Keine Post aus Brüssel/Teil 2

Vor 10 Tagen habe ich an dieser Stelle davon berichtet, daß ich auf meinen Ende November an EU-Kommissarin Malmström gesendeten Brief bezüglich der erneuten Waffenrechtsverschärfungspläne der EU noch immer keine Antwort erhalten habe. Ich habe also keine Post aus Brüssel erhalten, das ist nicht in Ordnung und dagegen will ich vorgehen; jene meiner Leser, denen es auch so ergangen ist, habe ich aufgefordert sich mir anzuschließen.

Ich habe angekündigt, bis Ende Februar die Daten beschwerdewilliger „Anfrager“ zu sammeln, heute ist der letzte Tag im Februar und ich verlängere die Frist noch über das Wochenende.  Knapp 30 Meldungen habe ich bisher erhalten, das ist schon ganz ordentlich!

Knapp 30 Meldungen von Leuten, die sich die Zeit genommen haben sich an dieser Aktion zu beteiligen, die einen Brief geschrieben bzw. ausgefüllt haben, ihn unterzeichnet haben, die ihren Namen und ihre Anschrift angegeben haben, die diesen Brief in ein Kuvert gesteckt und (teilweise sogar eingeschrieben) an Frau Malmström verschickt haben.

Knapp 30 Meldungen von Leuten, die sich völlig zu Recht eine Antwort der EU-Kommissarin erwartet haben und die bis heute ignoriert wurden.

Knapp 30 Meldungen von Leuten die deswegen empört, besser: stinksauer, sind. Bei mir ist es jedenfalls so.

Nun bin ich gestern auf der Webseite der Europäischen Kommission durch Zufall auf einen in englischer Sprache gehaltenen Brief des Leiters der „Firearms Task Force“, Fabio Marini, gestoßen. Adressiert ist er an Firearms United, jene Organisation also, die den Formbrief, dessen deutsche Übersetzung ich im November hier vorgestellt und zum Download bereitgestellt habe, ursprünglich entworfen hat. Hier der Link. (Sicherheitshalber auch heruntergeladen)

Inhaltlich ist der Brief natürlich enttäuschend, es wird lahm beschwichtigt und in Abrede gestellt, daß legalen Waffenbesitzern durch die neuen Bestrebungen der Kommission bezüglich des Waffenrechts irgendwelche Einschränkungen drohen würden. Auch der Verweis auf die mehr als nur fragliche Eurobarometer-Umfrage darf klarerweise nicht fehlen. Mit einem Wort: Leeres Gewäsch!

Ein Satz hat bei mir aber zu Bluthochdruck geführt:

We have received letters from several EU countries and, according to our internal rules, we have decided to answer the source of this petition and we invite you to inform all your members and supporters.

(Wir haben Briefe aus vielen EU-Mitgliedsstaaten erhalten und, aufgrund unserer internen Regeln, beschlossen, nur der Quelle dieser Petition zu antworten und ersuchen sie (also Firearms United, Anm.) alle ihre Mitglieder und Unterstützer davon zu informieren.)

So. Und jetzt schlägt’s 13! Ich habe keine Petition gezeichnet! Ich habe einen Brief geschrieben, ihn unterzeichnet, meinen Namen und meine Anschrift angegeben, diesen Brief in ein Kuvert gesteckt und eingeschrieben an Frau Malmström verschickt! Wie mindestens knapp 30 andere Leute auch!

Mir – und allen anderen – steht eine persönliche Antwort, zuallermindest aber ein persönlicher Verweis auf eine diesbezügliche Stellungnahme der Frau Malmström oder eines ihrer Unterläufer, zu! Und das schon seit über zwei Monaten! (siehe nochmals den „Kodex der guten Verwaltungspraxis“ der EC, Seite 6)

Der von mir auf dieser Seite bereitgestellte Formbrief hat jedenfalls an keiner Stelle das Wort „Petition“ enthalten, noch wurde irgendwo auf Firearms United verwiesen. So habe ich den Brief – natürlich ausgefüllt und unterfertigt – abgeschickt. Ich will meine persönliche Antwort, und ich werde so lange keine Ruhe geben bis ich sie habe!

Ich bin jedenfalls nicht bereit zuzusehen, wie die EU ihre eigenen Regeln bricht – nicht, wenn ich selbst davon betroffen bin! Also werde ich etwas dagegen unternehmen. Wer noch mitmachen möchte – bis Montag nehme ich noch Meldungen (s. hier) von Betroffenen entgegen…

P.S.: Ich habe in diesem Beitrag auf Schimpfwörter verzichtet. Es ist mir nicht leichtgefallen.

19 Antworten zu “Keine Post aus Brüssel/Teil 2

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  3. Nun, wenn die EU ohne zu zucken, Verträge wie den von Maastrich bricht (Vergesellschaftung von Schulden), dann werden sich die Protagonisten auch nicht an irgendwelchen Compliance-Richtlinien stören.
    Unsere Schweizer Nachbarn haben schon recht mit Ihrer EU-Skepsis, die nicht gleichbedeutend mit Europa-Skepsis ist, auch wenn uns dies vom ZK verkauft werden soll…nein wie hieß die Institution nochmal….auch ja Kommission….
    Dennoch halte ich es auch für richtig nicht aufzugeben, sondern weiterzukämpfen!

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  5. Wie Dr.Zakrajsek ganz richtig sagt: HINGEHEN müsste man halt!

  6. Die innere Sicherheit geht vor die Hunde (Postenschließungen,Polizei macht Waffenüberprüfungen u.ä.m.,hat daher weder Zeit noch Mittel und Personal,um uns einigermaßen zu schützen), die Militär. Landesverteidigung wird kaputtgespart, Selbstschutz wird laufend erschwert und ist absolut nicht erwünscht… Wem hilft das? Der abgehobenen Brüsseler Obrig-katur und ihren willfährigen Bütteln in den EU-philen Parteien,egal ob rot,grün,schwarz,neo-ig usw.!
    Wir sind doch nur blödes Stimmvolk,das zu kuschen hat,wenn national ausgediente und abgehalfterte,also auswechselbare, Erscheinungen (EU-Politiker werden sie fallweise auch genannt) mit Zwangsbeglückungen (= EU-Richtlinien) über uns herfallen und wir vielleicht noch „danke“für das weise Handeln sagen müssen! Lassen wir uns das nicht gefallen und zeigen wir es auch (z.B. bei der Wahl im Mai!).Auf ein frisches Mailüfterl!

  7. Gockzilla, dagarser ich steh auf eurer Seite, die anderen haben den Krieg gegen uns begonnen. Horridoh!

  8. Ich reg‘ mich garnicht auf. Ich ärgere mich auch nicht mehr. Ich mache einfach Werbung für Parteien, die diesen unsäglichen Zirkus zusammenstutzen, beziehungsweise beenden wollen.
    Die Anderen haben den Krieg begonnen. Ich werde keinen Schritt mehr zurück gehen.

    • Ich rege mich zwar noch immer auf, mache daher noch intensiver Werbung für eine Partei- in Österreich die FPÖ- die als einzige dieser EU-Diktatur mit unserer Hilfe, ein Ende bereiten will.

      • Stimme vollinhaltlich zu!

        • Stimme natürlich auch zu und meine Stimme haben sie (die FPÖ) auch!!!
          Wie ich schon sagte, die Unentschlossenen, Bequemen und die Verzagten müssen auch einmal munter werden! Hoffentlich lesen die mit und wir tragen mit unseren Kommentaren doch etwas dazu bei!

          VIRIBUS UNITIS!!!

  9. Auch ich habe diesen Brief eingeschrieben abgesandt und bis heute keine Antwort erhalten. Das sogenannte “ Gemeine Volk“ ist in der EU nur dazu da um ausgebeutet zu werden , um Zahlungen an pleite Staaten zu leisten , um abgehobene nichts nutzige Politiker mit zigtausenden von Jahresgehältern zu Sponsern. ich finde dies persönlich schon als eine verbrecherische ,persönliche Bereicherung . Den außer ein bis zwei österr. Politikern tut niemand etwas für sein Volk – für UNS. Mit den Milliarden die in der EU-versickern , könnte man schon alleine , jetzt die Ukraine retten.

  10. Es ist ja bekannt, daß in der Politik nur das Minderwertige nach oben gespült wird. Und die haben eigentlich nichts zu sagen. Sie sind ja nur Marionetten der Hochfinanz. Meist korrupt und ohne jeden Charakter.

  11. Man könnte ja auch im Mai etwas anderes wählen, als diese Schießbudenfiguren, die jetzt in Brüssel sitzen. Aber hingehen müßte man halt. Es stehen IWÖ-Mitglieder zur Wahl!

  12. Ich kann nur die „Briefe aus Straßburg“ von Frau Dr. Sommer empfehlen. Die Frau ist seit 1999 im EU-Parlament und nimmt kein Blatt vor den Mund, sondern zeigt, wie undemokratisch und manipulativ die EU wirkt. Da wird gelogen, Stimmen geschoben, Gesetze zu eigenem Gutdünken ausgelegt uvm.

    http://www.renate-sommer.de/lokal_1_4_195_Sommer-kritisiert-Abstimmung-zu-Tabakproduktrichtlinie.html

  13. Die „Überregierung“in Brüssel strebt die absol.Macht in der EU an und wird von sog.“Gutmenschen u.Idioten“-versteht sich hochbezahlt-geleitet!
    Es wird immer schlimmer!
    Meine letzte Hoffnung sind die Wahlen im Mai 2014!
    Hoffentlich wachen die Menschen langsam auf,was für eine neue Diktatur sich da selbst installieren will.

  14. ……das die EU ihre eigenen Regeln laufend bricht, regt scheinbar nur wenige auf. Das ist ein Drama und wird vielen ein jähes und böses Erwachen bescheren. Man ist das ja auch national schon immer gewohnt gewesen und hat jetzt einen neuen Namen – „Situationsflexibel“.
    Das noch größere Drama ist, daß sich kaum gute Leute für die Politik gewinnen lassen, weil sie würden vermutlich auch gar nicht gewählt werden, denn die Mehrzahl der Dumpfbacken lebt ohnehin im Nebel.
    Ich bin nichts ohne die Partei, hat so ein Trottel einmal gesagt und wurde Bundeskanzler – scheinbar eine Qualifikationsvoraussetzung.
    Eine Partei der „Selbstdenker“ wäre angebracht, aber bleibt vermutlich ein Wunschtraum.

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