze

von Harald Vilimsky

Kurz vorweg: Ich bin selbst seit über 20 Jahren Sportschütze und trete jedweder Verschärfung des Waffengesetzes massiv entgegen.

International zeigt sich: Je strenger und restrikver das Waffengesetz, umso höher die Kriminalitäts- und Gewaltrate. Am wenigsten Kriminalität und Gewalt gibt es dort, wo das Waffengesetz liberal gestaltet ist.

Etwa am Beispiel Großbritannien zeigt sich, dass seit vielen Jahren das Waffengesetz Zug um Zug verschärft wurde. Der Waffenschwarzmarkt ist parallel dazu extrem angewachsen. Jeder Verschärfung ist ein Anstieg von Kriminalität und Gewalt gefolgt. 1997 hat es dann ein Totalverbot von Faustfeuerwaffen gegeben: Bis 2004/05 ist dann ein Anstieg der Delikte mit (illegalen) Schusswaffen von rund 5.000 auf rund 11.000 erfolgt. In 40 US-Bundesstaaten hingegen, in denen verlässlichen Bürgern das Führen einer Verteidigungswaffe erlaubt ist, wurde der stärkste Kriminalitätsrückgang verzeichnet.

Jede Regierung ist somit gut beraten, dass nicht nur Kriminelle und Wahnsinnige an Schusswaffen kommen. Es muss unbescholtenen und psychisch unbedenklichen Personen erlaubt sein, zur Verteidigung von Leib, Leben und Eigentum eine Schusswaffe zu erhalten, was gerade in Zeiten massiv steigender Kriminalität in Österreich eine aktuelle Bedeutung hat. Denkbar wäre es, dass zumindest gefährdete Personen wie Geldboten, Taxifahrer, Richter, Ärzte, Trafikanten, etc. wieder einen Anspruch auf das Führen einer Verteidigungswaffe erhalten. Früher war dies in einer Verordnung zum Waffengesetz geregelt, dies wäre auch jetzt wieder wünschenswert. Dies brächte nicht nur einen Zuwachs an individueller Sicherheit für die Betroffenen, sondern hätte auch eine abschreckende bzw. generalpräventive Wirkung.

Eines der Hauptprobleme im österreichischen Waffenrecht ist zudem der völlig unterschiedliche Vollzug. Jedes Bundesland handhabt nicht nur Anträge auf Waffenpässe, sondern auch die Erweiterung der Stückzahl völlig unterschiedlich. Negativer Spitzenreiter ist das rote Wien, wo es auch für Personen mit nachvollziehbarem Schutzinteresse fast unmöglich ist, einen Waffenpass zu erhalten. Genauso gibt es sinnlose Schikanen bei einem Antrag auf Stückzahlerweiterung. Aus meiner Sicht muss es sehr rasch zu einer einheitlichen Handhabung kommen. Stückzahlerweiterungen für verlässliche Sportschützen in eingetragenen Vereinen sollten zum Rechtsanspruch werden. Das würde auch dem ohnehin angeschlagenen Waffenhandel wieder helfen. Und einen wirklichen Grund dagegen sehe ich auch nicht. Denn wer sich als verlässlicher Schütze mit zwei Waffen erweist, wird um keinen Deut unverlässlicher mit beispielsweise vier Sportwaffen.

Der europäische Linkstrend geht leider in die andere Richtung. Wo Verschärfungen und Schikanen möglich sind, werden diese auch durchgezogen. Daher ist es wichtig, dass Sportschützen, Sammler und auch Jäger international ständig Fakten und Argumente austauschen, um den politischen Linkstendenzen von Verschärfungen massiv entgegentreten zu können. Ich begrüße daher jede Initiative, welche einen solchen Gedankenaustausch möglich macht und auch fördert.

Harald Vilimsky ist Generalsekretär und Abgeordneter zum Nationalrat* der FPÖ, Sportschütze und IWÖ-Mitglied

(*Stand September 2012, mittlerweile Mitglied des Europaparlaments)

7 Antworten zu “Harald Vilimsky – GG 1

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  4. ….wenn ich nur daran denke, wie die Sozis noch vor kurzer Zeit zur Wehrpflicht standen und wie bedenkenlos sie die österreichische Sicherheit wegen einer Gemeinderatswahl einfach über Bord warfen, sollte einem wirklich angst machen.
    Das Wehrrecht in einem Bürgerheer (Miliz) ist untrennbar vom Recht auf Selbstverteidigung im privaten Bereich verbunden.

  5. Wieso da noch ein Fragezeichen!
    Klare Aussage und kein Wischiwaschi wie bei unseren Nieten in DE!

    WH Michael

  6. Pingback: Garser Gespräche – Die 1. Runde | dagarser

  7. Wär das nicht der ideale Innenminister?

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